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Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel basiert auf der offiziellen Fachinformation und wurde redaktionell geprüft. Er ersetzt nicht die individuelle Beratung durch Arzt oder Apotheker.

Thyronajod Henning
Nebenwirkungen

Aktualisiert: 17. April 2026

Thyronajod Henning ist ein Schilddrüsenhormonpräparat mit ergänzendem Iodanteil, hergestellt von der Sanofi-Aventis Deutschland GmbH. Laut Fachinformation ist es als Tablette erhältlich; in der Packungsbeilage werden unter anderem Thyronajod 50, 75, 100, 125 und 150 Henning beschrieben. Das Präparat wird zur Behandlung eines einfachen Kropfes ohne gleichzeitige Funktionsstörung eingesetzt, wenn zusätzlich zur Schilddrüsenhormontherapie auch Iod ärztlich angezeigt ist. Außerdem kann es zur Vorbeugung eines erneuten Kropfwachstums nach einer Operation oder nach Radioiodbehandlung der Schilddrüse verwendet werden.

Wirkstoff: Levothyroxin
Hersteller: Sanofi-Aventis Deutschland GmbH
Lesezeit: 2 Min.

Wirkstoff

Thyronajod Henning enthält die Wirkstoffe oben. Für allgemeine Hinweise besuchen Sie die jeweilige Wirkstoff-Seite.

Mögliche Nebenwirkungen

Was bedeuten die Häufigkeiten?
Sehr häufig≥ 1 von 10
Häufig1 bis 10 von 100
Gelegentlich1 bis 10 von 1.000
Selten1 bis 10 von 10.000
Sehr selten< 1 von 10.000
UnbekanntPost-Marketing-Meldungen

Sehr häufig

  • Herzklopfen
  • Schlaflosigkeit
  • Kopfschmerzen

Häufig

  • Herzrasen
  • Nervosität

Selten

  • Erhöhter Hirndruck, besonders bei Kindern

Häufigkeit nicht abschätzbar

Nach der Markteinführung gemeldet — die genaue Häufigkeit lässt sich nicht berechnen.

  • Überempfindlichkeit
  • Herzrhythmusstörungen
  • Schmerzen mit Engegefühl in der Brust
  • Allergische Hautreaktionen wie Ausschlag oder Nesselsucht
  • Innere Unruhe
  • Muskelschwäche und Muskelkrämpfe
  • Knochenschwund bei hohen Dosen, vor allem bei Frauen nach den Wechseljahren
  • Hitzegefühl und Kreislaufkollaps bei Frühgeborenen mit niedrigem Geburtsgewicht
  • Störungen der Regelblutung
  • Durchfall
  • Erbrechen
  • Übelkeit
  • Gewichtsabnahme
  • Zittern
  • Übermäßiges Schwitzen
  • Fieber
  • Bei Iodüberempfindlichkeit außerdem Fieber, Hautausschlag und Rötung, Jucken und Brennen in den Augen, Reizhusten, Durchfall und Kopfschmerzen

Wichtige Wechselwirkungen

Die Fachinformation nennt Wechselwirkungen vor allem mit blutgerinnungshemmenden Arzneimitteln wie Dicumarol sowie mit Arzneimitteln, die die Schilddrüse beeinflussen, zum Beispiel Amiodaron, Tyrosinkinase-Inhibitoren, Salicylate und hohe Dosen Furosemid. Auch bei Diabetes, Herzkrankheiten oder einer bestehenden Schilddrüsenüberfunktion muss Ihr Arzt die Behandlung besonders sorgfältig prüfen. Wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, sollte Ihre Schilddrüsenfunktion regelmäßig kontrolliert werden, damit die Dosis bei Bedarf angepasst werden kann.

Wann sollten Sie zum Arzt?

Suchen Sie sofort ärztliche Hilfe, wenn Zeichen einer allergischen Reaktion auftreten, zum Beispiel Ausschlag, Juckreiz, Atembeschwerden, Kurzatmigkeit oder Schwellungen im Gesicht, an den Lippen, im Hals oder an der Zunge. Auch bei Herzrasen, Herzrhythmusstörungen, Brustschmerzen mit Engegefühl oder deutlichen Zeichen einer Schilddrüsenüberfunktion sollten Sie rasch Ihren Arzt kontaktieren. Wenn bei Ihnen nach Beginn der Einnahme starke Beschwerden auftreten oder sich bestehende Herzprobleme verschlechtern, darf das nicht abgewartet werden. Bei Beschwerden durch Iodüberempfindlichkeit sollte die Einnahme nur nach Rücksprache mit dem Arzt beendet werden.

Steckbrief: Thyronajod Henning

Wirkstoffgruppe
Schilddrüsenhormonpräparat mit Iodanteil
Anwendungsgebiet
Behandlung des einfachen Kropfes ohne gleichzeitige Funktionsstörung; Vorbeugung eines erneuten Kropfwachstums nach Operation oder Radioiodbehandlung
Darreichungsform
Tabletten
Rezeptpflicht
Ja
Haeufigste Nebenwirkung
Herzklopfen, Schlaflosigkeit und Kopfschmerzen
PZN
06882260

Häufige Fragen

Wofür wird Thyronajod Henning angewendet?

Thyronajod Henning wird zur Behandlung eines einfachen Kropfes ohne gleichzeitige Funktionsstörung eingesetzt, wenn zusätzlich zur Schilddrüsenhormontherapie auch Iod ärztlich sinnvoll ist. Außerdem dient es dazu, ein erneutes Kropfwachstum nach einer Operation oder nach Radioiodbehandlung zu verhindern.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Welche Wirkstoffe enthält Thyronajod Henning?

Die Wirkstoffe sind Levothyroxin-Natrium und Kaliumiodid. In der Packungsbeilage wird das Präparat als Schilddrüsenhormonpräparat mit ergänzendem Iodanteil beschrieben.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Wie sieht Thyronajod Henning aus?

Laut Packungsbeilage sind die Tabletten weiß und rund. Bei Thyronajod 100 Henning tragen sie auf einer Seite eine Bruchkerbe und auf beiden Seiten die Kennung „3T“; bei Thyronajod 150 Henning ist die Kennung „5T“.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Welche Nebenwirkungen können häufig auftreten?

Sehr häufig genannt werden Herzklopfen, Schlaflosigkeit und Kopfschmerzen. Häufig sind Herzrasen und Nervosität beschrieben.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Welche Nebenwirkungen sind bei einer Überdosierung möglich?

Bei zu hoher Dosis oder zu schneller Steigerung können Zeichen einer Schilddrüsenüberfunktion auftreten. Dazu gehören unter anderem Herzklopfen, Herzrasen, Nervosität, Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen und in seltenen Fällen erhöhter Hirndruck, besonders bei Kindern.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Wann darf Thyronajod Henning nicht eingenommen werden?

Nicht eingenommen werden darf es unter anderem bei Allergie gegen Levothyroxin oder Kaliumiodid, bei Schilddrüsenüberfunktion, bei bestimmten unbehandelten Hormonstörungen der Nebennierenrinde oder Hirnanhangsdrüse sowie bei akuten Herz- und bestimmten Gefäßerkrankungen. Auch bei fokalen oder diffusen Autonomien der Schilddrüse ist es ausgeschlossen.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Muss vor der Behandlung etwas abgeklärt werden?

Ja. Vor Beginn sollen unter anderem Erkrankungen der Herzkranzgefäße, Angina pectoris, Bluthochdruck sowie Störungen der Hirnanhangsdrüse oder Nebennierenrinde ausgeschlossen oder behandelt werden. Bei bestimmten Risikogruppen sind außerdem engmaschige Kontrollen vorgesehen.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Kann es bei Iodüberempfindlichkeit zu Beschwerden kommen?

Ja. Die Fachinformation nennt dann unter anderem Fieber, Hautausschlag und Rötung, Jucken und Brennen in den Augen, Reizhusten, Durchfall und Kopfschmerzen. In diesem Fall soll die Einnahme nach Rücksprache mit dem Arzt beendet werden.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Andere Präparate mit Levothyroxin

Quellen & Referenzen

Stand der Fachinformation: 17. April 2026

Hinweis: Diese Seite wird redaktionell von nebenwirkungen-info.de gepflegt. Sie steht in keinerlei Verbindung zu Sanofi-Aventis Deutschland GmbH. Der Markenname wird ausschließlich zu Informationszwecken genannt.