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Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel basiert auf der offiziellen Fachinformation und wurde redaktionell geprüft. Er ersetzt nicht die individuelle Beratung durch Arzt oder Apotheker.

Ibuprofen
Nebenwirkungen

Aktualisiert: 17. April 2026

Ibuprofen zählt zu den bekanntesten Schmerzmitteln weltweit und wird häufig zur Behandlung von Schmerzen und Entzündungen eingesetzt. Es eignet sich zur Linderung von Kopf-, Zahn- und Regelschmerzen sowie Fieber und wird bei rheumatischen Beschwerden verwendet. Ibuprofen ist in vielen Präparaten wie Dolgit 400 oder Dolgit 600 von Dolorgiet GmbH & Co. KG enthalten. Zu beachten sind mögliche Nebenwirkungen von Ibuprofen, über die Sie sich vor der Anwendung informieren sollten.

Wirkstoffgruppe: Schmerzmittel (NSAID)
Anwendung: Symptomatische Behandlung von Schmerz und Entzündung bei akuten Gelenkentzündungen einschließlich Gichtanfall, chronischen Arthritiden, Spondylitis ankylosans, Reizzuständen bei degenerativen Gelenk- und Wirbelsäulenerkrankungen, entzündlichen weichteilrheumatischen Erkrankungen sowie schmerzhaften Schwellungen und Entzündungen nach Verletzungen.
Darreichung: Überzogene Tabletten
Rezept: Nein
Lesezeit: 3 Min.

Mögliche Nebenwirkungen

Was bedeuten die Häufigkeiten?
Sehr häufig≥ 1 von 10
Häufig1 bis 10 von 100
Gelegentlich1 bis 10 von 1.000
Selten1 bis 10 von 10.000
Sehr selten< 1 von 10.000
UnbekanntPost-Marketing-Meldungen

Sehr häufig

  • Beschwerden im Magen-Darm-Trakt wie Sodbrennen, Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Blähungen, Durchfall oder Verstopfung
  • Leichte, manchmal unbemerkte Blutungen im Magen-Darm-Trakt, die selten zu Blutarmut führen

Häufig

  • Kopfschmerzen, Schwindel, Schlafstörungen, Unruhe, Reizbarkeit, Müdigkeit
  • Magengeschwüre, teilweise mit Blutungen und Durchbruch
  • Entzündungen im Mund, Verschlechterung von bestehenden Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis
  • Stärkere Magen-Darm-Blutungen, erkennbar an Blut im Stuhl oder Erbrochenem

Gelegentlich

  • Allergische Reaktionen wie Hautausschlag, Juckreiz oder Asthmaanfälle
  • Sehstörungen
  • Entzündung der Magenschleimhaut
  • Wassereinlagerungen im Körper, besonders bei bestehenden Nierenproblemen, sowie mögliche Verschlechterung der Nierenfunktion

Selten

  • Ohrgeräusche (Pfeifen, Klingeln) oder Hörprobleme

Sehr selten

  • Schwere allergische Reaktionen mit Schwellungen von Gesicht, Zunge oder Hals, Atemnot und Kreislaufproblemen (schnelle ärztliche Hilfe nötig)
  • Verschlimmerung von Infektionen mit Fieber, Rötung oder Schwellung
  • Nicht-infektiöse Hirnhautentzündung, die mit starken Kopfschmerzen, Übelkeit, Fieber oder Nackensteife einhergeht
  • Störungen der Blutbildung, mit Symptomen wie Fieber, Halsschmerzen, Schwäche oder unerklärlichen blauen Flecken
  • Schwere psychische Beschwerden bis hin zu Depressionen oder Wahrnehmungsstörungen
  • Herzprobleme wie Herzklopfen, Flüssigkeitseinlagerungen, Herzschwäche oder Herzinfarkt
  • Bluthochdruck
  • Entzündungen von Speiseröhre oder Bauchspeicheldrüse
  • Leberentzündungen und Funktionsstörungen der Leber
  • Schwere Hautreaktionen mit Fieber, Blasen oder Abschälung der Haut
  • Haarausfall
  • Schäden am Nierengewebe oder erhöhter Harnsäurewert im Blut
  • Enge Stellen im Darm

Häufigkeit nicht abschätzbar

Nach der Markteinführung gemeldet — die genaue Häufigkeit lässt sich nicht berechnen.

  • Starke Schmerzen im Brustkorb durch allergische Reaktion (Kounis-Syndrom)
  • Großflächige Hautausschläge mit Fieber (z. B. DRESS-Syndrom oder akute Hautreaktionen mit Pusteln)
  • Lichtempfindliche Haut

Was ist Ibuprofen?

Ibuprofen ist ein schmerzstillendes und entzündungshemmendes Mittel, das bei leichten bis mäßig starken Schmerzen, Fieber sowie verschiedenen entzündlichen Erkrankungen, wie Rheuma oder Gelenkbeschwerden, hilft. Es kann auch zur Linderung von Schwellungen und Entzündungen nach Verletzungen eingesetzt werden. Wichtig für Sie ist: Ibuprofen wirkt nur gegen die Beschwerden, nicht gegen deren Ursache.

Was sollten Sie vor der Einnahme beachten?

Achten Sie darauf, Ibuprofen nicht einzunehmen, wenn Sie allergisch darauf reagieren, Magen-Darm-Geschwüre, Blutungen, schwere Herz-, Nieren- oder Leberprobleme haben. Informieren Sie immer Ihren Arzt, wenn Sie andere Medikamente nehmen, da Wechselwirkungen auftreten können. Ältere Menschen und Patientinnen im letzten Drittel der Schwangerschaft sollten besonders vorsichtig sein. Während der Einnahme können Nebenwirkungen vermindert werden, indem Sie die niedrigste wirksame Dosis möglichst kurz anwenden.

Wie ist Ibuprofen einzunehmen?

Nehmen Sie Ibuprofen immer wie vom Arzt oder Apotheker empfohlen ein, üblicherweise mit ausreichend Flüssigkeit und nach einer Mahlzeit. Überschreiten Sie nicht die empfohlene Tagesdosis und warten Sie mindestens 6 Stunden zwischen den Einzeldosen. Wenn Sie versehentlich zu viel eingenommen haben oder ungewöhnliche Symptome bemerken, suchen Sie sofort ärztlichen Rat. Vergessen Sie keine Dosis, aber verdoppeln Sie niemals die Menge bei der nächsten Einnahme.

Wie ist Ibuprofen aufzubewahren?

Bewahren Sie Ibuprofen außerhalb der Reichweite von Kindern auf und verwenden Sie es nicht mehr nach Ablauf des auf der Verpackung angegebenen Verfalldatums. Entsorgen Sie es umweltgerecht, zum Beispiel über die Apotheke, und niemals über den Abfluss oder die Toilette.

Wichtige Wechselwirkungen

Ibuprofen sollte nicht zusammen mit anderen nichtsteroidalen Entzündungshemmern eingenommen werden, dazu zählen auch sogenannte COX-2-Hemmer. Vorsicht ist außerdem bei Acetylsalicylsäure geboten, wenn bereits eine Überempfindlichkeitsreaktion darauf aufgetreten ist. In der Fachinformation wird auch von einer gleichzeitigen Anwendung mit Arzneimitteln gesprochen, die das Risiko für Geschwüre oder Blutungen erhöhen können, zum Beispiel orale Kortikosteroide oder blutgerinnungshemmende Mittel. Wenn Sie solche Mittel einnehmen, sollte das ärztlich geprüft werden.

Wann sollten Sie zum Arzt?

Suchen Sie sofort ärztliche Hilfe, wenn Anzeichen einer Magen-Darm-Blutung auftreten, zum Beispiel stärkere Schmerzen im Oberbauch, Blut im Stuhl, schwarzer Stuhl oder Bluterbrechen. Auch bei plötzlichen Schwellungen, Atemnot, Bronchospasmus oder Asthmaanfällen nach der Einnahme sollte das Medikament abgesetzt und sofort Hilfe geholt werden. Gleiches gilt bei schweren Hautreaktionen oder anderen schweren allergischen Reaktionen. Wenn Sie ungewöhnliche Bauchbeschwerden bemerken, vor allem zu Beginn der Behandlung, sollen Sie diese ebenfalls ärztlich melden.

Steckbrief: Ibuprofen

Wirkstoffgruppe
Nichtsteroidales Antiphlogistikum / Antirheumatikum (NSAR)
Anwendungsgebiet
Symptomatische Behandlung von Schmerz und Entzündung bei akuten Gelenkentzündungen einschließlich Gichtanfall, chronischen Arthritiden, Spondylitis ankylosans, Reizzuständen bei degenerativen Gelenk- und Wirbelsäulenerkrankungen, entzündlichen weichteilrheumatischen Erkrankungen sowie schmerzhaften Schwellungen und Entzündungen nach Verletzungen.
Darreichungsform
Überzogene Tabletten
Rezeptpflicht
Nein
Häufigste Nebenwirkung
Beschwerden im Verdauungstrakt

Häufige Fragen

Wofür wird Ibuprofen angewendet?

Ibuprofen wird zur symptomatischen Behandlung von Schmerz und Entzündung eingesetzt, unter anderem bei akuten Gelenkentzündungen einschließlich Gichtanfall, chronischen Arthritiden, Morbus Bechterew, degenerativen Gelenk- und Wirbelsäulenerkrankungen, entzündlichen weichteilrheumatischen Erkrankungen sowie schmerzhaften Schwellungen und Entzündungen nach Verletzungen.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Wer darf Ibuprofen nicht einnehmen?

Ibuprofen darf nicht eingenommen werden bei Allergie gegen Ibuprofen, nach bestimmten Überempfindlichkeitsreaktionen auf Acetylsalicylsäure oder andere nichtsteroidale Entzündungshemmer, bei ungeklärten Blutbildungsstörungen, bei Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwüren oder Blutungen in der Vorgeschichte, bei aktiven Blutungen, schweren Leber- oder Nierenfunktionsstörungen, schwerer Herzinsuffizienz, schwerer Dehydratation, im letzten Drittel der Schwangerschaft und von Kindern und Jugendlichen unter 15 Jahren.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Welche Nebenwirkungen sind am häufigsten?

Am häufigsten betreffen die Nebenwirkungen den Verdauungstrakt. Genannt werden unter anderem Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Blähungen, Verstopfung, Verdauungsbeschwerden, Bauchschmerzen, Teerstuhl, Bluterbrechen und Entzündungen der Mundschleimhaut mit Geschwürbildung. Auch Magenschleimhautentzündungen wurden berichtet.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Wann muss ich Ibuprofen sofort absetzen?

Sie sollen Ibuprofen absetzen und sofort ärztliche Hilfe suchen, wenn Anzeichen einer Magen-Darm-Blutung auftreten, zum Beispiel stärkere Schmerzen im Oberbauch, Blut im Stuhl, schwarzer Stuhl oder Bluterbrechen beziehungsweise Erbrochenes, das wie Kaffeesatz aussieht.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Welche Arzneimittel sollte ich mit Ibuprofen nicht kombinieren?

Eine gleichzeitige Anwendung mit anderen nichtsteroidalen Entzündungshemmern, einschließlich COX-2-Hemmern, sollte vermieden werden. Vorsicht ist auch bei Arzneimitteln geboten, die das Risiko für Geschwüre oder Blutungen erhöhen können, zum Beispiel orale Kortikosteroide, blutgerinnungshemmende Mittel oder niedrig dosierte Acetylsalicylsäure.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Welche Warnzeichen am Magen-Darm-Trakt soll ich ernst nehmen?

Wenn Sie früher schon Beschwerden am Magen-Darm-Trakt hatten, sollen Sie ungewöhnliche Bauchsymptome besonders am Anfang der Behandlung melden. Die Fachinformation nennt vor allem Magen-Darm-Blutungen, Geschwüre und Durchbrüche als Risiken.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Welche Darreichungsform hat Ibuprofen in dieser Fachinformation?

In der vorliegenden Fachinformation ist Ibuprofen als überzogene Tablette beschrieben.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Quellen & Referenzen

Stand der Fachinformation: 17. April 2026

Über diesen Artikel

Verfasst von

Redaktionsteam

Medizinredaktion nebenwirkungen-info.de

Dieser Artikel wurde auf Basis der offiziellen Fachinformation erstellt und redaktionell auf Richtigkeit geprüft. Mehr zu unserem Redaktionsprozess.