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Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel basiert auf der offiziellen Fachinformation und wurde redaktionell geprüft. Er ersetzt nicht die individuelle Beratung durch Arzt oder Apotheker.

Rosuvastatin
Nebenwirkungen

Aktualisiert: 17. April 2026

Rosuvastatin ist ein moderner Wirkstoff zur Senkung erhöhter Cholesterinwerte und zählt zur Gruppe der Statine. Das Medikament wird vor allem Menschen mit erhöhtem Risiko für Herzinfarkt oder Schlaganfall verordnet, wenn Lebensstiländerungen allein nicht ausreichen. Rosuvastatin ist in bekannten Präparaten wie Crestor® und Rosuvador® erhältlich. Besonders wichtig: Informieren Sie sich frühzeitig über mögliche Nebenwirkungen von Rosuvastatin.

Wirkstoffgruppe: Statine (Cholesterinsenker)
Anwendung: Behandlung eines hohen Cholesterinwertes bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern ab 6 Jahren; außerdem zur Senkung des Risikos für Herzinfarkt, Schlaganfall und verwandte Gesundheitsprobleme
Darreichung: Filmtabletten
Rezept: Ja
Lesezeit: 3 Min.

Mögliche Nebenwirkungen

Was bedeuten die Häufigkeiten?
Sehr häufig≥ 1 von 10
Häufig1 bis 10 von 100
Gelegentlich1 bis 10 von 1.000
Selten1 bis 10 von 10.000
Sehr selten< 1 von 10.000
UnbekanntPost-Marketing-Meldungen

Häufig

  • Kopfschmerzen
  • Bauchschmerzen
  • Verstopfung
  • Übelkeit
  • Muskelschmerzen
  • Schwächegefühl
  • Schwindel
  • Erhöhter Eiweißwert im Urin (meist vorübergehend)
  • Blutzucker kann steigen, Risiko für Diabetes kann zunehmen

Gelegentlich

  • Hautausschläge oder Juckreiz
  • Weitere Hautreaktionen
  • Erhöhter Eiweißwert im Urin (meist vorübergehend)

Selten

  • Schwere allergische Reaktion mit Schwellungen im Gesicht oder Atemnot
  • Starke Muskelschmerzen oder Muskelschäden
  • Starke Bauchschmerzen (Bauchspeicheldrüsenentzündung)
  • Erhöhte Leberwerte im Blut
  • Leichte Blutergüsse und Blutungen
  • Lupusartiger Ausschlag mit Gelenkschmerzen und Blutveränderungen

Sehr selten

  • Gelbfärbung der Haut oder Augen (Gelbsucht)
  • Leberentzündung
  • Blut im Urin
  • Taubheitsgefühl in Armen oder Beinen
  • Gelenkschmerzen
  • Gedächtnisverlust
  • Vergrößerte Brust bei Männern

Häufigkeit nicht abschätzbar

Nach der Markteinführung gemeldet — die genaue Häufigkeit lässt sich nicht berechnen.

  • Durchfall
  • Husten
  • Kurzatmigkeit
  • Schwellungen an Händen, Füßen oder anderen Körperteilen
  • Schlafstörungen, auch Albträume
  • Potenzprobleme
  • Niedergeschlagenheit (Depressionen)
  • Atembeschwerden oder Fieber
  • Sehnenverletzungen
  • Anhaltende Muskelschwäche
  • Allgemeine Muskelschwäche (Myasthenia gravis), auch an den Augen

Was ist Rosuvastatin?

Rosuvastatin ist ein Medikament aus der Statin-Gruppe, das Ihnen verordnet wird, um hohe Cholesterinwerte zu senken. Es hilft, das „schlechte“ Cholesterin zu reduzieren und das „gute“ zu erhöhen, um Ihr Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall zu vermindern. Die Einnahme wird meist empfohlen, wenn eine Umstellung von Ernährung und Bewegung allein nicht ausreicht. Wichtig für Sie ist, die Behandlung konsequent fortzuführen, auch wenn Ihr Cholesterinwert wieder im Normalbereich liegt.

Was sollten Sie vor der Einnahme beachten?

Nehmen Sie Rosuvastatin nicht ein, wenn Sie allergisch darauf reagieren, schwanger sind oder stillen. Informieren Sie Ihren Arzt über alle anderen Erkrankungen, besonders Leber- oder Nierenprobleme, und über andere Medikamente, die Sie einnehmen. Vermeiden Sie Alkoholkonsum in großen Mengen. Bei Muskelbeschwerden, Hautausschlägen oder unerklärlicher Schwäche suchen Sie bitte sofort ärztliche Hilfe auf.

Wie ist Rosuvastatin einzunehmen?

Nehmen Sie Rosuvastatin wie vom Arzt empfohlen, meist einmal täglich, mit oder ohne Nahrung. Ihr Arzt startet in der Regel mit einer niedrigen Dosis, die bei Bedarf erhöht wird. Achten Sie darauf, die Tablette immer möglichst zur gleichen Tageszeit einzunehmen. Wenn Sie eine Einnahme vergessen haben, nehmen Sie beim nächsten Mal nicht die doppelte Menge – setzen Sie einfach wie gewohnt fort.

Wie ist Rosuvastatin aufzubewahren?

Bewahren Sie Rosuvastatin in der Originalverpackung auf und schützen Sie es vor Feuchtigkeit. Es sind keine besonderen Temperaturvorgaben nötig. Lassen Sie das Medikament nicht in Reichweite von Kindern und verwenden Sie es nicht nach Ablauf des Verfallsdatums. Alte oder nicht mehr benötigte Tabletten entsorgen Sie am besten über die Apotheke.

Wichtige Wechselwirkungen

Rosuvastatin darf nicht zusammen mit Ciclosporin eingenommen werden. Ebenfalls nicht zusammen mit der Wirkstoffkombination Sofosbuvir/Velpatasvir/Voxilaprevir. Bei Rosuvastatin 40 mg sind außerdem Fibrate problematisch, also andere Mittel zur Senkung des Cholesterins. Sprechen Sie auch mit Ihrem Arzt, wenn Sie Arzneimittel gegen HIV einnehmen, da die Fachinformation hier besondere Vorsicht nennt.

Wann sollten Sie zum Arzt?

Suchen Sie umgehend ärztliche Hilfe auf, wenn Sie Atembeschwerden, Schwellungen im Gesicht, an den Lippen, der Zunge oder im Rachen oder starken Juckreiz mit Blasenbildung bekommen. Auch schwere Hautreaktionen mit Hautablösung, Geschwüren im Mund, an den Augen oder im Genitalbereich sowie Fieber oder grippeähnlichen Beschwerden gehören dazu. Beenden Sie Rosuvastatin und wenden Sie sich sofort an Ihren Arzt, wenn ungeklärte Muskelschmerzen länger als erwartet anhalten oder wenn ein Muskelriss auftritt. Das gilt auch bei anhaltender Muskelschwäche oder wenn Sie während der Einnahme schwanger werden.

Steckbrief: Rosuvastatin

Wirkstoffgruppe
Statin
Anwendungsgebiet
Behandlung eines hohen Cholesterinwertes bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern ab 6 Jahren; außerdem zur Senkung des Risikos für Herzinfarkt, Schlaganfall und verwandte Gesundheitsprobleme
Darreichungsform
Filmtabletten
Rezeptpflicht
Ja
Häufigste Nebenwirkung
Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Verstopfung, Übelkeit, Muskelschmerzen, Kraftlosigkeit oder Schwindel

Häufige Fragen

Wofür wird Rosuvastatin angewendet?

Rosuvastatin wird angewendet, um einen hohen Cholesterinwert zu behandeln. Es kann das „schlechte“ Cholesterin senken und das „gute“ Cholesterin erhöhen. Dadurch soll das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall und andere Folgen von Gefäßverkalkung verringert werden.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Muss ich Rosuvastatin weiter einnehmen, wenn mein Cholesterin wieder normal ist?

Ja, die Behandlung soll fortgesetzt werden, auch wenn der Cholesterinwert den Normbereich erreicht hat. Das Arzneimittel verhindert ein erneutes Ansteigen des Cholesterins und die Bildung von Fettablagerungen. Beenden Sie die Einnahme nur, wenn Ihr Arzt es Ihnen sagt oder wenn Sie schwanger geworden sind.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Wann darf Rosuvastatin nicht eingenommen werden?

Rosuvastatin darf nicht eingenommen werden bei Allergie gegen Rosuvastatin, in der Schwangerschaft und Stillzeit, bei Lebererkrankung, schwerer Nierenfunktionsstörung, wiederholten oder ungeklärten Muskelkater- oder Muskelschmerzen sowie zusammen mit Ciclosporin oder der Wirkstoffkombination Sofosbuvir/Velpatasvir/Voxilaprevir.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Welche Beschwerden an Muskeln sind unter Rosuvastatin ein Warnzeichen?

Sie sollen sich umgehend an Ihren Arzt wenden, wenn Sie aus ungeklärter Ursache Muskelkater oder andere Muskelschmerzen haben, besonders wenn sie mit Unwohlsein und Fieber einhergehen. Auch anhaltende Muskelschwäche oder ein Muskelriss sind ein Grund, Rosuvastatin zu beenden und sofort ärztliche Hilfe zu suchen.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Welche Nebenwirkungen kommen häufig vor?

Häufig genannt werden Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Verstopfung, Übelkeit, Muskelschmerzen, Kraftlosigkeit und Schwindel. Außerdem kann es zu einem Anstieg von Eiweiß im Urin kommen. Bei 40 mg wird dieser Befund laut Fachinformation üblicherweise unter fortgesetzter Behandlung wieder normal.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Kann Rosuvastatin den Blutzucker beeinflussen?

Ja, in der Fachinformation wird eine Blutzuckererkrankung als mögliche Nebenwirkung genannt. Das Risiko ist größer, wenn Sie erhöhte Blutzucker- und Blutfettwerte haben, übergewichtig sind und einen hohen Blutdruck haben. Ihr Arzt soll Sie während der Behandlung überwachen.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Welche schweren Hautreaktionen sind beschrieben?

Beschrieben werden schwere allergische Reaktionen mit Schwellungen, Atembeschwerden und starkem Juckreiz mit Blasenbildung. Außerdem nennt die Fachinformation schwerwiegende Hautausschläge wie Stevens-Johnson-Syndrom und ein DRESS-Syndrom. In diesen Fällen sollen Sie Rosuvastatin nicht weiter einnehmen und sofort ärztliche Hilfe suchen.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Quellen & Referenzen

Stand der Fachinformation: 17. April 2026

Über diesen Artikel

Verfasst von

Redaktionsteam

Medizinredaktion nebenwirkungen-info.de

Dieser Artikel wurde auf Basis der offiziellen Fachinformation erstellt und redaktionell auf Richtigkeit geprüft. Mehr zu unserem Redaktionsprozess.