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Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel basiert auf der offiziellen Fachinformation und wurde redaktionell geprüft. Er ersetzt nicht die individuelle Beratung durch Arzt oder Apotheker.

Ramipril
Nebenwirkungen

Aktualisiert: 17. April 2026

Ramipril ist ein bewährter ACE-Hemmer zur Senkung eines zu hohen Blutdrucks und zur Behandlung von Herz- und Nierenerkrankungen. Er verbessert die Durchblutung, entlastet das Herz und senkt das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall. Ramipril ist in bekannten Präparaten wie DELIX oder Ramipril HEXAL erhältlich. Informieren Sie sich hier ausführlich über die möglichen Nebenwirkungen von Ramipril und die richtige Anwendung.

Wirkstoffgruppe: ACE-Hemmer
Anwendung: Behandlung von Bluthochdruck; Senkung des Risikos für Herzinfarkt und Schlaganfall; Senkung des Risikos oder Verlangsamung des Fortschreitens von Nierenfunktionsstörungen; Behandlung einer Herzschwäche; Behandlung nach einem Herzinfarkt mit Herzinsuffizienz
Darreichung: Tabletten
Rezept: Ja
Lesezeit: 4 Min.

Mögliche Nebenwirkungen

Was bedeuten die Häufigkeiten?
Sehr häufig≥ 1 von 10
Häufig1 bis 10 von 100
Gelegentlich1 bis 10 von 1.000
Selten1 bis 10 von 10.000
Sehr selten< 1 von 10.000
UnbekanntPost-Marketing-Meldungen

Häufig

  • Kopfschmerzen oder Müdigkeit
  • Schwindel, besonders zu Beginn oder bei Dosiserhöhung
  • Ohnmacht oder niedriger Blutdruck, vor allem beim schnellen Aufstehen
  • Trockener Husten oder Entzündung der Nebenhöhlen
  • Kurzatmigkeit
  • Bauchschmerzen, Durchfall oder Verdauungsprobleme
  • Hautausschlag
  • Schmerzen in der Brust
  • Muskelkrämpfe oder Muskelschmerzen
  • Zu viel Kalium im Blut (nur im Bluttest sichtbar)

Gelegentlich

  • Schwindel mit Gleichgewichtsstörungen
  • Kribbeln, Taubheit oder ungewöhnliche Hautgefühle
  • Verlust oder Veränderung des Geschmacks
  • Schlafprobleme
  • Depressive Stimmung, Angstgefühle oder Unruhe
  • Verstopfte Nase oder Atemnot, Verschlimmerung von Asthma
  • Bauchschmerzen, Übelkeit oder Durchfall durch eine Schwellung im Darm
  • Sodbrennen, Verstopfung oder trockener Mund
  • Vermehrtes Wasserlassen am Tag
  • Übermäßiges Schwitzen
  • Appetitlosigkeit
  • Unregelmäßiger Herzschlag
  • Schwellungen an Armen und Beinen
  • Hitzewallungen
  • Verschwommenes Sehen
  • Gelenkschmerzen
  • Fieber
  • Sexuelle Unlust oder Störungen
  • Mehr bestimmte weiße Blutkörperchen
  • Veränderte Leber-, Nieren- oder Bauchspeicheldrüsenwerte

Selten

  • Zittern oder Verwirrtheit
  • Gerötete und geschwollene Zunge
  • Starke Hautveränderungen oder juckender Hautausschlag
  • Probleme an den Nägeln (zum Beispiel lockern oder ablösen)
  • Hautausschlag oder blaue Flecken
  • Flecken auf der Haut, kalte Hände und Füße
  • Gerötete, juckende oder tränende Augen
  • Hörprobleme oder Ohrgeräusche
  • Schwächegefühl
  • Verminderte Blutkörperchen im Blut, sichtbar beim Bluttest

Sehr selten

  • Besonders empfindlich auf Sonnenlicht

Häufigkeit nicht abschätzbar

Nach der Markteinführung gemeldet — die genaue Häufigkeit lässt sich nicht berechnen.

  • Konzentrationsstörungen
  • Geschwollener Mund
  • Zu wenige Blutzellen (im Blutbild sichtbar)
  • Zu niedrige Natriumwerte im Blut
  • Sehr dunkler Urin, Übelkeit, Muskelkrämpfe oder Verwirrtheit durch Hormonstörung
  • Taubheit und Schmerzen an Fingern und Zehen bei Kälte (Raynaud-Syndrom)
  • Brustvergrößerung bei Männern
  • Langsame oder schlechte Reaktion
  • Brennendes Gefühl auf der Haut
  • Veränderter Geruchssinn
  • Haarausfall

Was ist Ramipril?

Ramipril zählt zu den ACE-Hemmern und wird eingesetzt, um hohen Blutdruck zu senken und Herz sowie Nieren zu schützen. Das Medikament entspannt Ihre Blutgefäße, erleichtert dem Herz das Pumpen und verringert das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall und Nierenerkrankungen. Es wird auch nach einem Herzinfarkt oder bei Herzschwäche angewendet.

Was sollten Sie vor der Einnahme beachten?

Achten Sie darauf, Ramipril nicht einzunehmen, wenn Sie allergisch darauf reagieren oder schon einmal schwere Schwellungen im Gesicht hatten. Das Medikament sollte in der Schwangerschaft und Stillzeit sowie bei bestimmten Nierenproblemen und mit manchen anderen Blutdruckmedikamenten nicht eingenommen werden. Informieren Sie Ihren Arzt über alle Ihre Medikamente und gesundheitlichen Probleme, besonders bei Herz-, Nieren- oder Lebererkrankungen. Bei Kindern unter 18 Jahren wird Ramipril nicht empfohlen.

Wie ist Ramipril einzunehmen?

Nehmen Sie Ramipril täglich zur gleichen Zeit unzerkaut mit etwas Wasser ein. Die Dosierung wird von Ihrem Arzt individuell für Sie festgelegt und kann je nach Anwendung zwischen 1,25 mg und 10 mg pro Tag liegen. Falls Sie eine Einnahme vergessen, holen Sie sie nicht doppelt nach. Bei Überdosierung suchen Sie sofort ärztliche Hilfe.

Wie ist Ramipril aufzubewahren?

Bewahren Sie Ramipril außerhalb der Reichweite von Kindern auf und lagern Sie es nicht über 25°C. Lassen Sie es in der Originalverpackung und benutzen Sie es nicht mehr nach dem angegebenen Verfallsdatum. Entsorgen Sie es umweltgerecht, zum Beispiel über die Apotheke – nicht im Hausmüll.

Wichtige Wechselwirkungen

Ramipril darf nicht zusammen mit Sacubitril/Valsartan eingenommen werden. Auch Aliskiren ist problematisch, vor allem wenn Sie Diabetes oder eine eingeschränkte Nierenfunktion haben. Vorsicht ist außerdem bei Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten wie Valsartan, Telmisartan oder Irbesartan geboten, besonders bei Nierenproblemen durch Diabetes. Bestimmte Mittel, die das Risiko für ein Angioödem erhöhen können, sind ebenfalls relevant, zum Beispiel mTOR-Inhibitoren wie Temsirolimus, Everolimus oder Sirolimus, Vildagliptin und Neprilysin-Inhibitoren wie Racecadotril. Wenn Sie solche Arzneimittel nehmen, sollte Ihr Arzt Ihre Behandlung und Ihre Blutwerte eng kontrollieren.

Wann sollten Sie zum Arzt?

Suchen Sie sofort ärztliche Hilfe, wenn Schwellungen im Gesicht, an den Lippen oder im Rachen auftreten und das Schlucken oder Atmen schwerfällt. Das gilt auch bei schweren Hautreaktionen mit Blasenbildung, Ablösung der Haut oder Geschwüren im Mund. Melden Sie sich umgehend bei Ihrem Arzt, wenn Sie Brustschmerzen, Herzklopfen, starke Kurzatmigkeit, ungewöhnliche Blutungen, Fieber mit Halsschmerzen oder Gelbfärbung der Haut oder Augen bemerken. Auch starke Bauchschmerzen, die in den Rücken ausstrahlen, können ein Warnzeichen sein.

Steckbrief: Ramipril

Wirkstoffgruppe
ACE-Hemmer
Anwendungsgebiet
Behandlung von Bluthochdruck; Senkung des Risikos für Herzinfarkt und Schlaganfall; Senkung des Risikos oder Verlangsamung des Fortschreitens von Nierenfunktionsstörungen; Behandlung einer Herzschwäche; Behandlung nach einem Herzinfarkt mit Herzinsuffizienz
Darreichungsform
Tabletten
Rezeptpflicht
Ja
Häufigste Nebenwirkung
Kopfschmerzen oder Müdigkeit

Häufige Fragen

Wofür wird Ramipril angewendet?

Ramipril wird zur Behandlung von Bluthochdruck eingesetzt. Außerdem kann es das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall senken, Nierenfunktionsstörungen verlangsamen und bei Herzschwäche oder nach einem Herzinfarkt mit Herzinsuffizienz angewendet werden.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Zu welcher Wirkstoffklasse gehört Ramipril?

Ramipril gehört zu den ACE-Hemmern. ACE steht für Angiotensin Converting Enzyme, also Angiotensinkonversionsenzym.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Wie wirkt Ramipril im Körper?

Ramipril reduziert die körpereigene Produktion von Substanzen, die den Blutdruck steigen lassen. Dadurch werden die Blutgefäße entspannt und weiter gestellt, und das Herz kann leichter Blut durch den Körper pumpen.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Wann darf Ramipril nicht eingenommen werden?

Ramipril darf nicht eingenommen werden bei einer Allergie gegen Ramipril oder andere ACE-Hemmer, bei früherem Angioödem, nach Einnahme von Sacubitril/Valsartan, während bestimmter Dialyseformen, bei Nierenarterienstenose, in den letzten 6 Monaten der Schwangerschaft, bei ungewöhnlich niedrigem oder schwankendem Blutdruck sowie bei Diabetes oder eingeschränkter Nierenfunktion unter Behandlung mit Aliskiren.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Welche Nebenwirkungen treten häufig auf?

Häufig sind Kopfschmerzen oder Müdigkeit, Schwindel, Ohnmacht oder niedriger Blutdruck, trockener Reizhusten, Magen- oder Darmschmerzen, Durchfall, Verdauungsstörungen, Hautausschlag, Brustschmerzen, Muskelkrämpfe oder erhöhte Kaliumwerte im Blut.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Welche schweren Nebenwirkungen erfordern sofortiges Handeln?

Sofort ärztliche Hilfe ist nötig bei Schwellungen von Gesicht, Lippen oder Rachen, bei schweren Hautreaktionen mit Blasen oder Hautablösung sowie bei Anzeichen von Herzproblemen, Lungenerkrankungen, Blut- oder Knochenmarkerkrankungen, Bauchspeicheldrüsenentzündung oder Lebererkrankungen.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Welche Vorsicht ist vor einer Operation oder beim Zahnarzt nötig?

Wenn Sie für eine Operation oder beim Zahnarzt ein Betäubungsmittel bekommen sollen, kann es erforderlich sein, die Behandlung mit Ramipril einen Tag vorher abzubrechen. Fragen Sie dazu Ihren Arzt um Rat.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Darf Ramipril in der Schwangerschaft eingenommen werden?

Ramipril wird in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft nicht empfohlen. Nach dem dritten Monat kann es zu schweren Schädigungen des ungeborenen Kindes führen.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Quellen & Referenzen

Stand der Fachinformation: 17. April 2026

Über diesen Artikel

Verfasst von

Redaktionsteam

Medizinredaktion nebenwirkungen-info.de

Dieser Artikel wurde auf Basis der offiziellen Fachinformation erstellt und redaktionell auf Richtigkeit geprüft. Mehr zu unserem Redaktionsprozess.