Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel basiert auf der offiziellen Fachinformation und wurde redaktionell geprüft. Er ersetzt nicht die individuelle Beratung durch Arzt oder Apotheker.
Levothyroxin
Nebenwirkungen
Levothyroxin ist ein bewährtes Arzneimittel zur Behandlung von Schilddrüsenerkrankungen. Es ersetzt das natürliche Schilddrüsenhormon, das dem Körper fehlen kann, insbesondere bei einer Unterfunktion. Bekannt ist der Wirkstoff aus Medikamenten wie Euthyrox 100 Mikrogramm Tabletten der Merck Healthcare Germany GmbH. Wer Levothyroxin einnimmt, sollte auch die möglichen Nebenwirkungen von Levothyroxin kennen.
Mögliche Nebenwirkungen
Was bedeuten die Häufigkeiten?
Sehr häufig
- Schwierigkeiten beim Einschlafen
- Kopfschmerzen
- Herzklopfen
Häufig
- Nervosität
- Schneller Herzschlag
Selten
- Erhöhter Druck im Kopf, besonders bei Kindern
Häufigkeit nicht abschätzbar
Nach der Markteinführung gemeldet — die genaue Häufigkeit lässt sich nicht berechnen.
- Allergische Reaktionen wie Atemnot oder Gesichtsschwellung
- Innere Unruhe
- Zittern
- Unregelmäßiger Herzschlag
- Brustschmerzen mit Engegefühl
- Hitzewallungen oder Hitzeunverträglichkeit
- Kreislaufzusammenbruch bei frühgeborenen Babys mit niedrigem Gewicht
- Durchfall
- Erbrechen
- Übelkeit
- Hautausschlag oder Nesselsucht
- Übermäßiges Schwitzen
- Muskelschwäche oder Muskelkrämpfe
- Knochenschwund bei langen Behandlungen mit hohen Dosen
- Probleme mit der Regelblutung
- Fieber
- Gewichtsverlust
Was ist Levothyroxin?
Levothyroxin ist ein künstliches Schilddrüsenhormon und wird eingesetzt, um einen Mangel an diesem Hormon im Körper auszugleichen. Sie erhalten es meist bei einer Schilddrüsenunterfunktion oder zur Unterstützung nach einer Schilddrüsenoperation. Das Mittel hilft auch, die Schilddrüse zu entlasten oder Kropfbildung vorzubeugen. Bei bestimmten Schilddrüsenerkrankungen wird Levothyroxin ebenfalls als Teil der Behandlung verwendet.
Was sollten Sie vor der Einnahme beachten?
Achten Sie darauf, Levothyroxin nicht einzunehmen, wenn Sie allergisch darauf reagieren oder bestimmte Erkrankungen wie eine unbehandelte Schilddrüsenüberfunktion oder akute Herzprobleme haben. Informieren Sie Ihren Arzt über alle anderen Medikamente, die Sie einnehmen, da Wechselwirkungen möglich sind. Nehmen Sie Levothyroxin nicht ein, um abzunehmen – dies kann schwerwiegende Folgen haben. Frauen in der Schwangerschaft und Stillzeit sollten die Therapie mit dem Arzt genau abstimmen.
Wie ist Levothyroxin einzunehmen?
Nehmen Sie Levothyroxin wie vom Arzt verordnet, meist einmal täglich morgens auf nüchternen Magen, mindestens eine halbe Stunde vor dem Frühstück, ein. Die Dosis richtet sich individuell nach Ihren Bedürfnissen; Ihr Arzt wird diese regelmäßig kontrollieren und anpassen. Bei Kindern kann die Tablette in etwas Wasser aufgelöst werden. Für eine erfolgreiche Behandlung ist eine regelmäßige Einnahme wichtig – holen Sie vergessene Dosen nicht nach.
Wie ist Levothyroxin aufzubewahren?
Bewahren Sie Levothyroxin für Kinder unzugänglich auf und nicht über 25 °C. Verwenden Sie es nicht mehr nach Ablauf des Verfallsdatums. Entsorgen Sie nicht benötigte Tabletten fachgerecht – fragen Sie dazu in Ihrer Apotheke nach, um die Umwelt zu schützen.
Quellen & Referenzen
- Offizielle Fachinformation: patienteninfo-service.de
- Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte: bfarm.de
- Europäische Arzneimittel-Agentur: ema.europa.eu
Stand der Fachinformation: 29. Juli 2025
Über diesen Artikel
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