Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel basiert auf der offiziellen Fachinformation und wurde redaktionell geprüft. Er ersetzt nicht die individuelle Beratung durch Arzt oder Apotheker.
L-Thyroxin
Nebenwirkungen
L-Thyroxin enthält das Schilddrüsenhormon Levothyroxin. Es wird angewendet, um fehlendes Schilddrüsenhormon zu ersetzen und/oder die Schilddrüse zu entlasten. Das Arzneimittel wird bei Schilddrüsenunterfunktion eingesetzt, zur Verhütung erneuter Kropfbildung nach einer Kropfoperation bei normaler Schilddrüsenfunktion, zur Behandlung eines gutartigen Kropfes bei normaler Schilddrüsenfunktion, bei bösartigem Tumor der Schilddrüse vor allem nach einer Operation sowie zur Untersuchung der Schilddrüsenfunktion. Außerdem kann es als Begleittherapie bei einer mit Thyreostatika behandelten Schilddrüsenüberfunktion nach Erreichen der normalen Stoffwechsellage angewendet werden.
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Wirkstoff: Levothyroxin
Wirkstoff
L-Thyroxin enthält den Wirkstoff oben. Für allgemeine Hinweise besuchen Sie die jeweilige Wirkstoff-Seite.
Mögliche Nebenwirkungen
Was bedeuten die Häufigkeiten?
Sehr haeufig
- Schlaflosigkeit
- Kopfschmerzen
- Herzklopfen
Haeufig
- Nervosität
- Herzrasen
Selten
- erhöhter Hirndruck, besonders bei Kindern
Häufigkeit nicht abschätzbar
Nach der Markteinführung gemeldet — die genaue Häufigkeit lässt sich nicht berechnen.
- Überempfindlichkeit
- innere Unruhe
- Zittern
- Herzrhythmusstörungen
- Schmerzen oder Engegefühl in der Brust
- Hitzegefühl
- Hitzeunverträglichkeit
- Kreislaufkollaps bei Frühgeborenen mit niedrigem Geburtsgewicht
- Durchfall
- Erbrechen
- Übelkeit
- allergische Hautreaktionen wie Ausschlag oder Nesselsucht
- Angioödem mit Atembeschwerden oder Anschwellen von Gesicht, Lippen, Hals oder Zunge
- übermäßiges Schwitzen
- Muskelschwäche
- Muskelkrämpfe
- Knochenschwund bei hohen Dosen und längerer Behandlung
- Störungen der Regelblutung
- Fieber
- Gewichtsabnahme
Wichtige Wechselwirkungen
L-Thyroxin kann andere Arzneimittel beeinflussen und selbst in seiner Wirkung beeinflusst werden. Es kann die Wirkung von blutzuckersenkenden Arzneimitteln abschwächen, deshalb soll der Blutzucker besonders zu Beginn und am Ende der Behandlung kontrolliert werden. Die Wirkung von blutgerinnungshemmenden Arzneimitteln kann verstärkt werden, daher sind Kontrollen der Blutgerinnung wichtig. Manche Arzneimittel können die Aufnahme oder Wirkung von L-Thyroxin vermindern, zum Beispiel bestimmte Mittel gegen hohe Blutfette, bestimmte Mittel gegen zu viel Kalium oder Phosphat im Blut, Colesevelam, aluminiumhaltige magensäurebindende Mittel, eisenhaltige Arzneimittel, Calciumcarbonat und Protonenpumpenhemmer. Auch weitere Arzneimittel können die Wirkung beeinflussen, zum Beispiel bestimmte Mittel gegen Schilddrüsenüberfunktion, Kortison, Betablocker, Amiodaron, iodhaltige Kontrastmittel, Tyrosinkinase-Inhibitoren, östrogenhaltige Hormonpräparate, Sertralin, Chloroquin/Proguanil, Barbiturate, Rifampicin, Carbamazepin, Phenytoin, Johanniskraut, Protease-Inhibitoren, Semaglutid und Orlistat. Ihr Arzt kann deshalb Kontrollen der Schilddrüsenwerte durchführen und die Behandlung bei Bedarf anpassen.
Wann sollten Sie zum Arzt?
Suchen Sie sofort ärztliche Hilfe, wenn Anzeichen einer schweren allergischen Reaktion auftreten. Dazu gehören zum Beispiel Atembeschwerden, Kurzatmigkeit oder ein Anschwellen von Gesicht, Lippen, Hals oder Zunge. Informieren Sie auch Ihren Arzt, wenn Nebenwirkungen auftreten, damit geprüft werden kann, ob die Behandlung angepasst werden muss.
Steckbrief: L-Thyroxin
- Wirkstoffgruppe
- Schilddrüsenhormon
- Anwendungsgebiet
- Ersatz von fehlendem Schilddrüsenhormon und/oder Entlastung der Schilddrüse; bei Schilddrüsenunterfunktion, zur Verhütung erneuter Kropfbildung nach Kropfoperation bei normaler Schilddrüsenfunktion, zur Behandlung eines gutartigen Kropfes bei normaler Schilddrüsenfunktion, als Begleittherapie einer behandelten Schilddrüsenüberfunktion nach Erreichen der normalen Stoffwechsellage, bei bösartigem Tumor der Schilddrüse vor allem nach Operation sowie zur Untersuchung der Schilddrüsenfunktion.
- Darreichungsform
- Rezeptpflicht
- Unbekannt
- Haeufigste Nebenwirkung
- Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen und Herzklopfen
- PZN
- 06488787
Häufige Fragen
Wofür wird L-Thyroxin angewendet?
L-Thyroxin wird angewendet, um fehlendes Schilddrüsenhormon zu ersetzen und/oder die Schilddrüse zu entlasten. Es wird bei jeder Form einer Schilddrüsenunterfunktion eingesetzt. Außerdem wird es zur Verhütung erneuter Kropfbildung nach einer Kropfoperation bei normaler Schilddrüsenfunktion, zur Behandlung eines gutartigen Kropfes bei normaler Schilddrüsenfunktion, bei bösartigem Tumor der Schilddrüse vor allem nach einer Operation und zur Untersuchung der Schilddrüsenfunktion angewendet. Zusätzlich kann es als Begleittherapie bei einer mit Thyreostatika behandelten Schilddrüsenüberfunktion nach Erreichen der normalen Stoffwechsellage eingesetzt werden.
Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)
Was ist in L-Thyroxin enthalten?
L-Thyroxin enthält als Wirkstoff Levothyroxin. Dieses Schilddrüsenhormon hat die gleiche Wirkung wie das natürlicherweise gebildete Hormon.
Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)
Welche Nebenwirkungen kommen bei L-Thyroxin sehr häufig vor?
Sehr häufig wurden Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen und Herzklopfen beschrieben.
Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)
Wann sollte ich bei Nebenwirkungen mit L-Thyroxin sofort ärztliche Hilfe suchen?
Sofort ärztliche Hilfe ist nötig, wenn eine schwere allergische Reaktion auftritt. Mögliche Anzeichen sind Ausschlag, Juckreiz, Atembeschwerden, Kurzatmigkeit oder ein Anschwellen von Gesicht, Lippen, Hals oder Zunge.
Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)
Andere Präparate mit Levothyroxin
Quellen & Referenzen
- Offizielle Fachinformation zu L-Thyroxin: patienteninfo-service.de
- Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte: bfarm.de
Stand der Fachinformation: 18. April 2026
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