Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel basiert auf der offiziellen Fachinformation und wurde redaktionell geprüft. Er ersetzt nicht die individuelle Beratung durch Arzt oder Apotheker.
Voltaren
Nebenwirkungen
Voltaren enthält den Wirkstoff Diclofenac. Es ist ein schmerzstillendes und entzündungshemmendes Arzneimittel aus der Gruppe der NSAR. Laut Gebrauchsinformation wird Voltaren zur symptomatischen Behandlung von Schmerzen und Entzündungen eingesetzt, zum Beispiel bei akuten oder chronischen Gelenkentzündungen, Morbus Bechterew und anderen entzündlich-rheumatischen Erkrankungen der Wirbelsäule. Genannt werden außerdem Reizzustände bei Gelenk- und Wirbelsäulenverschleiß, entzündliche weichteilrheumatische Erkrankungen sowie schmerzhafte Schwellungen oder Entzündungen nach Verletzungen oder Operationen.
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Wirkstoff: Diclofenac
Wirkstoff
Voltaren enthält die Wirkstoffe oben. Für allgemeine Hinweise besuchen Sie die jeweilige Wirkstoff-Seite.
Mögliche Nebenwirkungen
Was bedeuten die Häufigkeiten?
Sehr haeufig
- Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen und Durchfall
- geringfügige Blutverluste im Magen-Darm-Bereich, die in Ausnahmefällen eine Blutarmut verursachen können
Haeufig
- Kopfschmerzen
- Schwindel
- Benommenheit
- Erregung
- Reizbarkeit
- Müdigkeit
- Verdauungsstörungen
- Blähungen
- Bauchschmerzen
- Bauchkrämpfe
- Appetitlosigkeit
- Magen-Darm-Geschwüre, unter Umständen mit Blutung oder Durchbruch
- lokale Reizerscheinungen
- blutige Schleimabsonderungen
- schmerzhafter Stuhlgang
- entzündliche Hautveränderungen
- Überempfindlichkeitsreaktionen wie Hautausschlag oder Juckreiz
- erhöhte Leberwerte im Blut
Gelegentlich
- Herzinfarkt
- Herzmuskelschwäche
- Herzklopfen
- Brustschmerzen
- blutiges Erbrechen
- Blut im Stuhl
- blutiger Durchfall
- schwarzer Stuhl
- Wassereinlagerungen, besonders bei Menschen mit Bluthochdruck oder eingeschränkter Nierenfunktion
- Haarausfall
- Nesselsucht
- Leberschäden
- akute Leberentzündung mit oder ohne Gelbsucht
Selten
- Entzündung des Enddarms
- Entzündung der Magenschleimhaut
- Überempfindlichkeitsreaktionen, auch mit niedrigem Blutdruck oder Schock
- Asthma, auch mit Atemnot
Sehr selten
- Wassereinlagerungen
- Störungen der Blutbildung
- Blutarmut durch verstärkten Abbau roter Blutkörperchen
- Blutarmut durch Störung der Blutbildung
- Gefühlsstörungen
- Störungen des Geschmackssinns
- Gedächtnisstörungen
- Desorientierung
- Krämpfe
- Zittern
- Schlaganfall
- Sehstörungen wie verschwommenes oder doppeltes Sehen
- Ohrgeräusche
- vorübergehende Hörstörungen
- Entzündung der Mundschleimhaut, auch mit Geschwüren
- Zungenentzündung
- Schädigung der Speiseröhre
- Verstopfung
- Beschwerden im Unterbauch
- Dickdarmentzündung
- blutende Dickdarmentzündung
- Verschlechterung von Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa
- Entzündung der Bauchspeicheldrüse
- Hämorrhoiden
- membranartige Darmverengungen
- Nierenschädigungen
- akute Nierenfunktionsstörung bis hin zum Nierenversagen
- Eiweiß im Urin
- Blut im Urin
- nephrotisches Syndrom mit Wassereinlagerungen und starker Eiweißausscheidung im Urin
- Hautausschlag mit Rötung
- Lichtüberempfindlichkeit der Haut
- kleinfleckige Hautblutungen
- schwere Hautreaktionen mit Blasenbildung
- starke entzündliche Hautreaktion mit Rötung, Schuppung, Schwellung, Juckreiz, Spannungsgefühl und Frösteln
- starke entzündliche Hautrötung
- Verschlechterung infektionsbedingter Entzündungen
- nicht durch Infektion verursachte Hirnhautentzündung mit starken Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Fieber, Nackensteifigkeit oder Bewusstseinstrübung
- Bluthochdruck
- Entzündung der Blutgefäße
- schwere allgemeine Überempfindlichkeitsreaktionen
- Schwellungen von Gesicht, Zunge oder Kehlkopf mit Einengung der Atemwege
- Luftnot
- Herzjagen
- Blutdruckabfall bis zum Schock
- allergisch bedingte Entzündung der Blutgefäße
- allergisch bedingte Entzündung der Lunge
- Leberversagen
- schwere Lebererkrankung mit Zerfall von Leberzellen
- psychotische Reaktionen
- Depression
- Angstgefühle
- Albträume
- Schlaflosigkeit
- interstitielle Lungenentzündung
Häufigkeit nicht abschätzbar
Nach der Markteinführung gemeldet — die genaue Häufigkeit lässt sich nicht berechnen.
- leichte Bauchkrämpfe und Druckschmerz im Bauch kurz nach Behandlungsbeginn, gefolgt von rektalen Blutungen oder blutigem Durchfall
Wichtige Wechselwirkungen
Laut Gebrauchsinformation sind bei bestimmungsgemäßer äußerlicher Anwendung von Voltaren Schmerzgel bisher keine Wechselwirkungen bekannt geworden. Wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen oder anwenden, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker trotzdem informieren. Das gilt auch, wenn Sie vor Kurzem andere Arzneimittel verwendet haben oder dies beabsichtigen.
Wann sollten Sie zum Arzt?
Suchen Sie sofort ärztliche Hilfe, wenn Sie Brustschmerzen bemerken. Gehen Sie auch umgehend zum Arzt bei schwarzem Stuhl, Blut im Stuhl, blutigem Erbrechen oder starken Schmerzen im Oberbauch. Ebenfalls sofort abklären lassen sollten Sie Anzeichen einer schweren allergischen Reaktion wie Schwellungen im Gesicht, an der Zunge oder im Hals, Luftnot, Herzrasen oder Kreislaufprobleme. Wenn Fieber, Halsschmerzen, Wunden im Mund, starke Abgeschlagenheit, Nasenbluten oder Hautblutungen auftreten, sollten Sie Voltaren absetzen und sofort ärztlichen Rat einholen.
Steckbrief: Voltaren
- Wirkstoffgruppe
- Nicht steroidale Entzündungshemmer/Antirheumatika (NSAR)
- Anwendungsgebiet
- Symptomatische Behandlung von Schmerzen und Entzündungen bei akuten und chronischen Gelenkentzündungen, einschließlich Gichtanfall und rheumatoider Arthritis, bei Morbus Bechterew und anderen entzündlich-rheumatischen Wirbelsäulenerkrankungen, bei Reizzuständen durch Gelenk- und Wirbelsäulenverschleiß, bei entzündlichen weichteilrheumatischen Erkrankungen sowie bei schmerzhaften Schwellungen oder Entzündungen nach Verletzungen oder Operationen. Bei Kindern und Jugendlichen wird außerdem eine symptomatische Kurzzeitbehandlung bei Schmerzen im Zusammenhang mit entzündlichen Infektionen des Ohrs, der Nase oder des Halses sowie bei akuten Schmerzen nach kleineren Operationen genannt. In einer weiteren in der Quelle genannten Anwendung werden auch schmerzhafte Regelblutung, Schmerzen bei akuter und subakuter Eileiterentzündung sowie Tumorschmerzen, besonders bei Skelettbefall oder entzündlichem tumorumgebenden Ödem, aufgeführt.
- Darreichungsform
- Rezeptpflicht
- Unbekannt
- Haeufigste Nebenwirkung
- Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen und Durchfall
- PZN
- 01892408
- Dosierungen
- 25 mg, 100 mg, 50 mg
Häufige Fragen
Wofür wird Voltaren angewendet?
Voltaren wird zur symptomatischen Behandlung von Schmerzen und Entzündungen angewendet. In der Gebrauchsinformation werden unter anderem akute und chronische Gelenkentzündungen, Gichtanfall, rheumatoide Arthritis, Morbus Bechterew und andere entzündlich-rheumatische Erkrankungen der Wirbelsäule genannt. Außerdem wird es bei Reizzuständen durch Gelenk- und Wirbelsäulenverschleiß, bei entzündlichen weichteilrheumatischen Erkrankungen sowie bei schmerzhaften Schwellungen oder Entzündungen nach Verletzungen oder Operationen eingesetzt.
Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)
Bei welchen Beschwerden kann Voltaren bei Kindern und Jugendlichen eingesetzt werden?
Für Kinder und Jugendliche nennt die Gebrauchsinformation eine symptomatische Kurzzeitbehandlung bei Schmerzen im Zusammenhang mit entzündlichen Infektionen des Ohrs, der Nase oder des Halses, zum Beispiel bei Mandelentzündung oder Ohrentzündung. Außerdem werden akute Schmerzen nach kleineren Operationen genannt. Fieber ohne Entzündung ist laut Quelle kein Anwendungsgebiet.
Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)
Welche Nebenwirkungen treten bei Voltaren besonders oft auf?
Am häufigsten werden Beschwerden im Magen-Darm-Bereich beschrieben. Dazu gehören vor allem Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Häufig sind außerdem Verdauungsstörungen, Blähungen, Bauchschmerzen und Bauchkrämpfe.
Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)
Quellen & Referenzen
- Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte: bfarm.de
Stand der Fachinformation: 18. April 2026
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