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Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel basiert auf der offiziellen Fachinformation und wurde redaktionell geprüft. Er ersetzt nicht die individuelle Beratung durch Arzt oder Apotheker.

Diclofenac
Nebenwirkungen

Aktualisiert: 17. April 2026

Diclofenac zählt zu den bekanntesten Wirkstoffen gegen Schmerzen und Entzündungen. Er wird vielfach bei Gelenkbeschwerden, Sportverletzungen oder chronischen Entzündungen eingesetzt. Diclofenac ist unter verschiedenen Handelsnamen wie Arthrex Schmerzgel oder Diclac Schmerzgel 1% in Apotheken erhältlich. Da die Nebenwirkungen von Diclofenac je nach Dosierung und Patient unterschiedlich stark auftreten können, ist ein bewusster Umgang wichtig.

Wirkstoffgruppe: Schmerzmittel (NSAID)
Anwendung: Äußerliche unterstützende symptomatische Behandlung von Schmerzen bei akuten Zerrungen, Verstauchungen oder Prellungen infolge stumpfer Traumen, zum Beispiel Sportverletzungen; bei Jugendlichen ab 14 Jahren zur Kurzzeitbehandlung lokaler Schmerzen bei akuten Prellungen, Zerrungen oder Verstauchungen infolge eines stumpfen Traumas
Darreichung: Gel
Rezept: Nein
Lesezeit: 3 Min.

Mögliche Nebenwirkungen

Was bedeuten die Häufigkeiten?
Sehr häufig≥ 1 von 10
Häufig1 bis 10 von 100
Gelegentlich1 bis 10 von 1.000
Selten1 bis 10 von 10.000
Sehr selten< 1 von 10.000
UnbekanntPost-Marketing-Meldungen

Sehr häufig

  • Übelkeit, Erbrechen und Durchfall
  • Leichte Magen-Darm-Blutungen (können selten eine Blutarmut auslösen)

Häufig

  • Verdauungsbeschwerden
  • Blähungen
  • Bauchschmerzen oder Krämpfe
  • Appetitlosigkeit
  • Magengeschwüre (teils mit Blutungen oder Durchbruch)
  • Erhöhte Leberwerte im Blut
  • Hautausschlag, Juckreiz
  • Schwindel
  • Kopfschmerzen, Müdigkeit
  • Reizbarkeit, innere Unruhe
  • Lokale Reizungen bei Zäpfchen, schmerzhafter Stuhlgang

Gelegentlich

  • Blut im Stuhl, blutiger Durchfall, Teerstuhl oder Erbrechen von Blut
  • Haarausfall
  • Nesselsucht (juckende Quaddeln)
  • Leberschäden, Entzündung der Leber (manchmal mit Gelbsucht)
  • Wassereinlagerungen im Körper, besonders bei Bluthochdruck oder Nierenschwäche

Selten

  • Asthmaanfälle (Atemnot)
  • Niedriger Blutdruck, allergischer Schock
  • Entzündung des Enddarms oder der Magenschleimhaut
  • Atembeschwerden

Sehr selten

  • Schwere Magen-Beschwerden: Durchbruch, starke Blutungen
  • Schwere allergische Reaktionen (Schwellung von Gesicht, Zunge, Hals; Atemnot, Schock)
  • Störungen der Blutbildung (Blutarmut, Infektanfälligkeit, erhöhte Blutungsneigung)
  • Leberversagen
  • Schwere Hautreaktionen mit Blasenbildung oder Rötung
  • Nierenversagen
  • Herzinfarkt oder Herzschwäche
  • Psychische Beschwerden wie Schlafstörungen, Depressionen, Albträume

Häufigkeit nicht abschätzbar

Nach der Markteinführung gemeldet — die genaue Häufigkeit lässt sich nicht berechnen.

  • Starke Bauchschmerzen kurzfristig nach Einnahme, gefolgt von blutigem Durchfall oder rektalen Blutungen
  • Verschlimmerung von Infektionen

Was ist Diclofenac?

Diclofenac wird als schmerz- und entzündungshemmendes Medikament angewendet. Es hilft bei akuten und chronischen Gelenkentzündungen, rheumatischen Beschwerden oder nach Verletzungen und Operationen. Kinder erhalten es nur zur Kurzzeittherapie bestimmter schmerzhafter Entzündungen. Lassen Sie sich vor der Anwendung immer ärztlich beraten, vor allem bei Vorerkrankungen oder Unsicherheiten.

Was sollten Sie vor der Einnahme beachten?

Wenden Sie Diclofenac nicht an, wenn Sie allergisch gegen Schmerzmittel sind, Magen- oder Darmgeschwüre haben oder schwere Herz-, Leber- oder Nierenleiden bestehen. Informieren Sie Ihren Arzt über Vorerkrankungen, ungewohnte Beschwerden oder eine geplante Schwangerschaft. Nehmen Sie Diclofenac möglichst immer in der niedrigsten wirksamen Dosierung und nur so lange wie unbedingt nötig. Achten Sie auf Warnzeichen wie starke Bauchschmerzen, Blut im Stuhl oder Hautausschlag und kontaktieren Sie sofort einen Arzt.

Wie ist Diclofenac einzunehmen?

Halten Sie sich an die Anweisungen Ihres Arztes oder an die Packungsbeilage. Die Dosierung richtet sich nach Alter, Erkrankung und Schwere der Symptome. Nehmen Sie Diclofenac rektal (als Zäpfchen) möglichst nach dem Stuhlgang tief in den After ein. Überschreiten Sie nicht eigenmächtig die empfohlene Dosis. Bei Überdosierung, starken Nebenwirkungen oder Unsicherheiten wenden Sie sich umgehend an Ihren Arzt.

Wie ist Diclofenac aufzubewahren?

Lagern Sie Diclofenac außerhalb der Reichweite von Kindern und nicht über 25 °C. Bewahren Sie es in der Originalverpackung auf, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen. Verwenden Sie das Medikament nicht mehr nach Ablauf des aufgedruckten Verfalldatums. Entsorgen Sie Arzneimittelreste nicht im Hausmüll oder Abwasser, sondern fragen Sie Ihre Apotheke nach umweltgerechter Entsorgung.

Wichtige Wechselwirkungen

Bei bestimmungsgemäßer, äußerlicher Anwendung sind bisher keine Wechselwirkungen bekannt geworden. Wenn Sie Diclofenac großflächig auf die Haut auftragen und über längere Zeit anwenden, sind systemische Nebenwirkungen nicht auszuschließen. In der Fachinformation werden dabei Nebenwirkungen genannt, wie sie unter Umständen auch nach systemischer Anwendung Diclofenac-haltiger Arzneimittel auftreten können. Wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, sollen Sie Ihren Arzt oder Apotheker informieren.

Wann sollten Sie zum Arzt?

Suchen Sie möglichst umgehend einen Arzt auf, wenn nach der Anwendung eine Hautentzündung mit Blasenbildung auftritt. Auch bei pfeifendem Atem, Kurzatmigkeit oder Engegefühl in der Brust sowie bei Schwellung von Gesicht, Lippen, Zunge oder Rachen sollten Sie sofort ärztliche Hilfe holen. Wenn sich Ihre Beschwerden nach 3 bis 5 Tagen nicht verbessert haben oder sich verschlimmern, sollten Sie ebenfalls einen Arzt aufsuchen. Bei andauernden Gelenkbeschwerden oder heftigen Rückenschmerzen, die in die Beine ausstrahlen und/oder mit Taubheitsgefühl oder Kribbeln verbunden sind, ist ärztliche Abklärung nötig. Wenn ein Hautausschlag auftritt, beenden Sie die Behandlung und informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Steckbrief: Diclofenac

Wirkstoffgruppe
Nicht-steroidale Antiphlogistika/Analgetika
Anwendungsgebiet
Äußerliche unterstützende symptomatische Behandlung von Schmerzen bei akuten Zerrungen, Verstauchungen oder Prellungen infolge stumpfer Traumen, zum Beispiel Sportverletzungen; bei Jugendlichen ab 14 Jahren zur Kurzzeitbehandlung lokaler Schmerzen bei akuten Prellungen, Zerrungen oder Verstauchungen infolge eines stumpfen Traumas
Darreichungsform
Gel
Rezeptpflicht
Nein
Häufigste Nebenwirkung
Hautausschlag, Ekzem, Hautrötung, Dermatitis einschließlich Kontaktdermatitis, Juckreiz

Häufige Fragen

Wofür wird Diclofenac als Gel angewendet?

Diclofenac wird äußerlich zur unterstützenden symptomatischen Behandlung von Schmerzen bei akuten Zerrungen, Verstauchungen oder Prellungen infolge stumpfer Traumen angewendet, zum Beispiel bei Sportverletzungen. Bei Jugendlichen ab 14 Jahren ist es zur Kurzzeitbehandlung lokaler Schmerzen bei akuten Prellungen, Zerrungen oder Verstauchungen vorgesehen.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Wer darf Diclofenac nicht anwenden?

Diclofenac darf nicht angewendet werden, wenn Sie gegen Diclofenac oder einen sonstigen Bestandteil allergisch sind. Es darf auch nicht angewendet werden, wenn Sie nach Acetylsalicylsäure oder einem anderen nicht-steroidalen entzündungshemmenden Arzneimittel Atemprobleme, Nesselsucht, laufende Nase oder Schwellungen von Gesicht oder Zunge hatten. Außerdem nicht auf offenen Verletzungen, Entzündungen oder Infektionen der Haut, auf Ekzemen oder Schleimhäuten sowie in den letzten 3 Monaten der Schwangerschaft und bei Kindern und Jugendlichen unter 14 Jahren.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Welche Nebenwirkungen kommen am häufigsten vor?

Häufig genannt werden Hautausschlag, Ekzem, Hautrötung, Dermatitis einschließlich Kontaktdermatitis und Juckreiz. Gelegentlich können Schuppenbildung, Austrocknen der Haut und Schwellung auftreten.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Welche Nebenwirkungen sind ein Warnsignal?

Selten kann es zu einer Hautentzündung mit Blasenbildung kommen. Sehr selten sind pfeifender Atem, Kurzatmigkeit oder Engegefühl in der Brust sowie Schwellung von Gesicht, Lippen, Zunge oder Rachen beschrieben. In diesen Fällen sollen Sie Diclofenac nicht weiter anwenden und möglichst umgehend einen Arzt aufsuchen.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Darf Diclofenac auf offene Wunden oder Schleimhäute?

Nein. Diclofenac darf nur auf intakte, nicht erkrankte Haut aufgetragen werden und nicht auf offene Wunden. Augen und Schleimhäute dürfen nicht mit dem Arzneimittel in Berührung kommen.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Was soll ich tun, wenn sich die Beschwerden nicht bessern?

Wenn sich die Beschwerden nach 3 bis 5 Tagen nicht verbessert haben oder sich verschlimmern, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Diclofenac soll nicht ohne ärztlichen Rat längere Zeit oder in höheren Dosen als angegeben angewendet werden.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Kann ich Diclofenac zusammen mit anderen Arzneimitteln anwenden?

Bei bestimmungsgemäßer äußerlicher Anwendung sind bisher keine Wechselwirkungen bekannt geworden. Trotzdem sollen Sie Ihren Arzt oder Apotheker informieren, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden oder kürzlich angewendet haben.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Quellen & Referenzen

Stand der Fachinformation: 17. April 2026

Über diesen Artikel

Verfasst von

Redaktionsteam

Medizinredaktion nebenwirkungen-info.de

Dieser Artikel wurde auf Basis der offiziellen Fachinformation erstellt und redaktionell auf Richtigkeit geprüft. Mehr zu unserem Redaktionsprozess.