Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel basiert auf der offiziellen Fachinformation und wurde redaktionell geprüft. Er ersetzt nicht die individuelle Beratung durch Arzt oder Apotheker.
TOPAMAX
Nebenwirkungen
TOPAMAX enthält den Wirkstoff Topiramat. Es gehört zur Arzneimittelgruppe der Antiepileptika. TOPAMAX wird zur alleinigen Behandlung der Epilepsie bei Erwachsenen und Kindern über 6 Jahren angewendet. Außerdem wird es zusammen mit anderen Arzneimitteln zur Behandlung der Epilepsie bei Erwachsenen und Kindern ab 2 Jahren eingesetzt und kann bei Erwachsenen Migränekopfschmerzen vorbeugen.
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Wirkstoff: Topiramat
Wirkstoff
TOPAMAX enthält den Wirkstoff oben. Für allgemeine Hinweise besuchen Sie die jeweilige Wirkstoff-Seite.
Mögliche Nebenwirkungen
Was bedeuten die Häufigkeiten?
Sehr haeufig
- Depression, neu aufgetreten oder verschlechtert
- Verstopfte oder laufende Nase, Halsschmerzen
- Kribbeln, Schmerzen oder Taubheitsgefühl in verschiedenen Körperteilen
- Schläfrigkeit oder Müdigkeit
- Schwindel
- Übelkeit oder Durchfall
- Gewichtsverlust
Haeufig
- Krampfanfälle
- Angst, Gereiztheit, Stimmungsschwankungen, Verwirrtheit oder Orientierungslosigkeit
- Konzentrationsprobleme, langsames Denken oder Gedächtnisprobleme
- Nierensteine sowie häufiges oder schmerzhaftes Wasserlassen
- Blutarmut
- Allergische Reaktionen wie Hautausschlag, Rötung, Juckreiz, Gesichtsschwellung oder Nesselsucht
- Appetitverlust oder verminderter Appetit
- Aggressives Verhalten, Unruhe, Wut oder ungewöhnliches Verhalten
- Schlafprobleme
- Sprechstörungen oder undeutliche Sprache
- Ungeschicklichkeit, Koordinationsprobleme oder Unsicherheit beim Gehen
- Verminderte Fähigkeit, Alltagsaufgaben auszuführen
- Verminderter, verlorener oder fehlender Geschmackssinn
- Unwillkürliches Zittern oder Zucken, schnelle unkontrollierte Augenbewegungen
- Sehstörungen wie Doppelbilder, verschwommenes Sehen, vermindertes Sehvermögen oder Probleme beim Scharfsehen
- Drehschwindel, Ohrgeräusche oder Ohrenschmerzen
- Kurzatmigkeit
- Husten
- Nasenbluten
- Fieber, Unwohlsein oder Schwäche
- Erbrechen, Verstopfung, Bauchschmerzen, Verdauungsstörungen oder Magen-Darm-Infektion
- Mundtrockenheit
- Haarausfall
- Juckreiz
- Gelenkschmerzen oder Gelenkschwellungen, Muskelkrämpfe, Muskelzittern, Muskelschmerzen oder Muskelschwäche, Brustschmerzen
- Gewichtszunahme
Gelegentlich
- Übersäuerung des Blutes mit möglicher Kurzatmigkeit, Appetitverlust, Übelkeit, Erbrechen, starker Müdigkeit oder schnellem beziehungsweise unregelmäßigem Herzschlag
- Vermindertes oder fehlendes Schwitzen
- Gedanken an schwere Selbstverletzung oder Versuch einer schweren Selbstverletzung
- Ausfall eines Teils des Gesichtsfeldes
- Abnahme von Blutplättchen, weißen Blutkörperchen oder Kalium im Blut
- Anstieg von Leberwerten oder bestimmter weißer Blutkörperchen im Blut
- Geschwollene Lymphknoten am Hals, in den Achseln oder in der Leistengegend
- Erhöhter Appetit
- Gehobene Stimmung
- Hören, Sehen oder Fühlen von Dingen, die nicht da sind, schwere psychische Störung
- Gefühllosigkeit, ungewöhnliches Misstrauen oder Panikattacken
- Probleme beim Lesen, Sprachstörung oder Probleme mit der Handschrift
- Unruhe oder Hyperaktivität
- Verlangsamtes Denken oder verminderte Wachsamkeit und Aufmerksamkeit
- Verlangsamte oder verringerte Körperbewegungen, unwillkürliche auffällige oder wiederholte Muskelbewegungen
- Ohnmacht
- Veränderter oder gestörter Tastsinn
- Beeinträchtigter, verfälschter oder fehlender Geruchssinn
- Ungewöhnliche Empfindungen, die einer Migräne oder bestimmten Anfällen vorausgehen können
- Trockene Augen, Lichtempfindlichkeit der Augen, Zucken der Augenlider oder tränende Augen
- Verringertes Hören oder Hörverlust auf einem Ohr
- Verlangsamter oder unregelmäßiger Herzschlag, Herzklopfen
- Niedriger Blutdruck oder Blutdruckabfall beim Aufstehen
- Gesichtsrötung oder Wärmegefühl
- Entzündung der Bauchspeicheldrüse
- Vermehrte Blähungen, Sodbrennen, Völlegefühl oder Blähbauch
- Zahnfleischbluten, vermehrter Speichel, Sabbern oder Mundgeruch
- Starker Durst oder übermäßiges Trinken
- Hautverfärbung
- Muskelsteifheit oder Schmerzen in der Seite
- Blut im Urin, Harninkontinenz, starker Harndrang oder Schmerzen in der Flanke oder an den Nieren
- Schwierigkeiten, eine Erektion zu bekommen oder zu halten, sexuelle Störungen
- Grippeähnliche Beschwerden
- Kalte Finger und Zehen
- Gefühl wie betrunken
- Lernschwierigkeiten
Selten
- Glaukom mit erhöhtem Druck im Auge, Augenschmerzen oder verminderter Sehfähigkeit
- Denkstörungen, Gedächtnis- oder Aufmerksamkeitsprobleme, Müdigkeit und Energielosigkeit als mögliche Anzeichen eines hohen Ammoniakspiegels im Blut
- Schwere Hautreaktionen mit Hautausschlag, mit oder ohne Blasen, Reizungen oder Schwellungen an Mund, Rachen, Nase, Augen oder im Genitalbereich, möglicherweise mit Ablösung von Hautschichten
- Ungewöhnlich stark gehobene Stimmung
- Bewusstseinsverlust
- Blindheit auf einem Auge, vorübergehende Blindheit oder Nachtblindheit
- Sehschwäche
- Schwellungen im oder um das Auge
- Taubheit, Kribbeln und Farbveränderungen in Fingern und Zehen bei Kälte
- Leberentzündung oder Leberversagen
- Ungewöhnlicher Körpergeruch
- Beschwerden in Armen und Beinen
- Nierenerkrankung
Häufigkeit nicht abschätzbar
Nach der Markteinführung gemeldet — die genaue Häufigkeit lässt sich nicht berechnen.
- Augenentzündung mit Augenrötung, Schmerzen, Lichtempfindlichkeit, verstärktem Tränenfluss, Punktesehen oder verschwommenem Sehen
- Erkrankung der Makula, also des Bereichs des schärfsten Sehens im Auge
Wichtige Wechselwirkungen
TOPAMAX kann andere Arzneimittel beeinflussen und selbst von ihnen beeinflusst werden. Dadurch muss manchmal die Behandlung angepasst werden. Besonders wichtig ist das bei Arzneimitteln, die Denken, Konzentration oder Muskelkoordination beeinträchtigen, zum Beispiel beruhigenden Mitteln oder Mitteln zur Muskelentspannung. Hormonelle Verhütungsmittel können durch TOPAMAX in ihrer Wirkung abgeschwächt werden, deshalb soll zusätzlich eine Barrieremethode wie Kondom oder Diaphragma verwendet werden. Auch bei anderen Antiepileptika sowie unter anderem bei Risperidon, Lithium, Hydrochlorothiazid, Metformin, Pioglitazon, Glibenclamid, Amitriptylin, Propranolol, Diltiazem, Venlafaxin, Flunarizin, Johanniskraut und Warfarin sollten Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker sprechen. Wenn sich Ihre Monatsblutung verändert, informieren Sie bitte Ihren Arzt.
Wann sollten Sie zum Arzt?
Suchen Sie sofort ärztliche Hilfe, wenn Sie neu auftretende oder schlimmer werdende Depressionen, Gedanken an schwere Selbstverletzung oder einen entsprechenden Versuch bemerken. Gehen Sie auch umgehend zum Arzt bei starken Sehproblemen, Augenschmerzen, Anzeichen eines erhöhten Augeninnendrucks, schweren Hautreaktionen mit Ausschlag oder Blasenbildung oder bei Anzeichen einer Augenentzündung. Ebenfalls rasch ärztlich abklären lassen sollten Sie Symptome wie starke Denk- oder Gedächtnisprobleme, verminderte Aufmerksamkeit, ausgeprägte Müdigkeit und Energielosigkeit, da dies auf einen hohen Ammoniakspiegel im Blut hinweisen kann. Bei Nierensteinen, häufigem oder schmerzhaftem Wasserlassen oder wenn Sie deutlich an Gewicht verlieren, sollten Sie ebenfalls Ihren Arzt informieren.
Steckbrief: TOPAMAX
- Wirkstoffgruppe
- Antiepileptika
- Anwendungsgebiet
- Zur alleinigen Behandlung der Epilepsie bei Erwachsenen und Kindern über 6 Jahren, zusammen mit anderen Arzneimitteln zur Behandlung der Epilepsie bei Erwachsenen und Kindern ab 2 Jahren sowie zur Vorbeugung von Migränekopfschmerzen bei Erwachsenen.
- Darreichungsform
- Rezeptpflicht
- Unbekannt
- Haeufigste Nebenwirkung
- Depression, neu aufgetreten oder verschlechtert
- PZN
- 00026695
- Dosierungen
- 100 mg, 200 mg, 25 mg, 50 mg
Häufige Fragen
Wofür wird TOPAMAX angewendet?
TOPAMAX wird zur alleinigen Behandlung der Epilepsie bei Erwachsenen und Kindern über 6 Jahren angewendet. Es kann außerdem zusammen mit anderen Arzneimitteln zur Behandlung der Epilepsie bei Erwachsenen und Kindern ab 2 Jahren eingesetzt werden. Bei Erwachsenen wird es auch angewendet, um Migränekopfschmerzen vorzubeugen.
Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)
Ist TOPAMAX nur für Erwachsene geeignet?
Nein. TOPAMAX wird je nach Anwendungsgebiet auch bei Kindern eingesetzt. Zur alleinigen Behandlung der Epilepsie ist es für Kinder über 6 Jahren vorgesehen, zusammen mit anderen Arzneimitteln zur Behandlung der Epilepsie für Kinder ab 2 Jahren. Zur Vorbeugung von Migränekopfschmerzen ist in der Quelle nur die Anwendung bei Erwachsenen genannt.
Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)
Zu welcher Arzneimittelgruppe gehört TOPAMAX?
TOPAMAX gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die Antiepileptika genannt werden.
Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)
Andere Präparate mit Topiramat
Quellen & Referenzen
- Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte: bfarm.de
Stand der Fachinformation: 18. April 2026
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