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Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel basiert auf der offiziellen Fachinformation und wurde redaktionell geprüft. Er ersetzt nicht die individuelle Beratung durch Arzt oder Apotheker.

Mirtazapin
Nebenwirkungen

Aktualisiert: 18. April 2026

Mirtazapin gehört zur Gruppe der Antidepressiva. Es wird bei Erwachsenen zur Behandlung von depressiven Erkrankungen eingesetzt. Die Wirkung setzt meist nicht sofort ein: In der Regel dauert es 1 bis 2 Wochen, bis Mirtazapin zu wirken beginnt, und nach 2 bis 4 Wochen kann eine Besserung spürbar sein. Wenn Sie sich nach 2 bis 4 Wochen nicht besser oder schlechter fühlen, sollten Sie Ihren Arzt ansprechen.

Wirkstoff: Mirtazapin
Hersteller: 1A Pharma GmbH
Form: Filmtabletten
Lesezeit: 3 Min.

Wirkstoff

Mirtazapin enthält den Wirkstoff oben. Für allgemeine Hinweise besuchen Sie die jeweilige Wirkstoff-Seite.

Mögliche Nebenwirkungen

Was bedeuten die Häufigkeiten?
Sehr häufig≥ 1 von 10
Häufig1 bis 10 von 100
Gelegentlich1 bis 10 von 1.000
Selten1 bis 10 von 10.000
Sehr selten< 1 von 10.000
UnbekanntPost-Marketing-Meldungen

Sehr haeufig

  • mehr Appetit und Gewichtszunahme
  • Schläfrigkeit oder Müdigkeit
  • Kopfschmerzen
  • trockener Mund

Haeufig

  • Teilnahmslosigkeit
  • Schwindel
  • Zittern oder Wackeligkeit
  • Übelkeit
  • Durchfall
  • Erbrechen
  • Verstopfung
  • Hautausschlag
  • Gelenk- oder Muskelschmerzen
  • Rückenschmerzen
  • Schwindel oder Ohnmacht beim plötzlichen Aufstehen
  • Schwellungen, meist an Knöcheln oder Füßen
  • Müdigkeit
  • lebhafte Träume
  • Verwirrtheit
  • Angst
  • Schlafstörungen
  • Gedächtnisprobleme, die meist nach Ende der Behandlung wieder abklangen

Gelegentlich

  • freudige Erregung oder Hochstimmung
  • Missempfindungen der Haut wie Brennen, Stechen, Kitzeln oder Kribbeln
  • unruhige Beine
  • Ohnmacht
  • Taubheitsgefühl im Mund
  • niedriger Blutdruck
  • Albträume
  • Ruhelosigkeit
  • Halluzinationen
  • starker Bewegungsdrang

Selten

  • Gelbfärbung von Haut oder Augen als mögliches Zeichen einer Leberstörung
  • Muskelzuckungen oder Muskelkontraktionen
  • Aggression
  • Bauchschmerzen und Übelkeit als mögliche Anzeichen einer Entzündung der Bauchspeicheldrüse

Häufigkeit nicht abschätzbar

Nach der Markteinführung gemeldet — die genaue Häufigkeit lässt sich nicht berechnen.

  • Anzeichen einer Infektion wie plötzliches hohes Fieber, Halsschmerzen und Geschwüre im Mund
  • Krampfanfälle
  • Kombination von Beschwerden wie unerklärliches Fieber, Schwitzen, schneller Herzschlag, Durchfall, Muskelzuckungen, Schüttelfrost, starke Reflexe, Ruhelosigkeit, Stimmungsschwankungen, Bewusstlosigkeit und vermehrter Speichelfluss
  • suizidale Gedanken oder suizidales Verhalten
  • schwere Hautreaktionen mit Flecken, Blasen, Abschälen der Haut oder Geschwüren an Mund, Rachen, Nase, Genitalien oder Augen
  • großflächiger Ausschlag mit hoher Körpertemperatur und vergrößerten Lymphknoten
  • ungewöhnliche Empfindungen im Mund
  • Schwellung im Mund
  • Schwellungen am ganzen Körper
  • örtlich begrenzte Schwellungen
  • zu niedriger Natriumspiegel im Blut
  • Störung der Hormonregulation des Wasserhaushalts
  • schwere Hautreaktionen
  • Schlafwandeln
  • Sprachstörung
  • erhöhte Kreatinkinase-Werte im Blut
  • Schwierigkeiten beim Wasserlassen
  • Muskelschmerzen, Steifheit oder Schwäche zusammen mit dunklem oder verfärbtem Urin
  • erhöhte Prolaktinwerte im Blut, auch mit Brustvergrößerung oder milchigem Ausfluss aus den Brustwarzen

Wichtige Wechselwirkungen

Mirtazapin darf nicht zusammen mit sogenannten MAO-Hemmern eingenommen werden, auch nicht in den ersten zwei Wochen nach deren Absetzen. Vorsicht ist außerdem bei der Kombination mit anderen Arzneimitteln geboten, zum Beispiel mit bestimmten Mitteln gegen Depressionen, Migräne, Schmerzen, Infektionen oder mit Johanniskraut. Manche Arzneimittel können die Menge von Mirtazapin im Blut erhöhen oder verringern, sodass der Arzt die Behandlung anpassen muss. Zusammen mit bestimmten beruhigenden Arzneimitteln kann Mirtazapin die Schläfrigkeit verstärken. Auch Mittel zur Verhinderung von Blutgerinnseln und Arzneimittel, die den Herzrhythmus beeinflussen können, sollten nur nach Rücksprache mit dem Arzt zusammen mit Mirtazapin angewendet werden.

Wann sollten Sie zum Arzt?

Suchen Sie umgehend einen Arzt auf, wenn bei Ihnen suizidale Gedanken oder suizidales Verhalten auftreten. Holen Sie sofort ärztliche Hilfe, wenn Sie Anzeichen einer Infektion bemerken, zum Beispiel plötzlich hohes Fieber, Halsschmerzen oder Geschwüre im Mund. Wenden Sie sich sofort an einen Arzt bei Krampfanfällen, Gelbfärbung von Haut oder Augen oder bei Anzeichen eines Serotonin-Syndroms wie Fieber, Schwitzen, schnellem Herzschlag, Durchfall, Muskelzuckungen, Schüttelfrost, Ruhelosigkeit oder Bewusstlosigkeit. Gehen Sie auch sofort zum Arzt bei schweren Hautreaktionen mit Flecken, Blasen, Abschälen der Haut oder Geschwüren.

Steckbrief: Mirtazapin

Wirkstoffgruppe
Antidepressiva
Anwendungsgebiet
Behandlung von depressiven Erkrankungen bei Erwachsenen.
Darreichungsform
Rezeptpflicht
Unbekannt
Haeufigste Nebenwirkung
mehr Appetit und Gewichtszunahme
PZN
00250027
Dosierungen
15mg, 30mg, 45mg

Häufige Fragen

Wofür wird Mirtazapin angewendet?

Mirtazapin wird bei Erwachsenen zur Behandlung von depressiven Erkrankungen eingesetzt.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Ist Mirtazapin ein Antidepressivum?

Ja. Mirtazapin gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die als Antidepressiva bezeichnet werden.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Wann kann ich mit einer Wirkung von Mirtazapin rechnen?

Es dauert in der Regel 1 bis 2 Wochen, bis die Wirkung von Mirtazapin einsetzt. Nach 2 bis 4 Wochen können Sie dann eine Besserung spüren.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Was soll ich tun, wenn es mir mit Mirtazapin nicht besser geht?

Wenn Sie sich nach 2 bis 4 Wochen nicht besser oder wenn Sie sich schlechter fühlen, sollten Sie sich an Ihren Arzt wenden.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Kann Mirtazapin zusammen mit anderen Arzneimitteln problematisch sein?

Ja. Mirtazapin darf nicht zusammen mit MAO-Hemmern eingenommen werden. Auch bei verschiedenen anderen Arzneimitteln ist Vorsicht nötig, weil sie die Wirkung oder die Menge von Mirtazapin im Blut beeinflussen oder bestimmte Risiken erhöhen können.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Andere Präparate mit Mirtazapin

Quellen & Referenzen

Stand der Fachinformation: 18. April 2026

Hinweis: Diese Seite wird redaktionell von nebenwirkungen-info.de gepflegt. Sie steht in keinerlei Verbindung zu 1A Pharma GmbH. Der Markenname wird ausschließlich zu Informationszwecken genannt.