Zum Inhalt springen

Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel basiert auf der offiziellen Fachinformation und wurde redaktionell geprüft. Er ersetzt nicht die individuelle Beratung durch Arzt oder Apotheker.

Methylprednisolon JENAPHARM
Nebenwirkungen

Aktualisiert: 18. April 2026

Methylprednisolon JENAPHARM enthält den Wirkstoff Methylprednisolon. Es wird bei Erkrankungen angewendet, bei denen eine Behandlung des ganzen Körpers mit Glukokortikoiden notwendig ist. Dazu gehören je nach Art und Schwere zum Beispiel bestimmte rheumatische Erkrankungen, Asthma, akute Verschlechterungen bei COPD, besondere Lungenerkrankungen, schwere Formen von Heuschnupfen und allergischem Schnupfen, bestimmte schwere Haut- und Schleimhauterkrankungen, bestimmte Blutkrankheiten, Erbrechen im Zusammenhang mit Chemotherapie, Colitis ulcerosa, Morbus Crohn sowie eine verminderte oder fehlende Funktion der Nebennierenrinde. Außerdem kann Methylprednisolon JENAPHARM nach Transplantationen zur Unterdrückung der körpereigenen Abwehr und als ergänzende Maßnahme bei bestimmten Krebsbehandlungen eingesetzt werden.

Wirkstoff: Methylprednisolon
Hersteller: mibe GmbH Arzneimittel
Lesezeit: 2 Min.

Wirkstoff

Methylprednisolon JENAPHARM enthält den Wirkstoff oben. Für allgemeine Hinweise besuchen Sie die jeweilige Wirkstoff-Seite.

Mögliche Nebenwirkungen

Was bedeuten die Häufigkeiten?
Sehr häufig≥ 1 von 10
Häufig1 bis 10 von 100
Gelegentlich1 bis 10 von 1.000
Selten1 bis 10 von 10.000
Sehr selten< 1 von 10.000
UnbekanntPost-Marketing-Meldungen

Häufigkeit nicht abschätzbar

Nach der Markteinführung gemeldet — die genaue Häufigkeit lässt sich nicht berechnen.

  • Veränderungen im Blutbild
  • geschwächtes Immunsystem mit höherem Risiko für Infektionen, verdeckte Anzeichen einer Infektion, allergische Reaktionen
  • Cushing-Syndrom mit typischen Veränderungen wie rundem Gesicht, Fettansammlung am Rumpf und Gesichtsrötung
  • verminderte Funktion der Nebennierenrinde
  • Wachstumshemmung bei Kindern
  • Störungen der Sexualhormone, zum Beispiel Ausbleiben der Monatsblutung, vermehrte Behaarung oder Impotenz
  • Tumorlyse-Syndrom bei Patienten mit bösartigen Erkrankungen des Blutsystems
  • Fettablagerungen in verschiedenen Körperbereichen
  • erhöhte Blutzuckerwerte, Zuckerkrankheit, erhöhte Blutfettwerte
  • Wassereinlagerungen und Kaliummangel
  • verstärkter Eiweißabbau
  • schwere Depressionen, Gereiztheit, Persönlichkeitsveränderungen, Euphorie, Stimmungsschwankungen, gesteigerter Antrieb oder Appetit, Psychosen, Schlafstörungen
  • erhöhter Hirndruck, Krampfanfälle, Schwindel, Kopfschmerzen
  • erhöhter Augeninnendruck, Linsentrübung, Netzhaut- und Aderhauterkrankung des Auges, verschwommenes Sehen
  • Verschlechterung von Hornhautgeschwüren und begünstigte Entzündungen am Auge
  • Verschlechterung einer Herzschwäche im Lungenkreislauf
  • erhöhter Blutdruck, verstärkte Blutgerinnung, erhöhtes Risiko für Thrombosen und Gefäßverkalkung, Gefäßentzündung
  • Magen-Darm-Geschwüre mit Gefahr eines Durchbruchs, Magen-Darm-Blutungen, Bauchspeicheldrüsenentzündung, Oberbauchbeschwerden
  • Gasansammlung in der Darmwand
  • erhöhte Leberwerte
  • Dehnungsstreifen, dünner werdende Haut, sichtbare Gefäßerweiterungen, erhöhte Neigung zu Blutergüssen oder Hautblutungen
  • vermehrte Körperbehaarung, Akne, verzögerte Wundheilung, entzündliche Hautveränderungen im Gesicht, Veränderungen der Hautfarbe, Hautausschlag
  • Muskelschwäche, Muskelschwund, Verschlechterung einer Myasthenia gravis, akute Muskelerkrankung
  • Knochenschwund, Knochenbrüche, andere Formen des Knochenabbaus, Sehnenriss
  • Muskel- und Gelenkschmerzen bei zu schneller Verringerung der Dosis nach längerer Behandlung
  • sklerodermiebedingte renale Krise mit erhöhtem Blutdruck und verringerter Harnbildung
  • Gewichtszunahme
  • nach plötzlichem Absetzen nach Langzeitanwendung: Fieber, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Schwäche, Unruhe, Teilnahmslosigkeit, Unwohlsein, Gelenkschmerzen, Hautschuppung, niedriger Blutdruck und Gewichtsverlust
  • Phäochromozytom-Krise mit zum Beispiel stark erhöhtem Blutdruck, Kopfschmerzen, Schwitzen, Herzklopfen und Blässe der Haut

Wann sollten Sie zum Arzt?

Suchen Sie sofort ärztliche Hilfe, wenn starke oder anhaltende Bauchbeschwerden auftreten. Wenden Sie sich außerdem umgehend an einen Arzt bei Symptomen eines Tumorlyse-Syndroms, zum Beispiel Muskelkrämpfen, Muskelschwäche, Verwirrtheit, Sehstörungen, Atemnot, Krampfanfällen, unregelmäßigem Herzschlag oder deutlich verringerter beziehungsweise dunkler Harnmenge. Auch bei stark erhöhtem Blutdruck mit Kopfschmerzen, Schwitzen, Herzklopfen und Blässe der Haut sollte sofort ärztlich abgeklärt werden. Informieren Sie Ihren Arzt ebenfalls sofort bei psychischen Veränderungen, auffälligen Blutzuckerschwankungen oder Schmerzen im Rücken-, Schulter- oder Hüftbereich.

Steckbrief: Methylprednisolon JENAPHARM

Wirkstoffgruppe
Glukokortikoid
Anwendungsgebiet
Methylprednisolon JENAPHARM wird bei Erkrankungen angewendet, die eine systemische Behandlung mit Glukokortikoiden notwendig machen. Dazu gehören je nach Erscheinungsform und Schweregrad zum Beispiel bestimmte rheumatische Erkrankungen, Bronchial- und Lungenkrankheiten, Erkrankungen der oberen Luftwege, Hautkrankheiten, Blutkrankheiten und Tumorerkrankungen, Magen-Darm-Erkrankungen sowie die Hormonersatzbehandlung bei verminderter oder fehlender Nebennierenrinden-Funktion. Außerdem kann es nach Transplantation zur Unterdrückung der körpereigenen Abwehr und als ergänzende Maßnahme bei bestimmten Krebsbehandlungen angewendet werden.
Darreichungsform
Rezeptpflicht
Unbekannt
Haeufigste Nebenwirkung
PZN
04881641
Dosierungen
32 mg, 4 mg, 8 mg, 16 mg

Häufige Fragen

Wofür wird Methylprednisolon JENAPHARM angewendet?

Methylprednisolon JENAPHARM wird bei Erkrankungen angewendet, die eine systemische Behandlung mit Glukokortikoiden notwendig machen. Dazu gehören je nach Erscheinungsform und Schweregrad zum Beispiel bestimmte rheumatische Erkrankungen, Bronchial- und Lungenkrankheiten, Erkrankungen der oberen Luftwege, Hautkrankheiten, Blutkrankheiten und Tumorerkrankungen, Magen-Darm-Erkrankungen sowie die Hormonersatzbehandlung bei verminderter oder fehlender Nebennierenrinden-Funktion. Außerdem kann Methylprednisolon JENAPHARM nach Transplantation zur Unterdrückung der körpereigenen Abwehr und als ergänzende Maßnahme bei einer Zytostatika- oder Strahlentherapie angewendet werden.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Was ist der Wirkstoff in Methylprednisolon JENAPHARM?

Der Wirkstoff ist Methylprednisolon. Laut Gebrauchsinformation ist das ein abgewandeltes Nebennierenrindenhormon aus der Gruppe der Glukokortikoide.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Kann Methylprednisolon JENAPHARM bei Asthma oder COPD eingesetzt werden?

Ja. In der Gebrauchsinformation werden Asthma bronchiale und die akute Verschlechterung einer chronisch bestehenden, einengenden Atemwegserkrankung (COPD) als Anwendungsgebiete genannt.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Kann Methylprednisolon JENAPHARM bei Darmerkrankungen eingesetzt werden?

Ja. In der Gebrauchsinformation werden Colitis ulcerosa und Morbus Crohn als Anwendungsgebiete genannt.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Kann Methylprednisolon JENAPHARM nach einer Transplantation angewendet werden?

Ja. Laut Gebrauchsinformation kann Methylprednisolon JENAPHARM zur Unterdrückung der körpereigenen Abwehr nach Transplantation im Rahmen üblicher Kombinationstherapien angewendet werden.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Andere Präparate mit Methylprednisolon

Quellen & Referenzen

Stand der Fachinformation: 18. April 2026

Hinweis: Diese Seite wird redaktionell von nebenwirkungen-info.de gepflegt. Sie steht in keinerlei Verbindung zu mibe GmbH Arzneimittel. Der Markenname wird ausschließlich zu Informationszwecken genannt.