Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel basiert auf der offiziellen Fachinformation und wurde redaktionell geprüft. Er ersetzt nicht die individuelle Beratung durch Arzt oder Apotheker.
LAMOTRIGIN Aurobindo
Nebenwirkungen
LAMOTRIGIN Aurobindo ist ein Arzneimittel aus der Gruppe der Antiepileptika. Es wird bei Epilepsie und bei bipolarer Störung angewendet. Bei Epilepsie kann es bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern je nach Alter allein oder zusammen mit anderen Arzneimitteln eingesetzt werden. Außerdem kann es zusammen mit anderen Arzneimitteln bei Anfällen im Rahmen des Lennox-Gastaut-Syndroms angewendet werden. Bei Erwachsenen kann LAMOTRIGIN Aurobindo auch dazu verwendet werden, bei bipolarer Störung depressive Phasen zu verhindern.
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Wirkstoff: Lamotrigin
Wirkstoff
LAMOTRIGIN Aurobindo enthält den Wirkstoff oben. Für allgemeine Hinweise besuchen Sie die jeweilige Wirkstoff-Seite.
Mögliche Nebenwirkungen
Was bedeuten die Häufigkeiten?
Sehr haeufig
- Kopfschmerzen
- Hautausschlag
Haeufig
- Aggressives Verhalten oder Reizbarkeit
- Schläfrigkeit oder Benommenheit
- Schwindel
- Zittern
- Schlafstörungen
- Ruhelosigkeit
- Durchfall
- Trockener Mund
- Übelkeit oder Erbrechen
- Müdigkeit
- Schmerzen im Rücken, in den Gelenken oder an anderen Stellen
Gelegentlich
- Ungeschickte Bewegungen oder Probleme mit der Koordination
- Doppeltsehen oder verschwommenes Sehen
- Haarausfall oder dünner werdendes Haar
- Hautausschlag oder Sonnenbrand nach Sonne oder künstlichem UV-Licht
Selten
- Hautreaktion mit roten Flecken oder zielscheibenartigen Hautveränderungen
- Schwere lebensbedrohliche Hautreaktion
- Beschwerden einer Hirnhautentzündung wie Fieber, Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit und starke Lichtempfindlichkeit
- Schnelle, unkontrollierbare Augenbewegungen
- Juckende, entzündete Augen mit Schleim und verkrusteten Lidern
Sehr selten
- Schwere lebensbedrohliche Hautreaktion mit Ablösung der Haut
- Schwere Überempfindlichkeitsreaktion mit Hautausschlag und Beteiligung anderer Organe
- Fieber
- Schwellungen im Gesicht oder geschwollene Drüsen
- Veränderungen der Leberfunktion oder Leberversagen
- Schwere Störung der Blutgerinnung mit unerwarteten Blutungen oder blauen Flecken
- Hämophagozytische Lymphohistiozytose (HLH)
- Veränderungen des Blutbildes
- Halluzinationen
- Verwirrtheit
- Unsicherer oder wackliger Gang
- Unkontrollierbare Bewegungen, Muskelkrämpfe, Zucken, Schütteln oder Steifigkeit
- Mehr Anfälle bei Menschen mit Epilepsie
- Verschlechterung einer bestehenden Parkinson-Krankheit
- Lupus-ähnliche Reaktionen mit zum Beispiel Rücken- oder Gelenkschmerzen, teils zusammen mit Fieber oder allgemeinem Krankheitsgefühl
Wichtige Wechselwirkungen
LAMOTRIGIN Aurobindo kann mit anderen Arzneimitteln wechselwirken. Besonders wichtig ist das bei Mitteln gegen Epilepsie oder psychische Erkrankungen, aber auch bei bestimmten Antibiotika, HIV-Arzneimitteln, Paracetamol und hormonellen Verhütungsmitteln. Solche Kombinationen können die Wirkung von LAMOTRIGIN Aurobindo verändern oder Nebenwirkungen wahrscheinlicher machen. Hormonelle Verhütungsmittel wie die „Pille“ können die Wirkung von LAMOTRIGIN Aurobindo beeinflussen, und umgekehrt kann LAMOTRIGIN Aurobindo auch die Wirkung solcher Verhütungsmittel beeinflussen. Wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, neu beginnen oder absetzen, sollten Sie Ihren Arzt informieren.
Wann sollten Sie zum Arzt?
Suchen Sie sofort ärztliche Hilfe, wenn Sie Hautausschlag oder Rötungen, Geschwüre im Mund-, Rachen-, Nasen- oder Genitalbereich, rote oder geschwollene Augen, Fieber, grippeähnliche Beschwerden, Benommenheit, Schwellungen im Gesicht, geschwollene Drüsen, unerwartete Blutungen oder blaue Flecken, Halsentzündung oder ungewöhnlich häufige Infektionen bemerken. Gehen Sie außerdem so schnell wie möglich zum Arzt, wenn Sie Gedanken haben, sich selbst zu schädigen oder sich das Leben zu nehmen, wenn sich Ihre Anfälle verschlimmern oder häufiger werden oder wenn ein schwerer Anfall auftritt. Kontaktieren Sie ebenfalls sofort einen Arzt oder Apotheker, wenn Fieber, Hautausschlag oder neurologische Beschwerden wie Zittern, Verwirrtheit oder Störungen der Gehirnfunktion auftreten.
Steckbrief: LAMOTRIGIN Aurobindo
- Wirkstoffgruppe
- Antiepileptika
- Anwendungsgebiet
- Epilepsie und bipolare Störung. Bei Erwachsenen kann LAMOTRIGIN Aurobindo zur Vorbeugung depressiver Phasen bei bipolarer Störung angewendet werden.
- Darreichungsform
- Rezeptpflicht
- Unbekannt
- Haeufigste Nebenwirkung
- Kopfschmerzen oder Hautausschlag
- PZN
- 07712809
- Dosierungen
- 100 mg, 200 mg, 50 mg, 25 mg
Häufige Fragen
Wofür wird LAMOTRIGIN Aurobindo angewendet?
LAMOTRIGIN Aurobindo wird bei zwei Krankheitsbildern angewendet: Epilepsie und bipolare Störung.
Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)
Kann LAMOTRIGIN Aurobindo bei Epilepsie allein oder zusammen mit anderen Arzneimitteln angewendet werden?
Ja. Bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 13 Jahren kann LAMOTRIGIN Aurobindo zur Behandlung der Epilepsie allein oder zusammen mit anderen Arzneimitteln angewendet werden. Bei Kindern zwischen 2 und 12 Jahren kann es bei den genannten Krankheitsbildern zusammen mit anderen Arzneimitteln angewendet werden. Bei typischen Absencen kann es allein angewendet werden.
Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)
Wird LAMOTRIGIN Aurobindo auch beim Lennox-Gastaut-Syndrom eingesetzt?
Ja. LAMOTRIGIN Aurobindo kann zusammen mit anderen Arzneimitteln zur Behandlung von Anfällen angewendet werden, die beim Lennox-Gastaut-Syndrom auftreten.
Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)
Wie wird LAMOTRIGIN Aurobindo bei bipolarer Störung angewendet?
Bei Erwachsenen ab 18 Jahren kann LAMOTRIGIN Aurobindo allein oder gemeinsam mit anderen Arzneimitteln angewendet werden, um depressive Phasen bei bipolarer Störung zu verhindern.
Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)
Wie wirkt LAMOTRIGIN Aurobindo bei Epilepsie?
Bei der Behandlung der Epilepsie wirkt LAMOTRIGIN Aurobindo durch Hemmung der Signale im Gehirn, die epileptische Anfälle auslösen.
Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)
Andere Präparate mit Lamotrigin
Quellen & Referenzen
- Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte: bfarm.de
Stand der Fachinformation: 18. April 2026
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