Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel basiert auf der offiziellen Fachinformation und wurde redaktionell geprüft. Er ersetzt nicht die individuelle Beratung durch Arzt oder Apotheker.
Aprovel
Nebenwirkungen
Aprovel enthält den Wirkstoff Irbesartan. Es wird bei erwachsenen Patienten angewandt, um einen hohen Blutdruck (essenzielle Hypertonie) zu behandeln. Außerdem wird Aprovel zum Schutz der Niere bei Patienten mit hohem Blutdruck und Diabetes mellitus Typ 2 angewandt, bei denen im Labor eine eingeschränkte Nierenfunktion nachgewiesen wurde. Aprovel gehört zu den Angiotensin-II-Rezeptorantagonisten.
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Wirkstoff: Irbesartan
Wirkstoff
Aprovel enthält den Wirkstoff oben. Für allgemeine Hinweise besuchen Sie die jeweilige Wirkstoff-Seite.
Mögliche Nebenwirkungen
Was bedeuten die Häufigkeiten?
Sehr haeufig
- Erhöhte Kaliumwerte im Blut bei Patienten mit hohem Blutdruck, Typ-2-Diabetes und Nierenerkrankung
Haeufig
- Schwindel
- Übelkeit oder Erbrechen
- Erschöpfung
- Erhöhte Kreatinkinase-Werte im Blut
- Schwindel beim Aufstehen aus dem Liegen oder Sitzen bei Patienten mit hohem Blutdruck, Typ-2-Diabetes und Nierenerkrankung
- Niedriger Blutdruck beim Aufstehen aus dem Liegen oder Sitzen bei Patienten mit hohem Blutdruck, Typ-2-Diabetes und Nierenerkrankung
- Gelenk- oder Muskelschmerzen bei Patienten mit hohem Blutdruck, Typ-2-Diabetes und Nierenerkrankung
- Erniedrigte Hämoglobinwerte bei Patienten mit hohem Blutdruck, Typ-2-Diabetes und Nierenerkrankung
Gelegentlich
- Erhöhter Herzschlag
- Hitzegefühl
- Husten
- Durchfall
- Verdauungsstörungen oder Sodbrennen
- Probleme mit der sexuellen Leistungsfähigkeit
- Brustschmerzen
- Gelbsucht (Gelbfärbung der Haut oder der weißen Augenhaut)
Selten
- Schwellung im Darm mit Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall
Häufigkeit nicht abschätzbar
Nach der Markteinführung gemeldet — die genaue Häufigkeit lässt sich nicht berechnen.
- Drehschwindel
- Kopfschmerzen
- Geschmacksstörungen
- Ohrenklingen
- Muskelkrämpfe
- Schmerzen in Gelenken und Muskeln
- Verminderte Anzahl roter Blutkörperchen (Anämie)
- Verminderte Anzahl an Blutplättchen
- Gestörte Leberfunktion
- Erhöhte Kaliumwerte im Blut
- Beeinträchtigte Nierenfunktion
- Entzündung kleiner Blutgefäße der Haut
- Schwere allergische Reaktion (anaphylaktischer Schock)
- Niedriger Blutzuckerspiegel
Wichtige Wechselwirkungen
Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen. Besonders wichtig sind ACE-Hemmer oder Aliskiren zur Behandlung von hohem Blutdruck. Blutuntersuchungen können nötig sein, wenn Sie Kaliumpräparate, kaliumhaltige Salzersatzpräparate, kaliumsparende Arzneimittel, lithiumhaltige Arzneimittel oder Repaglinid einnehmen. Bestimmte Schmerzmittel aus der Gruppe der nicht steroidalen entzündungshemmenden Arzneimittel können die blutdrucksenkende Wirkung von Irbesartan abschwächen.
Wann sollten Sie zum Arzt?
Nehmen Sie Aprovel nicht weiter ein und verständigen Sie sofort einen Arzt, wenn Sie Ausschlag, Juckreiz, Schwellungen im Gesicht, an den Lippen oder an der Zunge bemerken oder plötzlich schlecht Luft bekommen. Sprechen Sie auch mit Ihrem Arzt, wenn nach der Einnahme Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall auftreten. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder schwanger werden könnten. Vor einer Operation oder Narkose sollten Sie ebenfalls Ihren Arzt informieren.
Steckbrief: Aprovel
- Wirkstoffgruppe
- Angiotensin-II-Rezeptorantagonisten
- Anwendungsgebiet
- Behandlung von hohem Blutdruck (essenzielle Hypertonie) bei erwachsenen Patienten sowie Schutz der Niere bei Patienten mit hohem Blutdruck und Diabetes mellitus Typ 2, bei denen im Labor eine eingeschränkte Nierenfunktion nachgewiesen wurde.
- Darreichungsform
- Rezeptpflicht
- Unbekannt
- Haeufigste Nebenwirkung
- Erhöhte Kaliumwerte im Blut bei Patienten mit hohem Blutdruck, Typ-2-Diabetes und Nierenerkrankung
- PZN
- 02766249
- Dosierungen
- 150 mg, 300 mg, 75 mg
Häufige Fragen
Wofür wird Aprovel angewendet?
Aprovel wird bei erwachsenen Patienten angewandt, um einen hohen Blutdruck zu behandeln. Außerdem wird es zum Schutz der Niere bei Patienten mit hohem Blutdruck und Diabetes mellitus Typ 2 angewandt, wenn im Labor eine eingeschränkte Nierenfunktion nachgewiesen wurde.
Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)
Kann Aprovel in der Schwangerschaft eingenommen werden?
Die Anwendung in der frühen Schwangerschaft wird nicht empfohlen. Nach dem dritten Schwangerschaftsmonat darf Aprovel nicht mehr eingenommen werden, weil es dem ungeborenen Kind schwere Schäden zufügen kann.
Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)
Was ist bei der Einnahme zusammen mit anderen Arzneimitteln zu beachten?
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker über andere Arzneimittel. Besonders beachtet werden sollen ACE-Hemmer, Aliskiren, Kaliumpräparate, kaliumhaltige Salzersatzpräparate, kaliumsparende Arzneimittel, lithiumhaltige Arzneimittel, Repaglinid und bestimmte Schmerzmittel aus der Gruppe der nicht steroidalen entzündungshemmenden Arzneimittel.
Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)
Dürfen Kinder und Jugendliche Aprovel einnehmen?
Dieses Arzneimittel sollte bei Kindern und Jugendlichen nicht angewendet werden, da Unbedenklichkeit und Wirksamkeit nicht nachgewiesen sind.
Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)
Quellen & Referenzen
- Offizielle Fachinformation zu Aprovel: patienteninfo-service.de
- Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte: bfarm.de
Stand der Fachinformation: 17. April 2026
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