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Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel basiert auf der offiziellen Fachinformation und wurde redaktionell geprüft. Er ersetzt nicht die individuelle Beratung durch Arzt oder Apotheker.

Twynsta
Nebenwirkungen

Aktualisiert: 17. April 2026

Twynsta ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel von Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Co. KG in Tablettenform. Es enthält die Wirkstoffe Telmisartan und Amlodipin und wird bei erwachsenen Patienten zur Behandlung von Bluthochdruck eingesetzt. Das Präparat ist für Menschen gedacht, bei denen Amlodipin allein nicht ausreicht, oder die bereits beide Wirkstoffe als einzelne Tabletten einnehmen und auf eine einzige Tablette umsteigen möchten. Twynsta hilft dabei, die Blutgefäße zu entspannen und so den Blutdruck zu senken.

Wirkstoff: Telmisartan
Hersteller: Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Co. KG
Form: Tabletten
Lesezeit: 3 Min.

Wirkstoff

Twynsta enthält die Wirkstoffe oben. Für allgemeine Hinweise besuchen Sie die jeweilige Wirkstoff-Seite.

Mögliche Nebenwirkungen

Was bedeuten die Häufigkeiten?
Sehr häufig≥ 1 von 10
Häufig1 bis 10 von 100
Gelegentlich1 bis 10 von 1.000
Selten1 bis 10 von 10.000
Sehr selten< 1 von 10.000
UnbekanntPost-Marketing-Meldungen

Haeufig

  • Schwindelgefühl
  • Knöchelschwellung (Ödem)
  • Veränderte Darmentleerungsgewohnheiten
  • Durchfall
  • Verstopfung
  • Doppeltsehen
  • Sehstörungen

Gelegentlich

  • Schläfrigkeit
  • Migräne
  • Kopfschmerzen
  • Kribbeln oder Taubheit in Händen oder Füßen
  • Schwindel (Vertigo)
  • langsamer Herzschlag
  • Herzklopfen
  • niedriger Blutdruck
  • Schwindel beim Aufstehen
  • Erröten
  • Husten
  • Bauchschmerzen
  • Übelkeit
  • Juckreiz
  • Gelenkschmerzen
  • Muskelkrämpfe
  • Muskelschmerzen
  • Erektionsstörungen
  • Schwächegefühl
  • Brustschmerzen
  • Müdigkeit
  • Flüssigkeitseinlagerung im Gewebe
  • erhöhte Leberenzymwerte
  • Harnwegsinfektionen
  • Infektionen der oberen Atemwege
  • Mangel an roten Blutkörperchen
  • erhöhter Kaliumspiegel im Blut
  • Kurzatmigkeit
  • Blähungen
  • vermehrtes Schwitzen
  • Nierenschädigung bis hin zu plötzliches Nierenversagen
  • erhöhter Kreatininspiegel im Blut
  • Stimmungsschwankungen
  • Ohrengeräusche
  • Niesen oder laufende Nase
  • Haarausfall
  • ungewöhnliche Neigung zu Blutergüssen und Blutungen
  • Hautverfärbung
  • Störungen bei der Blasenentleerung
  • erhöhter Harndrang, besonders nachts
  • Vergrößerung der männlichen Brust
  • Schmerzen
  • Gewichtszunahme
  • Gewichtsabnahme

Selten

  • Sepsis (Blutvergiftung)
  • rasches Anschwellen von Haut und Schleimhäuten (Angioödem)
  • Depression
  • Angstzustände
  • Schlaflosigkeit
  • Ohnmacht
  • Schädigung der Nerven in Händen oder Füßen
  • verminderte Berührungsempfindlichkeit
  • Geschmacksstörungen
  • Zittern
  • Erbrechen
  • Zahnfleischschwellung
  • Beschwerden im Bauchbereich
  • Mundtrockenheit
  • Ekzeme
  • Hautrötung
  • Hautausschlag
  • Rückenschmerzen
  • Schmerzen in den Beinen
  • Harndrang während der Nacht
  • Unwohlsein
  • erhöhte Harnsäurewerte im Blut
  • Anstieg bestimmter weißer Blutkörperchen
  • Mangel an Blutplättchen
  • allergische Reaktion
  • niedrige Blutzuckerspiegel
  • Sehstörungen
  • schneller Herzschlag
  • Magenbeschwerden
  • Leberfunktionsstörung
  • Nesselsucht
  • arzneimittelbedingter Hautausschlag
  • Sehnenentzündung
  • grippeähnliche Erkrankung
  • vermindertes Hämoglobin
  • erhöhte Kreatininphosphokinasewerte im Blut
  • niedrige Natriumwerte
  • Verwirrung

Sehr selten

  • Fortschreitende Vernarbung des Lungengewebes
  • Verringerte Anzahl an weißen Blutkörperchen
  • Mangel an Blutplättchen
  • erhöhter Blutzuckerspiegel
  • unkontrollierbare zuckende oder ruckartige Bewegungen
  • Herzinfarkt
  • Herzrhythmusstörungen
  • Entzündung der Blutgefäße
  • Bauchspeicheldrüsenentzündung
  • Magenschleimhautentzündung
  • Leberentzündung
  • Gelbsucht
  • erhöhte Leberenzymwerte bei Gelbsucht
  • schwere Hautreaktionen
  • schwere allergische Reaktionen mit Blasenbildung an Haut und Schleimhäuten
  • erhöhte Sonnenempfindlichkeit der Haut
  • erhöhte Muskelspannung

Häufigkeit nicht abschätzbar

Nach der Markteinführung gemeldet — die genaue Häufigkeit lässt sich nicht berechnen.

  • Schwellung des Darms mit Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall

Wichtige Wechselwirkungen

Twynsta kann mit vielen anderen Arzneimitteln wechselwirken. Besonders wichtig sind Lithium, kaliumhaltige Salzersatzpräparate, kaliumsparende Entwässerungstabletten, ACE-Hemmer, Aliskiren, NSAR wie Ibuprofen, Heparin, Immunsuppressiva wie Ciclosporin oder Tacrolimus, Trimethoprim, bestimmte Antibiotika wie Rifampicin, Erythromycin und Clarithromycin, Johanniskraut, Dantrolen, Mittel gegen HIV oder Pilzinfektionen, Diltiazem, Simvastatin und Digoxin. Auch Kortikosteroide können die blutdrucksenkende Wirkung abschwächen. Sagen Sie Ihrem Arzt oder Apotheker immer, welche Arzneimittel Sie einnehmen, auch wenn es sich um frei verkäufliche Mittel oder pflanzliche Präparate handelt.

Wann sollten Sie zum Arzt?

Suchen Sie sofort ärztliche Hilfe, wenn Sie Zeichen einer schweren allergischen Reaktion bemerken, zum Beispiel rasches Anschwellen von Gesicht, Lippen, Zunge oder Hals, Atemnot oder pfeifende Atmung. Auch bei Verdacht auf eine Sepsis mit hohem Fieber und starkem Krankheitsgefühl sollten Sie unverzüglich zum Arzt. Gleiches gilt bei starken Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall nach der Einnahme, besonders wenn die Beschwerden neu oder heftig sind. Brechen Sie das Arzneimittel nicht eigenmächtig ab, sondern lassen Sie sich ärztlich beraten.

Steckbrief: Twynsta

Wirkstoffgruppe
Kombination aus Angiotensin-II-Rezeptorblocker und Calciumkanalblocker
Anwendungsgebiet
Behandlung von Bluthochdruck bei Erwachsenen
Darreichungsform
Tabletten
Rezeptpflicht
Ja
Haeufigste Nebenwirkung
Schwindelgefühl und Knöchelschwellung
PZN
05547743
Dosierungen
40 mg, 10 mg, 5 mg, 80 mg

Häufige Fragen

Wofür wird Twynsta eingesetzt?

Twynsta wird bei Erwachsenen zur Behandlung von Bluthochdruck angewendet. Es kommt vor allem dann infrage, wenn Amlodipin allein den Blutdruck nicht ausreichend senkt oder wenn beide Wirkstoffe bereits getrennt eingenommen werden und auf eine einzelne Tablette umgestellt werden soll.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Welche Wirkstoffe enthält Twynsta?

Twynsta enthält Telmisartan und Amlodipin. Beide Wirkstoffe wirken zusammen blutdrucksenkend.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

In welcher Darreichungsform ist Twynsta erhältlich?

Twynsta ist als Tablette erhältlich.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Welche Nebenwirkungen treten bei Twynsta am häufigsten auf?

Zu den häufigen Nebenwirkungen gehören Schwindelgefühl und Knöchelschwellung. Außerdem können je nach Häufigkeit unter anderem Kopfschmerzen, Übelkeit, Bauchschmerzen oder Müdigkeit auftreten.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Wann darf Twynsta nicht eingenommen werden?

Twynsta darf unter anderem nicht eingenommen werden bei Allergie gegen Telmisartan oder Amlodipin, bei schwerer Leberfunktionsstörung oder Gallengangsobstruktion, bei schwerer Aortenstenose oder kardiogenem Schock sowie in der Schwangerschaft ab dem vierten Monat. Auch bei bestimmten Kombinationen mit Aliskiren ist es nicht erlaubt.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Welche Arzneimittel können mit Twynsta wechselwirken?

Wichtige Wechselwirkungen sind unter anderem mit Lithium, ACE-Hemmern, Aliskiren, kaliumhaltigen Präparaten, bestimmten Entwässerungstabletten, NSAR, Heparin, Immunsuppressiva, einigen Antibiotika, Johanniskraut, Diltiazem, Simvastatin und Digoxin beschrieben.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Darf Twynsta bei Kindern und Jugendlichen verwendet werden?

Twynsta wird für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren nicht empfohlen.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Was soll ich tun, wenn ich nach der Einnahme Bauchschmerzen oder Durchfall bekomme?

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn nach der Einnahme Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall auftreten. Beenden Sie die Einnahme nicht eigenmächtig.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Quellen & Referenzen

Stand der Fachinformation: 17. April 2026

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