Zum Inhalt springen

Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel basiert auf der offiziellen Fachinformation und wurde redaktionell geprüft. Er ersetzt nicht die individuelle Beratung durch Arzt oder Apotheker.

Trulicity
Nebenwirkungen

Aktualisiert: 17. April 2026

Trulicity von Lilly Deutschland GmbH ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel zur Behandlung des Typ-2-Diabetes. Es wird als Injektionslösung im Fertigpen angewendet und enthält den Wirkstoff Dulaglutid. Trulicity kann bei Erwachsenen und bei Kindern ab 10 Jahren eingesetzt werden, wenn der Blutzucker nicht ausreichend kontrolliert ist. Je nach Situation kann es allein oder zusammen mit anderen Diabetes-Arzneimitteln verwendet werden.

Wirkstoff: Dulaglutid
Hersteller: Lilly Deutschland GmbH
Form: Injektionslösung, Fertigpen
Lesezeit: 2 Min.

Wirkstoff

Trulicity enthält den Wirkstoff oben. Für allgemeine Hinweise besuchen Sie die jeweilige Wirkstoff-Seite.

Mögliche Nebenwirkungen

Was bedeuten die Häufigkeiten?
Sehr häufig≥ 1 von 10
Häufig1 bis 10 von 100
Gelegentlich1 bis 10 von 1.000
Selten1 bis 10 von 10.000
Sehr selten< 1 von 10.000
UnbekanntPost-Marketing-Meldungen

Sehr haeufig

  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Durchfall
  • Bauchschmerzen
  • Unterzuckerung, wenn Trulicity zusammen mit Metformin, einem Sulfonylharnstoff und/oder Insulin angewendet wird

Haeufig

  • Unterzuckerung bei Anwendung allein oder zusammen mit bestimmten anderen Diabetes-Arzneimitteln
  • Weniger Hunger
  • Verdauungsstörungen
  • Verstopfung
  • Blähungen
  • Aufgeblähter Bauch
  • Sodbrennen
  • Rülpsen
  • Müdigkeit
  • Erhöhter Puls
  • Verlangsamung der elektrischen Herzströme

Gelegentlich

  • Reaktionen an der Einstichstelle, zum Beispiel Rötung oder Ausschlag
  • Allergische Reaktionen, zum Beispiel Schwellung oder juckender Hautausschlag
  • Flüssigkeitsmangel, oft zusammen mit Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall
  • Gallensteine
  • Entzündung der Gallenblase

Selten

  • Schwere allergische Reaktionen
  • Entzündung der Bauchspeicheldrüse
  • Verzögerte Magenentleerung

Häufigkeit nicht abschätzbar

Nach der Markteinführung gemeldet — die genaue Häufigkeit lässt sich nicht berechnen.

  • Darmverschluss mit Bauchschmerzen, Blähungen oder Erbrechen

Wichtige Wechselwirkungen

Trulicity kann die Magenentleerung verlangsamen und dadurch die Wirkung anderer Arzneimittel beeinflussen. Besonders wichtig ist das bei Insulin und Sulfonylharnstoffen, weil dann das Risiko für eine Unterzuckerung steigt. Ihr Arzt kann in solchen Fällen die Dosis der anderen Diabetes-Arzneimittel anpassen. Wenn Sie weitere Arzneimittel einnehmen, sollten Sie das vor Beginn der Behandlung ansprechen.

Wann sollten Sie zum Arzt?

Suchen Sie sofort ärztliche Hilfe, wenn Sie Anzeichen einer schweren allergischen Reaktion bemerken, zum Beispiel Atemnot, Schwellungen im Gesicht oder am Hals oder starken Juckreiz mit Ausschlag. Auch starke, anhaltende Bauch- oder Rückenschmerzen können auf eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse hinweisen und müssen sofort abgeklärt werden. Ebenfalls dringend ist Hilfe nötig bei Symptomen eines Darmverschlusses, etwa starken Bauchschmerzen, Blähungen und Erbrechen. Wenn Sie unter starkem Erbrechen oder Durchfall Flüssigkeit verlieren, sollten Sie sich ebenfalls rasch melden.

Steckbrief: Trulicity

Wirkstoffgruppe
Antidiabetikum; GLP-1-Rezeptoragonist
Anwendungsgebiet
Senkung des Blutzuckers bei Typ-2-Diabetes; kann auch dazu beitragen, Herzerkrankungen zu verhindern
Darreichungsform
Injektionslösung im Fertigpen
Rezeptpflicht
Ja
Haeufigste Nebenwirkung
Übelkeit
PZN
10921563
Dosierungen
0,75 mg, 1,5 mg, 3 mg, 4,5 mg

Häufige Fragen

Wofür wird Trulicity angewendet?

Trulicity wird zur Senkung des Blutzuckers bei Erwachsenen und bei Kindern ab 10 Jahren mit Typ-2-Diabetes eingesetzt. Es kann allein verwendet werden, wenn Diät und Bewegung nicht ausreichen und Metformin nicht möglich ist, oder zusammen mit anderen Diabetes-Arzneimitteln. Laut Fachinformation kann es außerdem dazu beitragen, Herzerkrankungen zu verhindern.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

In welcher Darreichungsform gibt es Trulicity?

Trulicity ist als klare, farblose Injektionslösung in einem Fertigpen erhältlich. Der Fertigpen ist nur zum einmaligen Gebrauch bestimmt.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Ist Trulicity für Kinder geeignet?

Ja, Trulicity kann bei Kindern und Jugendlichen ab 10 Jahren angewendet werden. Für Kinder unter 10 Jahren liegen keine Daten vor.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Welche Nebenwirkungen treten am häufigsten auf?

Sehr häufig sind Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Bauchschmerzen. Diese Beschwerden treten oft zu Beginn der Behandlung auf und lassen bei vielen Menschen mit der Zeit nach.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Kann Trulicity eine Unterzuckerung auslösen?

Ja, das kann vorkommen. Das Risiko ist besonders erhöht, wenn Trulicity zusammen mit Insulin oder einem Sulfonylharnstoff angewendet wird. Mögliche Anzeichen sind zum Beispiel Zittern, Schwitzen, Herzrasen, Schwindel, Hunger oder Verwirrtheit.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Wann darf Trulicity nicht angewendet werden?

Trulicity darf nicht angewendet werden, wenn eine Allergie gegen Dulaglutid oder einen der sonstigen Bestandteile besteht. Bei Typ-1-Diabetes ist es nicht geeignet.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Kann Trulicity in der Schwangerschaft oder Stillzeit verwendet werden?

Während der Schwangerschaft sollte Trulicity nicht angewendet werden. Auch in der Stillzeit soll es nicht verwendet werden. Wenn Sie schwanger sind, eine Schwangerschaft planen oder stillen möchten, sprechen Sie vorher mit Ihrem Arzt.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Quellen & Referenzen

Stand der Fachinformation: 17. April 2026

Hinweis: Diese Seite wird redaktionell von nebenwirkungen-info.de gepflegt. Sie steht in keinerlei Verbindung zu Lilly Deutschland GmbH. Der Markenname wird ausschließlich zu Informationszwecken genannt.