Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel basiert auf der offiziellen Fachinformation und wurde redaktionell geprüft. Er ersetzt nicht die individuelle Beratung durch Arzt oder Apotheker.
Dulaglutid
Nebenwirkungen
Dulaglutid ist ein moderner Wirkstoff, der zur Behandlung von Typ-2-Diabetes eingesetzt wird. Er hilft, den Blutzuckerspiegel zu senken und kann das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verringern. Bekannte Präparate mit Dulaglutid finden sich unter Handelsnamen wie Trulicity® 0,75 mg Injektionslösung oder Trulicity® 1,5 mg Injektionslösung von Lilly Deutschland GmbH. Wer sich über die Nebenwirkungen von Dulaglutid informieren möchte, sollte die wichtigsten Hinweise zur Anwendung und Sicherheit kennen.
Mögliche Nebenwirkungen
Was bedeuten die Häufigkeiten?
Sehr häufig
- Übelkeit (leichte bis starke Übelkeit, meist zu Beginn der Behandlung)
- Erbrechen (tritt oft am Anfang auf)
- Durchfall
- Bauchschmerzen
- Unterzuckerung (wenn zusammen mit bestimmten Diabetes-Medikamenten oder Insulin angewendet): Zeichen sind Kopfschmerzen, Zittern, Schwäche, Hungergefühl, Schwitzen
Häufig
- Appetitlosigkeit oder weniger Hunger
- Verdauungsprobleme (z. B. Sodbrennen, Blähungen, Völlegefühl, Aufstoßen, Verstopfung)
- Müdigkeit
- Schnellerer Herzschlag
- Verlangsamung der elektrischen Herzströme
Gelegentlich
- Hautreaktionen an der Injektionsstelle (Rötung, Ausschlag)
- Allergische Reaktionen (z. B. Juckreiz, Schwellungen, Nesselsucht)
- Flüssigkeitsmangel (häufig mit Übelkeit oder Durchfall verbunden)
- Gallensteine
- Entzündung der Gallenblase
Selten
- Starke allergische Reaktion mit Atemproblemen und Schwellungen (sofort zum Arzt!)
- Entzündung der Bauchspeicheldrüse (anhaltende starke Bauchschmerzen, sofort zum Arzt!)
- Verzögerte Magenentleerung
Häufigkeit nicht abschätzbar
Nach der Markteinführung gemeldet — die genaue Häufigkeit lässt sich nicht berechnen.
- Schwerer Darmverschluss (starke Verstopfung, Schmerzen, Blähungen oder Erbrechen, sofort zum Arzt!)
Was ist Dulaglutid?
Dulaglutid wird zur Senkung des Blutzuckers bei Erwachsenen und Kindern ab 10 Jahren mit Typ-2-Diabetes eingesetzt. Es kann helfen, das Risiko für Herzerkrankungen zu senken. Sie erhalten Dulaglutid entweder alleine, wenn Diät und Bewegung nicht ausreichen, oder in Kombination mit anderen Diabetes-Medikamenten. Achten Sie darauf, Ihre ärztlichen Anweisungen zu Diät und Bewegung weiterhin zu befolgen.
Was sollten Sie vor der Einnahme beachten?
Verwenden Sie Dulaglutid nicht, wenn Sie allergisch darauf sind. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, falls Sie Nierenprobleme, Typ-1-Diabetes, Verdauungsstörungen, eine Pankreatitis oder andere gesundheitliche Vorbelastungen haben. Informieren Sie Ihren Arzt über alle weiteren Medikamente, die Sie einnehmen. Schwangere und Stillende sollten Dulaglutid nur nach Rücksprache mit dem Arzt verwenden.
Wie ist Dulaglutid einzunehmen?
Dulaglutid wird einmal wöchentlich als Injektion unter die Haut verabreicht – meist im Bauch, Oberschenkel oder Oberarm. Ihr Arzt bestimmt die Startdosierung und kann diese bei Bedarf anpassen. Vergessen Sie eine Dosis, holen Sie diese nach, wenn bis zur nächsten Dosis mehr als 3 Tage sind. Lassen Sie eine verpasste Dosis sonst ausfallen. Brechen Sie die Behandlung nicht ohne Rücksprache mit dem Arzt ab.
Wie ist Dulaglutid aufzubewahren?
Lagern Sie Dulaglutid im Kühlschrank (2 bis 8 °C) und schützen Sie es vor Licht. Das Arzneimittel darf nicht eingefroren werden. Sie können es bis zu 14 Tage außerhalb des Kühlschranks aufbewahren, wenn es nicht über 30 °C gelagert wird. Prüfen Sie vor jeder Anwendung, ob die Lösung klar ist, und verwenden Sie sie nicht, wenn sie trüb oder beschädigt ist.
Quellen & Referenzen
- Offizielle Fachinformation: patienteninfo-service.de
- Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte: bfarm.de
- Europäische Arzneimittel-Agentur: ema.europa.eu
Stand der Fachinformation: 29. Juli 2025
Über diesen Artikel
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