Zum Inhalt springen

Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel basiert auf der offiziellen Fachinformation und wurde redaktionell geprüft. Er ersetzt nicht die individuelle Beratung durch Arzt oder Apotheker.

Torem
Nebenwirkungen

Aktualisiert: 18. April 2026

Torem enthält den Wirkstoff Torasemid und gehört zur Gruppe der Schleifendiuretika. Das Arzneimittel fördert die Urinausscheidung und senkt außerdem den Blutdruck. Es wird bei Erwachsenen je nach Präparat zur Behandlung von Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe oder in Körperhöhlen angewendet, vor allem wenn diese mit einer Funktionsstörung des Herzens zusammenhängen. Bestimmte Varianten von Torem werden außerdem bei zu hohem Blutdruck eingesetzt und sind nur für Menschen mit stark eingeschränkter Nierenfunktion geeignet.

Wirkstoff: Torasemid
Hersteller: Berlin-Chemie AG
Form: Injektionslösung, Tabletten
Lesezeit: 2 Min.
Anzeige

Wirkstoff

Torem enthält den Wirkstoff oben. Für allgemeine Hinweise besuchen Sie die jeweilige Wirkstoff-Seite.

Mögliche Nebenwirkungen

Was bedeuten die Häufigkeiten?
Sehr häufig≥ 1 von 10
Häufig1 bis 10 von 100
Gelegentlich1 bis 10 von 1.000
Selten1 bis 10 von 10.000
Sehr selten< 1 von 10.000
UnbekanntPost-Marketing-Meldungen

Haeufig

  • Störungen des Säure-Basen-Haushalts
  • Muskelkrämpfe, besonders zu Beginn der Behandlung
  • Erhöhte Werte von Harnsäure, Blutzucker und Blutfetten
  • Kaliummangel
  • Störungen des Salz- und Wasserhaushalts mit Flüssigkeitsverlust sowie Kalium- oder Natriummangel
  • Magen-Darm-Beschwerden wie Appetitlosigkeit, Magenschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall oder Verstopfung
  • Erhöhte Leberwerte (Gamma-GT)
  • Kopfschmerzen, Schwindel, Müdigkeit und Schwäche, besonders zu Beginn der Behandlung

Gelegentlich

  • Erhöhte Werte von Harnstoff und Kreatinin im Blut
  • Harnverhaltung bei bereits bestehenden Problemen beim Wasserlassen
  • Mundtrockenheit
  • Taubheitsgefühl und Kältegefühl in Armen oder Beinen

Sehr selten

  • Verminderung roter und weißer Blutkörperchen sowie der Blutplättchen
  • Allergische Reaktionen wie Juckreiz, Hautausschlag oder Lichtempfindlichkeit
  • Schwere Hautreaktionen
  • Akute möglicherweise lebensbedrohliche Überempfindlichkeitsreaktionen nach intravenöser Gabe können nicht ausgeschlossen werden
  • Blutgerinnsel in den Gefäßen
  • Verwirrtheit
  • Niedriger Blutdruck
  • Durchblutungsstörungen des Herzens oder Gehirns, möglich sind Herzrhythmusstörungen, Engegefühl in der Brust, Herzinfarkt oder plötzliche Ohnmacht
  • Entzündung der Bauchspeicheldrüse
  • Sehstörungen
  • Ohrgeräusche
  • Hörverlust
Anzeige

Wichtige Wechselwirkungen

Torem sollte nicht zusammen mit bestimmten Antibiotika aus der Gruppe der Aminoglykoside, mit Cisplatin, bestimmten Cephalosporinen oder mit Lithium angewendet werden, weil dadurch vor allem Gehör, Nieren, Herz oder die Lithium-Werte im Blut stärker beeinträchtigt werden können. Zusammen mit blutdrucksenkenden Mitteln, besonders ACE-Hemmern, kann der Blutdruck zu stark abfallen. Torem kann die Wirkung von Theophyllin und curareähnlichen muskelerschlaffenden Mitteln verstärken, die Wirkung von Antidiabetika aber abschwächen. Probenecid sowie bestimmte entzündungshemmende Arzneimittel wie Indometacin oder Acetylsalicylsäure können die harntreibende und blutdrucksenkende Wirkung von Torem abschwächen. Ein durch Torem verursachter Kaliummangel kann Nebenwirkungen von Digitalispräparaten verstärken und sich auch bei gleichzeitiger Anwendung von Abführmitteln oder Cortison verstärken.

Wann sollten Sie zum Arzt?

Informieren Sie sofort einen Arzt, wenn Nebenwirkungen plötzlich auftreten oder sehr stark ausgeprägt sind. Suchen Sie umgehend ärztliche Hilfe bei Anzeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion, zum Beispiel bei einer schweren Hautreaktion. Auch bei stark eingeschränktem oder fehlendem Wasserlassen sollten Sie schnell ärztlichen Rat einholen. Bestimmte Nebenwirkungen können lebensbedrohlich werden und müssen sofort behandelt werden.

Steckbrief: Torem

Wirkstoffgruppe
Schleifendiuretika
Anwendungsgebiet
Bei Erwachsenen zur Behandlung von Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe oder in Körperhöhlen; je nach Präparat auch zur Vorbeugung des Wiederauftretens solcher Beschwerden bei Herzmuskelschwäche oder zur Behandlung von zu hohem Blutdruck. Bestimmte Varianten sind nur für Patienten mit stark eingeschränkter Nierenfunktion geeignet.
Darreichungsform
Rezeptpflicht
Unbekannt
Haeufigste Nebenwirkung
Kopfschmerzen, Schwindel, Müdigkeit und Schwäche
PZN
06971621

Häufige Fragen

Wofür wird Torem angewendet?

Torem wird bei Erwachsenen zur Behandlung von Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe oder in Körperhöhlen angewendet. In der Quelle werden dabei vor allem Beschwerden genannt, die durch Funktionsstörungen des Herzens entstehen. Je nach Präparat wird Torem außerdem zur Vorbeugung des Wiederauftretens solcher Flüssigkeitsansammlungen oder bei zu hohem Blutdruck eingesetzt.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Wie wirkt Torem?

Torem fördert die Urinausscheidung. Außerdem senkt es den Blutdruck. Es gehört zur Gruppe der Schleifendiuretika.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Wann muss bei Torem besonders auf die Nierenfunktion geachtet werden?

Bestimmte Varianten von Torem sind laut Quelle nur für Patienten mit stark eingeschränkter Nierenfunktion geeignet. Sie sollen nicht bei normaler Nierenfunktion verwendet werden. Auch bei Dialyse kann Torem wirksam sein, wenn noch eine gewisse Rest-Urinausscheidung vorhanden ist.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Welche Nebenwirkungen kommen bei Torem häufig vor?

Häufig genannt werden zum Beispiel Muskelkrämpfe, Kopfschmerzen, Schwindel, Müdigkeit und Schwäche. Ebenfalls häufig sind Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Verstopfung oder Magenschmerzen. Außerdem kann es zu Störungen des Salz- und Wasserhaushalts kommen.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Andere Präparate mit Torasemid

Quellen & Referenzen

  • Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte: bfarm.de

Stand der Fachinformation: 18. April 2026

Hinweis: Diese Seite wird redaktionell von nebenwirkungen-info.de gepflegt. Sie steht in keinerlei Verbindung zu Berlin-Chemie AG. Der Markenname wird ausschließlich zu Informationszwecken genannt.