Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel basiert auf der offiziellen Fachinformation und wurde redaktionell geprüft. Er ersetzt nicht die individuelle Beratung durch Arzt oder Apotheker.
Torem
Nebenwirkungen
Torem von Berlin-Chemie AG ist ein Arzneimittel als Injektionslösung, das die Urinausscheidung fördert und den Blutdruck senken kann. Es wird bei Erwachsenen eingesetzt, wenn wegen einer Herzschwäche Flüssigkeit im Gewebe oder in Körperhöhlen behandelt werden muss und eine Behandlung über die Vene nötig ist. Die Lösung ist als Torem 10 Injektionslösung und Torem 20 Injektionslösung erhältlich. Die Anwendung erfolgt nur nach ärztlicher Anordnung.
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Wirkstoff: Torasemid
Wirkstoff
Torem enthält den Wirkstoff oben. Für allgemeine Hinweise besuchen Sie die jeweilige Wirkstoff-Seite.
Mögliche Nebenwirkungen
Was bedeuten die Häufigkeiten?
Häufig
- Störungen des Salz- und Wasserhaushalts, zum Beispiel Flüssigkeitsverlust
- Kaliummangel oder Natriummangel
- Muskelkrämpfe, besonders zu Beginn der Behandlung
- Magen-Darm-Beschwerden wie Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Durchfall oder Verstopfung
- Kopfschmerzen, Schwindel, Müdigkeit oder Schwäche
- Erhöhte Werte von Harnsäure, Zucker, Blutfetten oder Gamma-GT im Blut
- Störungen des Säure-Basen-Haushalts
Gelegentlich
- Erhöhte Werte von Harnstoff und Kreatinin im Blut
- Mundtrockenheit
- Taubheits- oder Kältegefühl in Armen oder Beinen
- Harnverhaltung bei bestehenden Problemen beim Wasserlassen
Selten
- Verminderung roter und weißer Blutkörperchen sowie der Blutplättchen
- Allergische Reaktionen wie Juckreiz, Hautausschlag oder Lichtempfindlichkeit
- Schwere Hautreaktionen
- Schwere Überempfindlichkeitsreaktionen bis hin zum anaphylaktischen Schock
- Blutgerinnsel in den Gefäßen
- Verwirrtheit
- Niedriger Blutdruck
- Durchblutungsstörungen des Herzmuskels oder des Gehirns mit Brustenge, Herzrhythmusstörungen, Herzinfarkt oder Ohnmacht
- Bauchspeicheldrüsenentzündung
- Sehstörungen
- Ohrgeräusche
- Hörverlust
Wichtige Wechselwirkungen
Torem kann mit anderen Arzneimitteln wechselwirken, vor allem mit bestimmten Antibiotika, Lithium, Blutdruckmitteln, Theophyllin, Antidiabetika und Schmerz- oder Rheumamitteln aus der Salicylat-Gruppe. Besonders wichtig sind Kombinationen mit Aminoglykosid-Antibiotika, Cephalosporinen und Cisplatin, weil sich das Risiko für Nieren- oder Hörschäden erhöhen kann. Auch mit ACE-Hemmern kann der Blutdruck zu stark abfallen. Sagen Sie Ihrem Arzt oder Apotheker deshalb immer, welche Mittel Sie gerade einnehmen oder kürzlich eingenommen haben.
Wann sollten Sie zum Arzt?
Suchen Sie sofort ärztliche Hilfe, wenn nach der Anwendung plötzlich starke Beschwerden auftreten, zum Beispiel Atemnot, Schwellungen, Kreislaufprobleme, starker Blutdruckabfall oder Zeichen einer schweren allergischen Reaktion. Auch bei schweren Hautreaktionen darf Torem nicht noch einmal angewendet werden. Melden Sie sich umgehend, wenn Sie deutlich weniger Wasser lassen, starke Verwirrtheit, Brustschmerzen, Hörprobleme oder Ohnmacht bemerken. Bei anhaltendem Erbrechen, starkem Durchfall oder ausgeprägter Schwäche sollte ebenfalls ein Arzt informiert werden.
Steckbrief: Torem
- Wirkstoffgruppe
- Schleifendiuretikum
- Anwendungsgebiet
- Behandlung von Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe oder in Körperhöhlen bei Herzfunktionsstörungen, wenn eine intravenöse Therapie notwendig ist
- Darreichungsform
- Injektionslösung
- Rezeptpflicht
- Ja
- Haeufigste Nebenwirkung
- Störungen des Salz- und Wasserhaushalts, zum Beispiel Flüssigkeitsverlust, Kaliummangel oder Natriummangel
- PZN
- 06971621
Häufige Fragen
Wofür wird Torem angewendet?
Torem wird bei Erwachsenen zur Behandlung von Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe oder in Körperhöhlen eingesetzt, wenn diese durch eine Herzfunktionsstörung entstehen und eine Behandlung über die Vene nötig ist.
Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)
Welche Darreichungsformen gibt es bei Torem?
In der vorliegenden Gebrauchsinformation werden Torem 10 Injektionslösung und Torem 20 Injektionslösung beschrieben.
Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)
Wer stellt Torem her?
Der pharmazeutische Unternehmer ist die BERLIN-CHEMIE AG. Als Hersteller wird A. Menarini Manufacturing Logistics and Services S.r.I. genannt.
Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)
Darf Torem bei Kindern und Jugendlichen angewendet werden?
Nein. Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren soll Torem 10 Injektionslösung nicht angewendet werden, weil dazu keine Behandlungserfahrungen vorliegen.
Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)
Welche Nebenwirkung kommt häufig vor?
Häufig genannt werden Störungen des Salz- und Wasserhaushalts, Muskelkrämpfe, Magen-Darm-Beschwerden sowie Kopfschmerzen, Schwindel, Müdigkeit und Schwäche.
Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)
Wann darf Torem nicht angewendet werden?
Torem darf unter anderem nicht angewendet werden bei Allergie gegen Torasemid, fehlender Harnproduktion, schweren Leberfunktionsstörungen mit Bewusstseinsstörung, niedrigem Blutdruck, Flüssigkeitsmangel, Natrium- oder Kaliummangel, erheblichen Störungen beim Wasserlassen oder während des Stillens.
Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)
Kann Torem bei Dopingkontrollen auffallen?
Ja. Die Anwendung kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.
Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)
Quellen & Referenzen
- Offizielle Fachinformation zu Torem: patienteninfo-service.de
- Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte: bfarm.de
Stand der Fachinformation: 17. April 2026
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