Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel basiert auf der offiziellen Fachinformation und wurde redaktionell geprüft. Er ersetzt nicht die individuelle Beratung durch Arzt oder Apotheker.
Risperidon Mylan
Nebenwirkungen
Risperidon Mylan gehört zur Arzneimittelgruppe der Antipsychotika. Es wird zur Behandlung von Schizophrenie angewendet. Außerdem wird es bei Manie eingesetzt, also bei Phasen mit stark gehobener, aufgeregter oder überaktiver Stimmung im Rahmen einer manisch-depressiven Erkrankung. Zusätzlich kann Risperidon Mylan kurzfristig bei langanhaltender Aggression angewendet werden: bei Personen mit Alzheimer-Demenz, wenn sie sich selbst oder andere gefährden, sowie bei geistig behinderten Kindern ab 5 Jahren und Jugendlichen mit Verhaltensstörung.
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Wirkstoff: Risperidon
Wirkstoff
Risperidon Mylan enthält den Wirkstoff oben. Für allgemeine Hinweise besuchen Sie die jeweilige Wirkstoff-Seite.
Mögliche Nebenwirkungen
Was bedeuten die Häufigkeiten?
Sehr haeufig
- Bewegungsstörungen mit Beschwerden wie Muskelsteifheit, verlangsamten Bewegungen, kleinschrittigem Gang, vermehrtem Speichelfluss oder starrem Gesichtsausdruck
- Kopfschmerzen
- Schlafprobleme
- Benommenheit
- Schläfrigkeit
Haeufig
- Müdigkeit, Schwäche, Erschöpfung, Antriebslosigkeit oder Ruhelosigkeit
- Angst, Depression, Aufregung, Schwindel oder Schlafstörungen
- Erbrechen, Durchfall, Verstopfung, Übelkeit, Sodbrennen, Verdauungsbeschwerden, Bauchschmerzen, Halsschmerzen, trockener Mund oder Zahnschmerzen
- Gewichtszunahme, Fieber, mehr oder weniger Appetit
- Atemnot, grippeähnliche Beschwerden, verschwommenes Sehen, Augeninfektionen oder allergische Reaktionen am Auge mit klebrigem Ausfluss, Nasennebenhöhlenentzündung, verstopfte Nase, Nasenbluten oder Husten
- Harnwegsinfektion, Bettnässen, Harninkontinenz oder Probleme beim Wasserlassen
- Zittern, Muskelkrämpfe, unwillkürliche Bewegungen, Gelenk- und Muskelschmerzen, Rückenschmerzen, Schwellungen durch Flüssigkeitseinlagerung oder Schmerzen in Armen und Beinen
- Hautausschlag, Hautrötung oder Ohreninfektion
- Schneller Herzschlag, Brustschmerzen oder hoher Blutdruck
- Stürze
- Erhöhter Prolaktinwert im Blut
- Lungeninfektionen, auch schwere Lungenentzündung
Gelegentlich
- Sehr viel trinken, Durst, Stuhlinkontinenz, Blähungen, Heiserkeit oder Stimmstörungen
- Hoher Blutzucker
- Blasenentzündung, Virusinfektionen, andere Infektionen, Mandelentzündung, Mageninfektion oder Nagelpilz
- Niedriger Blutdruck, Blutdruckabfall nach dem Aufstehen, Schwindel bei Lagewechsel, spürbarer Herzschlag oder langsamer Herzschlag
- Schmerzen beim Wasserlassen oder häufiges Wasserlassen
- Verwirrtheit, Aufmerksamkeitsstörung, starke Schläfrigkeit, Albträume, Nervosität oder manische Stimmung
- Veränderte Blutwerte wie erhöhte Leberwerte, Blutarmut, erhöhte bestimmte weiße Blutkörperchen, erhöhte Kreatinphosphokinase, weniger Blutplättchen oder erhöhtes Cholesterin
- Muskelschwäche, starke innere Unruhe mit Muskelkrämpfen und Zittern, Ohrenschmerzen, Nackenschmerzen, geschwollene Gelenke, Fehlhaltung, steife Gelenke oder Beschwerden im Brustkorb
- Hautschädigung, Hauterkrankungen, trockene Haut, starker Juckreiz, Akne, Haarausfall, Ekzem, Hautverfärbung, Hautverdickung, Erröten, Kribbeln oder verminderte Schmerz- und Berührungsempfindlichkeit der Haut
- Ausbleiben der Menstruation, sexuelle Funktionsstörungen, Erektionsstörung, Ejakulationsstörung, Ausfluss aus der Brust, Brustvergrößerung bei Männern, Brustschmerzen, verringerte Lust, unregelmäßige oder verspätete Menstruation oder vaginaler Ausfluss
- Ohnmacht, Gangstörungen, Trägheit, Gewichtsabnahme, verminderter Appetit mit möglicher Mangelernährung, Gleichgewichtsstörung, Allergie, Schüttelfrost, Koordinationsstörung oder Geschmacksstörung
- Lichtempfindlichkeit der Augen, stärker durchblutete Augen, trockene Augen oder vermehrter Tränenfluss
- Rasselnde Atemgeräusche, Sprechstörungen, Schluckbeschwerden oder pfeifende Atmung
- Ohrgeräusche, Drehschwindel oder Flüssigkeitsansammlung im Gesicht
- Plötzliche Veränderung des geistigen Zustands, Schwäche oder Taubheit einer Körperseite oder undeutliche Sprache als mögliche Zeichen eines Schlaganfalls oder Minischlags
- Schwere Herzrhythmusstörungen oder sehr langsamer Herzschlag
- Kaum Reaktion auf Reize, geringe Aufmerksamkeit, Ohnmacht oder Krampfanfälle
- Rhythmische unwillkürliche Bewegungen von Zunge, Mund oder Gesicht
- Neu auftretender Diabetes mit starkem Durst, viel Wasserlassen, mehr Appetit und Müdigkeit
- Häufigere Infektionen zum Beispiel mit Halsschmerzen oder Mundgeschwüren durch zu wenige weiße Blutkörperchen
- Lungenentzündung durch Einatmen von Nahrung oder Verstopfung der Lunge
- Entzündung unter der Haut
- Unfähigkeit, Wasser zu lassen, oder unvollständige Blasenentleerung
- Schwere Verstopfung bis hin zu Darmblockade oder verhärtetem Stuhl
Selten
- Unfähigkeit zum Orgasmus, Brustvergrößerung oder geschwollene, warme und empfindliche Brüste
- Schuppen
- Kältegefühl in Armen und Beinen, geschwollene Zunge, entzündete Lippen oder Verhärtung von Körperteilen
- Keine Bewegungen oder Reaktionen im wachen Zustand
- Schlafwandeln
- Essstörungen im Schlaf
- Verkrustete Augenlider, Augenrollen, Probleme mit Augenbewegungen oder Komplikationen bei einer Augenoperation
- Gefühlslosigkeit
- Beschwerden nach dem Absetzen des Arzneimittels oder erniedrigte Körpertemperatur
- Schnelles flaches Atmen, Atemprobleme im Schlaf oder bestimmte Veränderungen des Herzrhythmus bei der Atmung
- Kopfzittern
- Gelbfärbung von Haut und Augen
- Zucker im Urin, niedriger Blutzucker oder erhöhte Insulin- oder Triglyceridwerte im Blut
- Schwere allergische Reaktion mit Hautausschlag, Schwellungen im Gesicht oder Atemnot
- Blutgerinnsel in den Venen, zum Beispiel im Bein oder in der Lunge
- Fieber, Muskelsteifheit, Schwitzen oder Bewusstseinsminderung
- Langanhaltende oder schmerzhafte Erektion
- Starke Bauchschmerzen, die bis in den Rücken ziehen können
- Erhöhter Augeninnendruck
- Zu niedriger Natriumspiegel im Blut mit Schwäche, Verwirrtheit oder Muskelschmerzen
- Schwere Muskelschwäche oder Muskelschmerzen durch Muskelzerfall
Sehr selten
- Schwere Komplikation eines unkontrollierten Diabetes mit Appetitlosigkeit, unerklärlichem Gewichtsverlust, Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Atembeschwerden, langsamem Herzschlag, Muskelschmerzen, Schwäche, Müdigkeit oder Unwohlsein
Wichtige Wechselwirkungen
Risperidon Mylan kann mit anderen Arzneimitteln wechselwirken. Besonders wichtig ist das bei Mitteln, die beruhigend wirken, bei bestimmten Schmerzmitteln, Allergiemitteln sowie bei Arzneimitteln, die den Herzrhythmus, den Blutdruck oder den Salzhaushalt im Blut beeinflussen. Auch Mittel gegen Parkinson, Psychostimulanzien und bestimmte Wassertabletten können relevant sein. Einige Arzneimittel können die Wirkung von Risperidon Mylan abschwächen, andere können sie verstärken. Wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen oder damit beginnen oder aufhören, sollten Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker sprechen.
Wann sollten Sie zum Arzt?
Suchen Sie sofort ärztliche Hilfe, wenn Sie Anzeichen einer schweren Lungenentzündung bemerken, zum Beispiel sehr hohes Fieber, blutigen oder schaumigen Schleim und starkes Krankheitsgefühl. Holen Sie außerdem umgehend medizinische Hilfe, wenn plötzlich Lähmungen, Taubheitsgefühle, Sprachstörungen oder andere mögliche Zeichen eines Schlaganfalls auftreten. Ebenfalls dringend abklären lassen sollten Sie schwere allergische Reaktionen mit Schwellungen im Gesicht oder Atemnot, Blutgerinnsel mit Beinschwellung oder Atemnot, Fieber mit Muskelsteifheit und Bewusstseinsstörung, eine langanhaltende schmerzhafte Erektion oder starke Bauchschmerzen, die bis in den Rücken ziehen. Auch bei Krampfanfällen, schweren Herzrhythmusstörungen, neu auftretenden starken Diabetes-Beschwerden oder wenn Sie kaum Wasser lassen können, ist sofort ärztliche Hilfe nötig.
Steckbrief: Risperidon Mylan
- Wirkstoffgruppe
- Antipsychotika
- Anwendungsgebiet
- Schizophrenie, Manie sowie Kurzzeitbehandlung von langanhaltender Aggression bei Personen mit Alzheimer-Demenz, die sich oder anderen Schaden zufügen, und bei geistig behinderten Kindern ab mindestens 5 Jahren und Jugendlichen mit Verhaltensstörung.
- Darreichungsform
- Rezeptpflicht
- Unbekannt
- Haeufigste Nebenwirkung
- Bewegungsstörungen mit Muskelsteifheit, verlangsamten Bewegungen oder kleinschrittigem Gang
- PZN
- 07621521
- Dosierungen
- 1 mg, 0,5 mg, 4 mg, 3 mg, 2 mg
Häufige Fragen
Wofür wird Risperidon Mylan angewendet?
Risperidon Mylan wird zur Behandlung von Schizophrenie angewendet. Außerdem wird es bei Manie eingesetzt. Zusätzlich kann es kurzfristig bei langanhaltender Aggression bei Personen mit Alzheimer-Demenz angewendet werden, wenn sie sich selbst oder anderen Schaden zufügen. Auch bei geistig behinderten Kindern ab mindestens 5 Jahren und Jugendlichen mit Verhaltensstörung kann es zur Kurzzeitbehandlung von langanhaltender Aggression eingesetzt werden.
Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)
Was bedeutet Schizophrenie in der Beschreibung von Risperidon Mylan?
In der Fachinformation wird Schizophrenie so beschrieben, dass Betroffene Dinge sehen, hören oder fühlen können, die nicht da sind. Außerdem können sie Dinge glauben, die nicht wahr sind, oder sich ungewöhnlich misstrauisch oder verwirrt fühlen.
Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)
Bei welcher Form von Manie wird Risperidon Mylan angewendet?
Risperidon Mylan wird bei Manie angewendet, wenn man sich sehr aufgeregt, euphorisch, agitiert, enthusiastisch oder hyperaktiv fühlen kann. Laut Fachinformation tritt diese Manie im Rahmen einer Erkrankung auf, die als manisch-depressive Krankheit bezeichnet wird.
Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)
Wird Risperidon Mylan auch bei Aggression angewendet?
Ja. Laut Fachinformation wird Risperidon Mylan zur Kurzzeitbehandlung von langanhaltender Aggression bei Personen mit Alzheimer-Demenz angewendet, die sich oder anderen Schaden zufügen. Vorher sollten alternative nicht-medikamentöse Behandlungen angewendet worden sein. Außerdem wird es zur Kurzzeitbehandlung von langanhaltender Aggression bei geistig behinderten Kindern ab mindestens 5 Jahren und Jugendlichen mit Verhaltensstörung angewendet.
Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)
Zu welcher Arzneimittelgruppe gehört Risperidon Mylan?
Risperidon Mylan gehört zu einer Klasse von Arzneimitteln, die Antipsychotika genannt werden.
Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)
Andere Präparate mit Risperidon
Quellen & Referenzen
- Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte: bfarm.de
Stand der Fachinformation: 18. April 2026
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