Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel basiert auf der offiziellen Fachinformation und wurde redaktionell geprüft. Er ersetzt nicht die individuelle Beratung durch Arzt oder Apotheker.
Risperdal
Nebenwirkungen
Risperdal ist ein Arzneimittel der JANSSEN-CILAG GmbH mit dem Wirkstoff Risperidon. Es ist als Filmtablette in verschiedenen Stärken erhältlich, darunter 0,5 mg, 1 mg, 2 mg, 3 mg und 4 mg. Eingesetzt wird Risperdal unter anderem bei Schizophrenie, bei manischen Episoden sowie kurzzeitig bei anhaltender Aggression im Zusammenhang mit Alzheimer-Demenz oder einer Verhaltensstörung bei Kindern und Jugendlichen. Das Präparat kann helfen, Beschwerden zu lindern und ein Wiederauftreten der Symptome zu verhindern.
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Wirkstoff: Risperidon
Wirkstoff
Risperdal enthält den Wirkstoff oben. Für allgemeine Hinweise besuchen Sie die jeweilige Wirkstoff-Seite.
Mögliche Nebenwirkungen
Was bedeuten die Häufigkeiten?
Sehr haeufig
- Schlafstörungen
- Parkinson-ähnliche Bewegungsstörungen
- Müdigkeit oder Benommenheit
- Kopfschmerzen
Haeufig
- Infektionen wie Lungenentzündung, Bronchitis, Nasennebenhöhlenentzündung oder Harnwegsinfekt
- Gewichtszunahme oder vermehrter Appetit
- Unruhe, Angst, Reizbarkeit oder Depression
- Schwindel, Zittern oder Muskelsteifigkeit
- Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Verstopfung oder Durchfall
- Schneller Herzschlag, hoher Blutdruck oder Kurzatmigkeit
Gelegentlich
- Schlaganfallzeichen bei Menschen mit Demenz, zum Beispiel plötzliche Schwäche oder Sprachstörungen
- Unkontrollierbare zuckende Bewegungen von Gesicht, Zunge oder Körper
- Diabetes oder ein erhöhter Blutzucker
- Krämpfe oder Ohnmachtsanfälle
- Verwirrtheit, Albträume oder verminderter Sexualtrieb
- Sturz
Selten
- Blutgerinnsel in den Venen, vor allem in den Beinen
- Fieber, Muskelsteifheit, Schweißausbrüche und Bewusstseinsminderung als Zeichen eines malignen neuroleptischen Syndroms
- Langanhaltende oder schmerzhafte Erektion
- Schwere allergische Reaktion mit Schwellungen, Atemnot, Juckreiz oder Hautausschlag
Sehr selten
- Gefährlich niedrige Zahl bestimmter weißer Blutkörperchen
Häufigkeit nicht abschätzbar
Nach der Markteinführung gemeldet — die genaue Häufigkeit lässt sich nicht berechnen.
- Keine Angaben in der mitgelieferten Quelle
Wichtige Wechselwirkungen
In der mitgelieferten Fachinformation werden vor allem Vorsicht bei anderen Arzneimitteln genannt, die den Blutdruck senken, sowie bei Furosemid bei älteren Menschen mit Demenz. Außerdem kann Risperdal den Blutdruck senken und mit anderen Mitteln, die müde machen oder den Kreislauf beeinflussen, ungünstig zusammenwirken. Wenn Sie weitere Arzneimittel einnehmen, sollte Ihr Arzt oder Apotheker die Kombination prüfen. Das gilt besonders bei Herzproblemen, Diabetes, Epilepsie oder wenn Sie zu Blutgerinnseln neigen.
Wann sollten Sie zum Arzt?
Suchen Sie sofort ärztliche Hilfe, wenn plötzlich Schwäche, Taubheitsgefühl oder Sprachstörungen auftreten, vor allem bei Demenz. Auch Fieber mit Muskelsteifheit, Schweißausbrüchen oder Bewusstseinsstörung muss umgehend abgeklärt werden. Gleiches gilt bei Atemnot, Brustschmerzen, Zeichen eines Blutgerinnsels, einer schweren allergischen Reaktion oder einer langanhaltenden schmerzhaften Erektion. Wenn Sie unwillkürliche Bewegungen von Gesicht, Zunge oder Körper bemerken, sollten Sie ebenfalls rasch mit Ihrem Arzt sprechen.
Steckbrief: Risperdal
- Wirkstoffgruppe
- Antipsychotikum
- Anwendungsgebiet
- Schizophrenie, Manie sowie kurzzeitige Behandlung von anhaltender Aggression bei Alzheimer-Demenz oder bei Verhaltensstörung mit geistiger Behinderung ab 5 Jahren
- Darreichungsform
- Filmtabletten
- Rezeptpflicht
- Ja
- Haeufigste Nebenwirkung
- Schlafstörungen, Parkinsonismus, Müdigkeit oder Kopfschmerzen
- PZN
- 00596085
- Dosierungen
- 0,5 mg, 1 mg, 2 mg, 3 mg, 4 mg
Häufige Fragen
Wofür wird Risperdal angewendet?
Risperdal wird zur Behandlung von Schizophrenie und manischen Episoden eingesetzt. Außerdem kann es kurzzeitig bei anhaltender Aggression bei Alzheimer-Demenz oder bei Kindern und Jugendlichen mit Verhaltensstörung und geistiger Behinderung verwendet werden.
Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)
Welche Darreichungsform gibt es bei Risperdal?
Die vorliegende Information beschreibt Risperdal als Filmtabletten. Genannt werden Stärken von 0,5 mg bis 4 mg.
Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)
Wer stellt Risperdal her?
Pharmazeutischer Unternehmer ist die JANSSEN-CILAG GmbH in Neuss. Als Hersteller ist Janssen-Cilag S.p.A. in Italien genannt.
Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)
Welche Nebenwirkungen treten sehr häufig auf?
Sehr häufig sind Schlafstörungen, Parkinsonismus, Müdigkeit oder Benommenheit sowie Kopfschmerzen beschrieben.
Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)
Wann sollte ich wegen Nebenwirkungen sofort zum Arzt?
Sofortige ärztliche Hilfe ist nötig bei Schlaganfallzeichen, Fieber mit Muskelsteifheit und Bewusstseinsstörung, Blutgerinnseln, schweren allergischen Reaktionen oder einer langanhaltenden schmerzhaften Erektion.
Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)
Kann Risperdal den Blutzucker beeinflussen?
Ja. In der Fachinformation wird beschrieben, dass Diabetes oder eine Verschlechterung eines bestehenden Diabetes auftreten kann. Bei bestehendem Diabetes soll der Blutzucker regelmäßig kontrolliert werden.
Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)
Muss das Gewicht kontrolliert werden?
Ja. Risperdal kann zu Gewichtszunahme führen, deshalb soll Ihr Arzt das Gewicht regelmäßig überprüfen.
Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)
Kann Risperdal den Prolaktinwert erhöhen?
Ja. Risperdal erhöht häufig den Prolaktinwert. Das kann zum Beispiel Menstruationsstörungen, Brustdrüsenschwellungen oder Probleme mit der Fruchtbarkeit verursachen.
Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)
Quellen & Referenzen
- Offizielle Fachinformation zu Risperdal: patienteninfo-service.de
- Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte: bfarm.de
Stand der Fachinformation: 17. April 2026
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