Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel basiert auf der offiziellen Fachinformation und wurde redaktionell geprüft. Er ersetzt nicht die individuelle Beratung durch Arzt oder Apotheker.
Palexia retard
Nebenwirkungen
Palexia retard ist ein verschreibungspflichtiges Schmerzmittel der Firma GRÜNENTHAL GMBH in Form von Retardtabletten. Es wird zur Behandlung starker, chronischer Schmerzen bei Erwachsenen sowie bei Kindern über 6 Jahren und Jugendlichen eingesetzt, wenn diese Schmerzen nur mit Opioid-Schmerzmitteln ausreichend behandelt werden können. Die Retardtabletten sind für eine verzögerte Wirkstofffreisetzung gedacht. Palexia retard ist in verschiedenen Stärken erhältlich, darunter 25 mg, 50 mg, 100 mg, 150 mg, 200 mg und 250 mg.
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Wirkstoff: Tapentadol
Wirkstoff
Palexia retard enthält den Wirkstoff oben. Für allgemeine Hinweise besuchen Sie die jeweilige Wirkstoff-Seite.
Mögliche Nebenwirkungen
Was bedeuten die Häufigkeiten?
Sehr häufig
- Übelkeit
- Verstopfung
- Schwindel
- Schläfrigkeit
- Kopfschmerzen
Häufig
- Weniger Appetit
- Ängstlichkeit
- depressive Verstimmung
- Schlafstörungen
- Nervosität
- Ruhelosigkeit
- Konzentrationsstörungen
- Zittern
- Muskelzucken
- Erröten
- Kurzatmigkeit
- Erbrechen
- Durchfall
- Verdauungsstörungen
- Juckreiz
- vermehrtes Schwitzen
- Hautausschlag
- Schwächegefühl
- Müdigkeit
- Gefühl von schwankender Körpertemperatur
- trockene Schleimhäute
- Wassereinlagerungen
Gelegentlich
- Allergische Reaktionen auf das Arzneimittel
- Schwellungen im Gesicht oder im Mund- und Rachenraum
- Atembeschwerden
- Abfall des Blutdrucks
- Kollaps oder Schock
- Gewichtsverlust
- Verwirrtheit
- Desorientierung
- Unruhe
- Wahrnehmungsstörungen
- ungewöhnliche Träume
- euphorische Stimmung
- Bewusstseinsstörungen
- Gedächtnisprobleme
- geistige Beeinträchtigung
- Ohnmacht
- starke Müdigkeit oder Benommenheit
- Gleichgewichtsstörungen
- Sprachstörungen
- Taubheitsgefühl
- Kribbeln oder Prickeln
- Sehstörungen
- schneller Herzschlag
- langsamer Herzschlag
- Herzklopfen
- niedriger Blutdruck
- Bauchbeschwerden
- Nesselsucht
- verzögertes Wasserlassen
- häufiges Wasserlassen
- sexuelle Funktionsstörungen
- Entzugserscheinungen
- Reizbarkeit
Selten
- Abhängigkeit von dem Arzneimittel
- abnormes Denken
- Krampfanfall
- Gefühl, gleich ohnmächtig zu werden
- gestörte Koordination
- bedrohlich langsame oder flache Atmung
- gestörte Magenentleerung
- Trunkenheitsgefühl
- Gefühl der Entspannung
Häufigkeit nicht abschätzbar
Nach der Markteinführung gemeldet — die genaue Häufigkeit lässt sich nicht berechnen.
- Delirium
Wichtige Wechselwirkungen
Palexia retard kann mit anderen Arzneimitteln wechselwirken, vor allem mit Mitteln, die müde machen oder die Atmung dämpfen. Dazu gehören bestimmte Schlaf- und Beruhigungsmittel, einige Schmerzmittel, Antipsychotika, H1-Antihistaminika und Alkohol. Auch Arzneimittel gegen Epilepsie, Nervenschmerzen oder Angststörungen wie Gabapentin und Pregabalin können das Risiko für eine Überdosierung und Atemdepression erhöhen. Bestimmte Mittel gegen Depressionen oder Psychosen können das Risiko für Krampfanfälle steigern. Sagen Sie Ihrem Arzt oder Apotheker immer, welche Arzneimittel Sie einnehmen oder kürzlich eingenommen haben.
Wann sollten Sie zum Arzt?
Suchen Sie sofort ärztliche Hilfe, wenn Sie pfeifende Atemgeräusche, Atemnot, Schwellungen im Gesicht oder im Rachen, starken Juckreiz oder einen Hautausschlag bekommen. Auch wenn Ihre Atmung deutlich langsamer oder flacher wird, ist das ein Warnzeichen. Gleiches gilt bei Krampfanfällen, starker Benommenheit, Bewusstseinsstörungen oder wenn Sie kaum wach bleiben können. Wenn Sie Anzeichen einer Überdosierung oder einer schweren allergischen Reaktion bemerken, rufen Sie umgehend den Notruf.
Steckbrief: Palexia retard
- Wirkstoffgruppe
- Opioid-Schmerzmittel
- Anwendungsgebiet
- starke, chronische Schmerzen bei Erwachsenen sowie bei Kindern über 6 Jahren und Jugendlichen, wenn Opioid-Schmerzmittel nötig sind
- Darreichungsform
- Retardtabletten
- Rezeptpflicht
- Ja
- Haeufigste Nebenwirkung
- Übelkeit
- PZN
- 11539104
- Dosierungen
- 100 mg, 150 mg, 200 mg, 250 mg, 50 mg, 25 mg
Häufige Fragen
Wofür wird Palexia retard angewendet?
Palexia retard wird zur Behandlung starker, chronischer Schmerzen eingesetzt. Es ist für Erwachsene sowie für Kinder über 6 Jahren und Jugendliche vorgesehen, wenn die Schmerzen nur mit einem Opioid-Schmerzmittel ausreichend behandelt werden können.
Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)
Welche Darreichungsform hat Palexia retard?
Palexia retard ist als Retardtablette erhältlich. Die Wirkstofffreisetzung ist dabei verzögert.
Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)
Wer stellt Palexia retard her?
Der pharmazeutische Unternehmer und Hersteller ist die GRÜNENTHAL GMBH in Aachen.
Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)
Welche Nebenwirkungen treten sehr häufig auf?
Sehr häufig sind Übelkeit, Verstopfung, Schwindel, Schläfrigkeit und Kopfschmerzen beschrieben.
Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)
Kann Palexia retard abhängig machen?
Ja. In der Fachinformation wird darauf hingewiesen, dass das Arzneimittel körperlich und seelisch abhängig machen kann. Bei wiederholter Einnahme kann außerdem eine Gewöhnung eintreten.
Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)
Wann darf Palexia retard nicht eingenommen werden?
Es darf unter anderem nicht eingenommen werden bei Allergie gegen Tapentadol oder einen sonstigen Bestandteil, bei bedrohlich langsamer oder flacher Atmung, bei Darmlähmung oder bei akuter Vergiftung durch Alkohol, Schlaftabletten, Schmerzmittel oder andere Psychopharmaka.
Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)
Kann Palexia retard die Atmung beeinflussen?
Ja. Die Fachinformation nennt Atemdepression als mögliche schwere Nebenwirkung. Außerdem kann das Arzneimittel schlafbezogene Atmungsstörungen wie Schlafapnoe verursachen.
Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)
Welche Warnhinweise nennt die Fachinformation besonders?
Besondere Vorsicht ist unter anderem bei Leber- oder Nierenproblemen, Kopfverletzungen, erhöhtem Hirndruck, Krampfneigung, Suchtvorgeschichte und bei gleichzeitiger Einnahme anderer dämpfender Arzneimittel geboten.
Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)
Quellen & Referenzen
- Offizielle Fachinformation zu Palexia retard: patienteninfo-service.de
- Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte: bfarm.de
Stand der Fachinformation: 17. April 2026
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