Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel basiert auf der offiziellen Fachinformation und wurde redaktionell geprüft. Er ersetzt nicht die individuelle Beratung durch Arzt oder Apotheker.
Olanzapin
Nebenwirkungen
Olanzapin gehört zur Arzneimittelgruppe der Antipsychotika. Es wird zur Behandlung von Schizophrenie eingesetzt. Außerdem wird es bei mäßig schweren bis schweren manischen Episoden angewendet. Bei Patienten mit bipolarer Störung kann Olanzapin außerdem helfen, das Wiederauftreten manischer Symptome zu verhindern, wenn diese zuvor auf eine Behandlung mit Olanzapin angesprochen haben.
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Wirkstoff: Olanzapin
Wirkstoff
Olanzapin enthält den Wirkstoff oben. Für allgemeine Hinweise besuchen Sie die jeweilige Wirkstoff-Seite.
Mögliche Nebenwirkungen
Was bedeuten die Häufigkeiten?
Sehr haeufig
- Gewichtszunahme
- Schläfrigkeit
- Erhöhte Prolaktinwerte im Blut
- Zu Beginn der Behandlung Schwindel oder Gefühl, fast ohnmächtig zu werden, besonders beim Aufstehen
Haeufig
- Veränderungen bei einigen Blutwerten und Blutfetten
- Vorübergehende Erhöhung von Leberwerten, besonders zu Beginn der Behandlung
- Erhöhte Zuckerwerte im Blut und Urin
- Erhöhte Harnsäure- und CK-Werte im Blut
- Verstärktes Hungergefühl
- Schwindel
- Ruhelosigkeit
- Zittern
- Ungewöhnliche Bewegungen
- Verstopfung
- Mundtrockenheit
- Ausschlag
- Schwäche
- Starke Müdigkeit
- Wassereinlagerungen mit Schwellungen an Händen, Knöcheln oder Füßen
- Fieber
- Gelenkschmerzen
- Sexuelle Funktionsstörungen, zum Beispiel verminderter Sexualtrieb oder Erektionsstörungen
Gelegentlich
- Überempfindlichkeitsreaktionen, zum Beispiel Schwellungen im Mund oder Hals, Juckreiz oder Ausschlag
- Entwicklung oder Verschlechterung einer Zuckerkrankheit, gelegentlich mit Ketoacidose oder Koma
- Krampfanfälle
- Muskelsteifheit oder Muskelkrämpfe, auch Blickkrämpfe
- Restless-Legs-Syndrom
- Sprachstörungen
- Stottern
- Langsamer Herzschlag
- Empfindlichkeit gegen Sonnenlicht
- Nasenbluten
- Geblähter Bauch
- Vermehrter Speichelfluss
- Gedächtnisverlust oder Vergesslichkeit
- Harninkontinenz oder Unfähigkeit, Wasser zu lassen
- Haarausfall
- Ausbleiben oder Abnahme der Regelblutung
- Veränderungen der Brustdrüse, zum Beispiel Milchbildung oder Vergrößerung
Selten
- Erniedrigte Körpertemperatur
- Herzrhythmusstörungen
- Plötzlicher ungeklärter Tod
- Entzündung der Bauchspeicheldrüse mit starken Bauchschmerzen, Fieber und Übelkeit
- Lebererkrankung mit Gelbfärbung von Haut oder Augen
- Muskelerkrankung mit nicht erklärbaren Schmerzen
- Verlängerte und oder schmerzhafte Erektion
Sehr selten
- Schwere allergische Reaktion namens DRESS mit grippeähnlichen Beschwerden, Ausschlag im Gesicht, großflächigem Ausschlag, hohem Fieber, vergrößerten Lymphknoten, erhöhten Leberwerten und vermehrten bestimmten weißen Blutkörperchen
Wichtige Wechselwirkungen
Nehmen Sie andere Arzneimittel während der Behandlung mit Olanzapin nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein. Zusammen mit Antidepressiva oder Arzneimitteln gegen Angstzustände oder zum Schlafen können Sie sich benommen fühlen. Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker über alle anderen Arzneimittel, die Sie einnehmen oder anwenden. Besonders wichtig ist das bei Arzneimitteln gegen Parkinson. Auch bei Carbamazepin, Fluvoxamin oder Ciprofloxacin kann es sein, dass Ihre Behandlung mit Olanzapin angepasst werden muss.
Wann sollten Sie zum Arzt?
Suchen Sie sofort ärztliche Hilfe, wenn Sie ungewöhnliche Bewegungen bemerken, besonders im Gesicht oder an der Zunge. Holen Sie unverzüglich ärztlichen Rat ein, wenn Anzeichen für Blutgerinnsel auftreten, zum Beispiel Schwellungen, Schmerzen und Rötungen in den Beinen, Brustschmerzen oder Atembeschwerden. Wenden Sie sich sofort an einen Arzt bei Fieber, schneller Atmung, Schwitzen, Muskelsteifheit, Benommenheit oder starker Schläfrigkeit. Auch bei Anzeichen einer schweren allergischen Reaktion sollten Sie umgehend ärztliche Hilfe suchen.
Steckbrief: Olanzapin
- Wirkstoffgruppe
- Antipsychotika
- Anwendungsgebiet
- Behandlung von Schizophrenie, von mäßig schweren bis schweren manischen Episoden sowie Vorbeugung des Wiederauftretens dieser Symptome bei Patienten mit bipolarer Störung, deren manische Episoden auf eine Behandlung mit Olanzapin angesprochen haben.
- Darreichungsform
- Rezeptpflicht
- Unbekannt
- Haeufigste Nebenwirkung
- Gewichtszunahme
- PZN
- 09064042
- Dosierungen
- 10mg, 15mg, 2,5mg, 20mg, 5mg, 7,5mg
Häufige Fragen
Wofür wird Olanzapin angewendet?
Olanzapin wird zur Behandlung von Schizophrenie eingesetzt. Außerdem wird es bei mäßig schweren bis schweren manischen Episoden angewendet. Bei Patienten mit bipolarer Störung kann Olanzapin auch helfen, das Wiederauftreten manischer Symptome zu verhindern, wenn diese zuvor auf eine Behandlung mit Olanzapin angesprochen haben.
Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)
Kann Olanzapin bei bipolarer Störung eingesetzt werden?
Ja. Laut Gebrauchsinformation kann Olanzapin bei Patienten mit bipolarer Störung dem Wiederauftreten manischer Symptome vorbeugen, wenn die manischen Episoden zuvor auf eine Behandlung mit Olanzapin angesprochen haben.
Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)
Für welche Beschwerden bei Schizophrenie wird Olanzapin laut Packungsbeilage eingesetzt?
In der Gebrauchsinformation wird Schizophrenie als Krankheit mit Symptomen wie Hören, Sehen oder Fühlen von Dingen beschrieben, die nicht wirklich da sind, mit irrigen Überzeugungen, ungewöhnlichem Misstrauen und Rückzug von der Umwelt. Patienten können sich außerdem depressiv, ängstlich oder angespannt fühlen.
Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)
Andere Präparate mit Olanzapin
Quellen & Referenzen
- Offizielle Fachinformation zu Olanzapin: patienteninfo-service.de
- Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte: bfarm.de
Stand der Fachinformation: 18. April 2026
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