Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel basiert auf der offiziellen Fachinformation und wurde redaktionell geprüft. Er ersetzt nicht die individuelle Beratung durch Arzt oder Apotheker.
Novalgin
Nebenwirkungen
Novalgin enthält den Wirkstoff Metamizol-Natrium-Monohydrat. Es ist ein schmerzstillendes und fiebersenkendes Arzneimittel aus der Gruppe der Pyrazolone. Novalgin wird angewendet bei akuten starken Schmerzen nach Verletzungen oder Operationen, bei krampfartigen Leibschmerzen (Koliken), bei Schmerzen bei Krebsleiden sowie bei sonstigen akuten oder chronischen starken Schmerzen, wenn eine andere Behandlung nicht infrage kommt. Außerdem wird Novalgin bei hohem Fieber angewendet, das auf andere Maßnahmen nicht anspricht.
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Wirkstoff: Metamizol-Natrium 1H↓2↑O
Wirkstoff
Novalgin enthält die Wirkstoffe oben. Für allgemeine Hinweise besuchen Sie die jeweilige Wirkstoff-Seite.
Mögliche Nebenwirkungen
Was bedeuten die Häufigkeiten?
Gelegentlich
- violetter bis tiefroter, teilweise blasiger Hautausschlag
- Blutdruckabfall, teils mit Herzrasen, Blässe, Zittern, Schwindel, Übelkeit oder Ohnmacht
Selten
- Überempfindlichkeitsreaktionen, zum Beispiel mit Augenbrennen, Husten, Schnupfen, Niesen, Engegefühl in der Brust, Hautrötung, Nesselsucht oder Schwellungen im Gesicht
- verminderte Anzahl weißer Blutkörperchen (Leukopenie)
- Hautausschlag
Sehr selten
- starke Verminderung bestimmter weißer Blutkörperchen (Agranulozytose) oder verminderte Zahl der Blutplättchen (Thrombozytopenie)
- Asthmaanfall
- schwere Hautreaktionen mit großflächiger Blasenbildung oder Hautablösung
- akute Verschlechterung der Nierenfunktion bis hin zu akutem Nierenversagen
- Nierenentzündung
Häufigkeit nicht abschätzbar
Nach der Markteinführung gemeldet — die genaue Häufigkeit lässt sich nicht berechnen.
- plötzliches Kreislaufversagen durch eine schwere allergische Reaktion (anaphylaktischer Schock)
- Herzinfarkt im Rahmen einer allergischen Reaktion
- schwere Störung der Blutbildung mit Blutarmut und Verminderung verschiedener Blutzellen (aplastische Anämie, Panzytopenie)
- Leberentzündung, Gelbfärbung der Haut oder Augen und erhöhte Leberwerte
- Magen-Darm-Blutungen
- schwere Hautreaktionen, auch mit großflächigem Ausschlag, Fieber und vergrößerten Lymphknoten
- Rotfärbung des Urins
Wichtige Wechselwirkungen
Novalgin kann die Blutspiegel und möglicherweise die Wirkung einiger anderer Arzneimittel verringern. Dazu gehören Bupropion, Efavirenz, Methadon, Valproat, Ciclosporin, Tacrolimus und Sertralin. Zusammen mit Methotrexat kann das Risiko für Schäden an der Blutbildung steigen, deshalb soll diese Kombination vermieden werden. Die Wirkung von Acetylsalicylsäure in niedriger Dosierung zum Herzschutz kann abgeschwächt werden. Bei gleichzeitiger Anwendung mit Chlorpromazin kann die Körpertemperatur stark absinken. Metamizol kann außerdem Laborwerte beeinflussen, zum Beispiel Kreatinin, Fette, HDL-Cholesterin oder Harnsäure.
Wann sollten Sie zum Arzt?
Suchen Sie sofort ärztliche Hilfe, wenn Sie Fieber, Schüttelfrost, Halsschmerzen, Schluckbeschwerden oder schmerzhafte wunde Stellen im Mund, in der Nase, im Rachen, im Genital- oder Analbereich bekommen. Gehen Sie auch sofort zum Arzt bei Blutergüssen, Blutungen, Blässe, anhaltendem Fieber oder allgemeinem Unwohlsein. Ebenfalls dringend ist ärztliche Hilfe bei Anzeichen einer schweren allergischen Reaktion wie Atemnot, Engegefühl in der Brust, Schwellungen im Gesicht oder Kreislaufproblemen. Wenden Sie sich außerdem sofort an einen Arzt bei Gelbfärbung der Haut oder Augen, dunklem Urin, hellem Stuhl, starkem Juckreiz, Ausschlag oder Schmerzen im Oberbauch. Bei schweren Hautreaktionen mit Blasen, Hautablösung, Geschwüren oder großflächigem Ausschlag müssen Sie Novalgin sofort absetzen und umgehend ärztliche Hilfe suchen.
Steckbrief: Novalgin
- Wirkstoffgruppe
- Pyrazolone
- Anwendungsgebiet
- Akute starke Schmerzen nach Verletzungen oder Operationen, krampfartige Leibschmerzen (Koliken), Schmerzen bei Krebsleiden, sonstige akute oder chronische starke Schmerzen, soweit eine andere Behandlung nicht infrage kommt, sowie hohes Fieber, das auf andere Maßnahmen nicht anspricht.
- Darreichungsform
- Rezeptpflicht
- Unbekannt
- Haeufigste Nebenwirkung
- Blutdruckabfall
- PZN
- 06053291
- Dosierungen
- 2,5 g, 1 g
Häufige Fragen
Wofür wird Novalgin angewendet?
Novalgin wird gegen akute starke Schmerzen nach Verletzungen oder Operationen angewendet. Es kann auch bei krampfartigen Leibschmerzen (Koliken), bei Schmerzen bei Krebsleiden sowie bei sonstigen akuten oder chronischen starken Schmerzen eingesetzt werden, wenn eine andere Behandlung nicht infrage kommt. Außerdem wird es bei hohem Fieber angewendet, das auf andere Maßnahmen nicht anspricht.
Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)
Welchen Wirkstoff enthält Novalgin?
Novalgin enthält den Wirkstoff Metamizol-Natrium-Monohydrat. Laut Gebrauchsinformation ist es ein schmerzstillendes und fiebersenkendes Arzneimittel aus der Gruppe der Pyrazolone.
Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)
Welche Nebenwirkungen von Novalgin sind besonders ernst?
Besonders ernst sind schwere allergische Reaktionen, starke Veränderungen des Blutbildes, schwere Hautreaktionen, Leberentzündung und schwere Nierenprobleme. Warnzeichen können zum Beispiel Fieber, Schüttelfrost, Halsschmerzen, Blutungen, Blässe, Atemnot, Schwellungen, Gelbfärbung der Haut oder Augen sowie Blasen oder Hautablösung sein. In solchen Fällen soll Novalgin sofort abgesetzt und umgehend ein Arzt aufgesucht werden.
Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)
Kann Novalgin mit anderen Arzneimitteln wechselwirken?
Ja. Novalgin kann die Blutspiegel und möglicherweise die Wirkung einiger Arzneimittel verringern, darunter Bupropion, Efavirenz, Methadon, Valproat, Ciclosporin, Tacrolimus und Sertralin. Mit Methotrexat kann das Risiko für Schäden an der Blutbildung steigen. Auch die Wirkung von Acetylsalicylsäure in niedriger Dosierung zum Herzschutz kann abgeschwächt werden.
Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)
Quellen & Referenzen
- Offizielle Fachinformation zu Novalgin: patienteninfo-service.de
- Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte: bfarm.de
Stand der Fachinformation: 18. April 2026
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