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Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel basiert auf der offiziellen Fachinformation und wurde redaktionell geprüft. Er ersetzt nicht die individuelle Beratung durch Arzt oder Apotheker.

Novalgin
Nebenwirkungen

Aktualisiert: 17. April 2026

Novalgin enthält den Wirkstoff Metamizol-Natrium-Monohydrat. Es ist ein schmerzstillendes und fiebersenkendes Arzneimittel aus der Gruppe der Pyrazolone. Novalgin wird angewendet gegen akute starke Schmerzen nach Verletzungen oder Operationen, krampfartige Leibschmerzen (Koliken), Schmerzen bei Krebsleiden sowie sonstige akute oder chronische starke Schmerzen, soweit eine andere Behandlung nicht infrage kommt. Außerdem wird es bei hohem Fieber angewendet, das auf andere Maßnahmen nicht anspricht.

Wirkstoff: Metamizol-Natrium 1H↓2↑O
Hersteller: A. Nattermann & Cie. GmbH (Sanofi)
Form: Injektionslösung, Zäpfchen, Tropfen, Filmtabletten
Lesezeit: 2 Min.

Wirkstoff

Novalgin enthält die Wirkstoffe oben. Für allgemeine Hinweise besuchen Sie die jeweilige Wirkstoff-Seite.

Mögliche Nebenwirkungen

Was bedeuten die Häufigkeiten?
Sehr häufig≥ 1 von 10
Häufig1 bis 10 von 100
Gelegentlich1 bis 10 von 1.000
Selten1 bis 10 von 10.000
Sehr selten< 1 von 10.000
UnbekanntPost-Marketing-Meldungen

Gelegentlich

  • violetter bis tiefroter, teilweise blasiger Hautausschlag
  • Blutdruckabfall

Selten

  • allergische Reaktionen, zum Beispiel Augenbrennen, Husten, Schnupfen, Niesen, Engegefühl in der Brust, Hautrötung, Nesselsucht oder Schwellungen im Gesicht
  • verminderte Anzahl weißer Blutkörperchen (Leukopenie)
  • Hautausschlag

Sehr selten

  • starke Verminderung bestimmter weißer Blutkörperchen (Agranulozytose)
  • verminderte Anzahl der Blutplättchen (Thrombozytopenie)
  • Asthmaanfall
  • schwere Hautreaktionen mit Blasenbildung und Hautablösung
  • akute Verschlechterung der Nierenfunktion
  • Nierenentzündung

Häufigkeit nicht abschätzbar

Nach der Markteinführung gemeldet — die genaue Häufigkeit lässt sich nicht berechnen.

  • plötzliches Kreislaufversagen durch eine schwere allergische Reaktion (anaphylaktischer Schock)
  • Herzinfarkt im Rahmen einer allergischen Reaktion
  • Blutarmut mit Störung der Knochenmarkfunktion (aplastische Anämie)
  • verminderte Anzahl weißer und roter Blutkörperchen sowie Blutplättchen (Panzytopenie)
  • Leberentzündung
  • Gelbfärbung der Haut oder des weißen Teils der Augen
  • Magen-Darm-Blutungen
  • schwere Hautreaktionen
  • Rotfärbung des Urins
  • Schmerzen an der Einstichstelle
  • lokale Reaktionen
  • Venenentzündung

Wichtige Wechselwirkungen

Novalgin kann andere Arzneimittel beeinflussen oder selbst beeinflusst werden. Genannt werden unter anderem Bupropion, Efavirenz, Methadon, Valproat, Ciclosporin, Tacrolimus und Sertralin, deren Blutspiegel oder Wirkung sich verändern können. Auch mit Methotrexat, Acetylsalicylsäure, Chlorpromazin, blutgerinnungshemmenden Arzneimitteln, Captopril, Lithium, Triamteren und blutdrucksenkenden Arzneimitteln sind Wechselwirkungen möglich. Sagen Sie Ihrem Arzt deshalb, welche Medikamente Sie anwenden.

Wann sollten Sie zum Arzt?

Suchen Sie sofort einen Arzt auf, wenn Sie Fieber, Schüttelfrost, Halsschmerzen oder schmerzhafte wunde Stellen im Mund-, Nasen-, Rachen-, Genital- oder Analbereich bekommen. Auch bei Blutergüssen, Blutungen, Blässe, anhaltendem Fieber oder allgemeinem Unwohlsein sollten Sie Novalgin sofort absetzen und ärztlich abklären lassen. Holen Sie außerdem sofort medizinische Hilfe bei Anzeichen einer schweren allergischen Reaktion, bei schweren Hautveränderungen mit Blasen oder Hautablösung sowie bei möglichen Zeichen eines Leberschadens wie Übelkeit oder Erbrechen, Müdigkeit, Appetitlosigkeit, dunklem Urin, hellem Stuhl, Gelbfärbung der Haut oder Schmerzen im Oberbauch.

Steckbrief: Novalgin

Wirkstoffgruppe
Pyrazolone
Anwendungsgebiet
akute starke Schmerzen nach Verletzungen oder Operationen, krampfartige Leibschmerzen (Koliken), Schmerzen bei Krebsleiden, sonstige akute oder chronische starke Schmerzen, soweit eine andere Behandlung nicht infrage kommt, sowie hohes Fieber, das auf andere Maßnahmen nicht anspricht
Darreichungsform
Rezeptpflicht
Unbekannt
Haeufigste Nebenwirkung
violetter bis tiefroter, teilweise blasiger Hautausschlag oder Blutdruckabfall
PZN
06053291
Dosierungen
2,5 g, 1 g

Häufige Fragen

Wofür wird Novalgin angewendet?

Novalgin wird gegen akute starke Schmerzen nach Verletzungen oder Operationen, krampfartige Leibschmerzen, Schmerzen bei Krebsleiden sowie sonstige akute oder chronische starke Schmerzen angewendet, wenn eine andere Behandlung nicht infrage kommt. Es wird außerdem bei hohem Fieber angewendet, das auf andere Maßnahmen nicht anspricht.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Welche Warnzeichen können auf eine schwere Blutbildveränderung hinweisen?

Warnzeichen sind zum Beispiel Fieber, Schüttelfrost, Halsschmerzen, Schluckbeschwerden, Entzündungen im Mund-, Nasen-, Rachen-, Genital- oder Analbereich, Blutergüsse, Blutungen, Blässe oder anhaltendes allgemeines Unwohlsein. In diesem Fall soll Novalgin sofort abgesetzt und umgehend ein Arzt aufgesucht werden.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Welche Anzeichen können auf einen Leberschaden hinweisen?

Mögliche Anzeichen sind Übelkeit oder Erbrechen, Fieber, Müdigkeit, Appetitlosigkeit, dunkler Urin, heller Stuhlgang, Gelbfärbung der Haut oder des weißen Teils der Augen, Juckreiz, Ausschlag oder Schmerzen im Oberbauch. Wenn solche Beschwerden auftreten, sollten Sie Novalgin absetzen und sofort einen Arzt kontaktieren.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Kann Novalgin allergische Reaktionen auslösen?

Ja. Möglich sind leichte bis schwere allergische Reaktionen, zum Beispiel Augenbrennen, Husten, Schnupfen, Niesen, Engegefühl in der Brust, Hautrötung, Nesselsucht, Schwellungen im Gesicht oder schwere Kreislaufreaktionen. Bei solchen Beschwerden sollten Sie sofort ärztliche Hilfe suchen.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Quellen & Referenzen

  • Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte: bfarm.de

Stand der Fachinformation: 17. April 2026

Hinweis: Diese Seite wird redaktionell von nebenwirkungen-info.de gepflegt. Sie steht in keinerlei Verbindung zu A. Nattermann & Cie. GmbH (Sanofi). Der Markenname wird ausschließlich zu Informationszwecken genannt.