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Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel basiert auf der offiziellen Fachinformation und wurde redaktionell geprüft. Er ersetzt nicht die individuelle Beratung durch Arzt oder Apotheker.

Losartan
Nebenwirkungen

Aktualisiert: 18. April 2026

Losartan wird zur Behandlung von Bluthochdruck bei Erwachsenen sowie bei Kindern und Jugendlichen von 6 bis 18 Jahren angewendet. Es kann außerdem die Nieren bei Menschen mit Bluthochdruck und Typ-2-Diabetes mit nachgewiesener eingeschränkter Nierenfunktion und erhöhter Eiweißausscheidung im Urin schützen. Zusätzlich wird es bei Herzleistungsschwäche eingesetzt, wenn eine Behandlung mit einem ACE-Hemmer nach Einschätzung des Arztes nicht geeignet ist. Bei Menschen mit Bluthochdruck und Verdickung der linken Herzkammer kann Losartan außerdem das Risiko eines Schlaganfalls vermindern.

Wirkstoff: Losartan
Hersteller: 1A Pharma GmbH
Form: Filmtabletten
Lesezeit: 2 Min.

Wirkstoff

Losartan enthält den Wirkstoff oben. Für allgemeine Hinweise besuchen Sie die jeweilige Wirkstoff-Seite.

Mögliche Nebenwirkungen

Was bedeuten die Häufigkeiten?
Sehr häufig≥ 1 von 10
Häufig1 bis 10 von 100
Gelegentlich1 bis 10 von 1.000
Selten1 bis 10 von 10.000
Sehr selten< 1 von 10.000
UnbekanntPost-Marketing-Meldungen

Haeufig

  • Schwindel
  • niedriger Blutdruck
  • Blutdruckabfall oder Kreislaufprobleme beim Aufstehen
  • Schwächegefühl
  • Müdigkeit
  • zu niedriger Blutzucker
  • zu viel Kalium im Blut
  • Veränderungen der Nierenfunktion bis hin zu Nierenversagen
  • Verminderung der roten Blutkörperchen
  • erhöhte Blutwerte wie Blutharnstoff, Kreatinin und Kalium bei Herzleistungsschwäche

Gelegentlich

  • Schläfrigkeit
  • Kopfschmerzen
  • Schlafstörungen
  • Herzklopfen oder Herzrasen
  • starke Brustschmerzen oder Engegefühl in der Brust
  • Kurzatmigkeit
  • Bauchschmerzen
  • Verstopfung
  • Durchfall
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Nesselsucht
  • Juckreiz
  • Hautausschlag
  • örtlich begrenzte Schwellungen
  • Husten

Selten

  • Überempfindlichkeitsreaktionen
  • schwere allergische Reaktion mit Ausschlag, Juckreiz, Schwellungen im Gesicht, an Lippen, Mund oder Rachen sowie Atem- oder Schluckbeschwerden
  • Gefäßentzündungen
  • Taubheitsgefühl oder Kribbeln
  • Ohnmacht
  • Herzrasen und Herzrhythmusstörungen
  • Schlaganfall
  • Leberentzündung
  • erhöhte Leberwerte
  • Schwellung des Darms mit Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall

Häufigkeit nicht abschätzbar

Nach der Markteinführung gemeldet — die genaue Häufigkeit lässt sich nicht berechnen.

  • Verminderung der Blutplättchen
  • Migräne
  • Störungen der Leberfunktion
  • Muskel- und Gelenkschmerzen
  • grippeähnliche Beschwerden
  • Rückenschmerzen und Harnwegsinfektionen
  • erhöhte Lichtempfindlichkeit der Haut
  • unerklärliche Muskelschmerzen mit dunklem Urin
  • Impotenz
  • Entzündung der Bauchspeicheldrüse
  • niedrige Natriumwerte im Blut
  • Depression
  • allgemeines Unwohlsein
  • Ohrgeräusche wie Klingeln, Summen oder Dröhnen
  • verändertes Geschmacksempfinden

Wichtige Wechselwirkungen

Losartan kann mit anderen Arzneimitteln wechselwirken. Nicht empfohlen ist die Kombination mit Kaliumpräparaten, kaliumhaltigem Salzersatz, kaliumsparenden Entwässerungsmitteln oder anderen Mitteln, die den Kaliumspiegel im Blut erhöhen können. Andere Arzneimittel gegen Bluthochdruck können die blutdrucksenkende Wirkung verstärken, während bestimmte Schmerz- und Entzündungshemmer die Wirkung von Losartan abschwächen können; bei eingeschränkter Nierenfunktion kann sich die Nierenfunktion dabei weiter verschlechtern. Lithiumhaltige Arzneimittel sollten nur unter enger ärztlicher Überwachung zusammen mit Losartan eingenommen werden. Auch bei gleichzeitiger Einnahme eines ACE-Hemmers oder von Aliskiren kann der Arzt besondere Vorsichtsmaßnahmen treffen.

Wann sollten Sie zum Arzt?

Nehmen Sie Losartan nicht weiter ein und suchen Sie sofort ärztliche Hilfe, wenn Sie Anzeichen einer schweren allergischen Reaktion bemerken. Dazu gehören Hautausschlag, Juckreiz, Schwellungen von Gesicht, Lippen, Mund oder Rachen sowie Atem- oder Schluckbeschwerden.

Steckbrief: Losartan

Wirkstoffgruppe
Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten
Anwendungsgebiet
Behandlung von Bluthochdruck bei Erwachsenen sowie Kindern und Jugendlichen von 6 bis 18 Jahren; Schutz der Nieren bei Patienten mit Bluthochdruck und Typ-2-Diabetes mit nachgewiesener eingeschränkter Nierenfunktion und erhöhter Eiweißausscheidung im Urin; Behandlung von Herzleistungsschwäche, wenn ein ACE-Hemmer nicht geeignet erscheint; Behandlung von Bluthochdruck bei Wandverdickung der linken Herzkammer zur Verminderung des Schlaganfallrisikos.
Darreichungsform
Rezeptpflicht
Unbekannt
Haeufigste Nebenwirkung
Schwindel
PZN
05369098

Häufige Fragen

Wofür wird Losartan angewendet?

Losartan wird zur Behandlung von Bluthochdruck bei Erwachsenen sowie bei Kindern und Jugendlichen von 6 bis 18 Jahren angewendet. Außerdem kann es die Nieren bei Menschen mit Bluthochdruck und Typ-2-Diabetes mit nachgewiesener eingeschränkter Nierenfunktion und erhöhter Eiweißausscheidung im Urin schützen. Es wird auch bei Herzleistungsschwäche eingesetzt, wenn eine Behandlung mit einem ACE-Hemmer nicht geeignet erscheint. Bei Bluthochdruck und Verdickung der linken Herzkammer kann Losartan zudem das Risiko eines Schlaganfalls vermindern.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Wie wirkt Losartan im Körper?

Losartan gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten genannt werden. Es blockiert die Wirkung von Angiotensin II, einer körpereigenen Substanz, die Blutgefäße verengt und dadurch den Blutdruck erhöht. So können sich die Blutgefäße entspannen und der Blutdruck sinken.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Kann Losartan auch die Nieren schützen?

Ja. Laut Fachinformation verlangsamt Losartan die Verschlechterung der Nierenfunktion bei Patienten mit hohem Blutdruck und Typ-2-Diabetes. Es wird zum Schutz der Nieren angewendet, wenn eine beeinträchtigte Nierenfunktion und eine erhöhte Eiweißausscheidung im Urin durch Laboruntersuchungen nachgewiesen wurden.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Wann sollte ich bei Nebenwirkungen sofort ärztliche Hilfe suchen?

Sofort ärztliche Hilfe ist nötig, wenn eine schwere allergische Reaktion auftritt. Warnzeichen sind Hautausschlag, Juckreiz, Schwellungen von Gesicht, Lippen, Mund oder Rachen sowie Atem- oder Schluckbeschwerden.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Andere Präparate mit Losartan

Quellen & Referenzen

Stand der Fachinformation: 18. April 2026

Hinweis: Diese Seite wird redaktionell von nebenwirkungen-info.de gepflegt. Sie steht in keinerlei Verbindung zu 1A Pharma GmbH. Der Markenname wird ausschließlich zu Informationszwecken genannt.