Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel basiert auf der offiziellen Fachinformation und wurde redaktionell geprüft. Er ersetzt nicht die individuelle Beratung durch Arzt oder Apotheker.
Levocomp
Nebenwirkungen
Levocomp ist ein Arzneimittel gegen die Parkinsonsche Krankheit. Es wird bei Parkinsonscher Krankheit angewendet, also bei einer Erkrankung mit grobem Zittern, verlangsamten Bewegungen und Muskelsteife. Außerdem wird es bei bestimmten Parkinson-Syndromen eingesetzt, die durch Vergiftungen, Hirnentzündungen oder arteriosklerotische Veränderungen der Hirngefäße entstanden sind. Nicht gemeint ist das Parkinson-Syndrom, das durch bestimmte Arzneimittel ausgelöst wird.
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Wirkstoff: Carbidopa-1-Wasser/Levodopa
Wirkstoff
Levocomp enthält die Wirkstoffe oben. Für allgemeine Hinweise besuchen Sie die jeweilige Wirkstoff-Seite.
Mögliche Nebenwirkungen
Was bedeuten die Häufigkeiten?
Sehr haeufig
- Harnwegsinfektionen
Haeufig
- Appetitlosigkeit
- Verwirrtheit
- depressive Verstimmungen, manchmal mit Selbstmordgedanken
- Albträume
- Halluzinationen
- Wechsel zwischen guter Beweglichkeit und plötzlicher Unbeweglichkeit
- Schwindel
- Kribbeln oder Einschlafen der Glieder
- Schläfrigkeit
- Blutdruckabfall beim Wechsel der Körperlage
- Atemnot
- Durchfall
- Erbrechen
- Brustschmerzen
Gelegentlich
- Aufgeregtheit
- Ohnmacht
- Herzklopfen
- Nesselsucht
Selten
- Störungen der Blutbildung
- Demenz
- psychotische Zustände wie Wahnideen oder paranoide Gedanken
- Krampfanfälle
- malignes neuroleptisches Syndrom
- Herzrhythmusstörungen
- erhöhter Blutdruck
- Venenentzündung
- dunkler Speichel
- Zwölffingerdarmgeschwür
- Magen-Darm-Blutungen
- Haarausfall
- Angioödem
- dunkler Schweiß
- Blutungen in die Haut
- Hautjucken
- Hautausschlag
- dunkler Urin
Häufigkeit nicht abschätzbar
Nach der Markteinführung gemeldet — die genaue Häufigkeit lässt sich nicht berechnen.
- starkes Verlangen nach sehr hohen Dosen von Levocomp
- nach hohen Dosen ungewöhnlich heftige unwillkürliche Bewegungen
- Stimmungsschwankungen bei hohen Dosen
Wichtige Wechselwirkungen
Levocomp kann sich mit anderen Arzneimitteln beeinflussen. Manche Mittel können die Wirkung von Levocomp abschwächen, zum Beispiel bestimmte Arzneimittel gegen psychische Erkrankungen sowie einige andere Wirkstoffe. Nicht empfohlen wird die gleichzeitige Anwendung mit Arzneimitteln, die Dopamin vermindern. Eisenhaltige Arzneimittel können dazu führen, dass Levocomp schlechter aufgenommen wird. Zusammen mit bestimmten Mitteln gegen Depressionen, mit Selegilin oder mit blutdrucksenkenden Arzneimitteln kann es eher zu Nebenwirkungen wie Blutdruckproblemen kommen. Levocomp kann außerdem die Wirkung von Sympathomimetika verstärken.
Wann sollten Sie zum Arzt?
Suchen Sie bitte ärztliche Hilfe, wenn Sie starke psychische Veränderungen bemerken, zum Beispiel Halluzinationen, Wahnideen, paranoide Gedanken oder Selbstmordgedanken. Informieren Sie Ihren Arzt auch bei Ohnmacht, Herzrhythmusstörungen, Magen-Darm-Blutungen, Krampfanfällen oder Anzeichen einer schweren allergischen Reaktion wie Angioödem. Ebenfalls wichtig ist ärztlicher Rat, wenn Sie ein starkes Verlangen nach sehr hohen Dosen von Levocomp entwickeln oder wenn ungewöhnliche Verhaltensänderungen auftreten.
Steckbrief: Levocomp
- Wirkstoffgruppe
- Arzneimittel gegen die Parkinsonsche Krankheit (Levodopa mit Decarboxylasehemmer)
- Anwendungsgebiet
- Parkinsonsche Krankheit sowie symptomatische Parkinson-Syndrome, die durch Vergiftungen, Hirnentzündungen oder arteriosklerotische Hirngefäßveränderungen auftreten. Ausgenommen ist das medikamentös induzierte Parkinson-Syndrom.
- Darreichungsform
- Rezeptpflicht
- Unbekannt
- Haeufigste Nebenwirkung
- Dyskinesien (abnormale, unwillkürliche Bewegungen) und Übelkeit
- PZN
- 00536195
- Dosierungen
- 50mg, 25mg
Häufige Fragen
Wofür wird Levocomp angewendet?
Levocomp wird bei Parkinsonscher Krankheit angewendet. Außerdem wird es bei symptomatischen Parkinson-Syndromen eingesetzt, wenn diese durch Vergiftungen, Hirnentzündungen oder arteriosklerotische Hirngefäßveränderungen entstanden sind. Ausgenommen ist das Parkinson-Syndrom, das durch bestimmte Arzneimittel ausgelöst wird.
Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)
Ist Levocomp für jedes Parkinson-Syndrom geeignet?
Nein. Laut Fachinformation ist das medikamentös induzierte Parkinson-Syndrom ausgenommen. Das sind Parkinson-ähnliche Beschwerden, die durch bestimmte Arzneimittel ausgelöst werden.
Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)
Welche Nebenwirkungen kommen bei Levocomp besonders oft vor?
Zu den häufigsten Nebenwirkungen zählen laut Fachinformation Dyskinesien, also abnormale unwillkürliche Bewegungen, und Übelkeit.
Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)
Kann Levocomp mit anderen Arzneimitteln wechselwirken?
Ja. Andere Arzneimittel können die Wirkung von Levocomp abschwächen oder Nebenwirkungen verstärken. Dazu gehören laut Fachinformation unter anderem bestimmte Arzneimittel gegen psychische Erkrankungen, einige Mittel gegen Depressionen, blutdrucksenkende Arzneimittel und eisenhaltige Arzneimittel.
Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)
Andere Präparate mit Carbidopa-1-Wasser/Levodopa
Quellen & Referenzen
- Offizielle Fachinformation zu Levocomp: patienteninfo-service.de
- Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte: bfarm.de
Stand der Fachinformation: 18. April 2026
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