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Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel basiert auf der offiziellen Fachinformation und wurde redaktionell geprüft. Er ersetzt nicht die individuelle Beratung durch Arzt oder Apotheker.

Giotrif
Nebenwirkungen

Aktualisiert: 18. April 2026

Giotrif wird allein zur Behandlung von Erwachsenen mit einer bestimmten Form von Lungenkrebs angewendet, dem nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom. Es kommt bei Tumoren mit einer Veränderung im EGFR-Gen infrage. Außerdem wird es bei einer Form mit Plattenepithel-Histologie angewendet, wenn eine vorherige Chemotherapie nicht mehr erfolgreich war.

Wirkstoff: Afatinib
Hersteller: Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Co. KG
Form: Filmtabletten
Lesezeit: 2 Min.

Wirkstoff

Giotrif enthält den Wirkstoff oben. Für allgemeine Hinweise besuchen Sie die jeweilige Wirkstoff-Seite.

Mögliche Nebenwirkungen

Was bedeuten die Häufigkeiten?
Sehr häufig≥ 1 von 10
Häufig1 bis 10 von 100
Gelegentlich1 bis 10 von 1.000
Selten1 bis 10 von 10.000
Sehr selten< 1 von 10.000
UnbekanntPost-Marketing-Meldungen

Sehr haeufig

  • Durchfall
  • Hautausschlag
  • Reizung und Entzündung der Mundschleimhaut
  • Nagelinfektion
  • verminderter Appetit
  • Nasenbluten
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Juckreiz
  • trockene Haut

Haeufig

  • Flüssigkeitsverlust durch länger anhaltenden oder starken Durchfall
  • niedrige Kaliumwerte im Blut
  • Verschlechterung der Nierenfunktion
  • Bindehautentzündung
  • Augentrockenheit
  • schmerzende, gerötete, geschwollene oder sich abschälende Haut an Händen und Füßen
  • erhöhte Leberwerte im Bluttest
  • Entzündung der Blase mit Brennen beim Wasserlassen und häufigem starkem Harndrang
  • gestörtes Geschmacksempfinden
  • Magenschmerzen, Verdauungsstörungen oder Sodbrennen
  • Entzündung der Lippen
  • Gewichtsverlust
  • laufende Nase
  • Muskelkrämpfe
  • Fieber
  • Nagelprobleme

Gelegentlich

  • bestimmte Form der Lungenentzündung (interstitielle Lungenerkrankung)
  • Hornhautentzündung
  • Entzündung der Bauchspeicheldrüse
  • Riss in der Magen- oder Darmwand
  • ungewöhnliches Wachstum der Wimpern, auch in die falsche Richtung

Selten

  • schwere Blasenbildung oder Ablösung der Haut

Wichtige Wechselwirkungen

Einige Arzneimittel können den Blutspiegel von Giotrif erhöhen und dadurch das Risiko für Nebenwirkungen verstärken. Dazu gehören bestimmte Mittel gegen Infektionen, einige Herzmedikamente sowie Arzneimittel, die das Immunsystem schwächen. Andere Arzneimittel können die Wirkung von Giotrif abschwächen, zum Beispiel bestimmte Mittel gegen Krampfanfälle, Johanniskraut oder Rifampicin. Giotrif kann außerdem die Konzentration anderer Arzneimittel im Blut erhöhen, zum Beispiel von Sulfasalazin oder Rosuvastatin. Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker über alle Arzneimittel, die Sie einnehmen.

Wann sollten Sie zum Arzt?

Suchen Sie so schnell wie möglich Ihren Arzt auf, wenn Durchfall auftritt, besonders wenn er länger anhält oder stärker ist. Melden Sie sich auch bei Hautausschlag, besonders wenn er schlimmer wird, sich die Haut abschält oder Blasen entstehen. Sofort ärztliche Hilfe ist wichtig bei neuer oder plötzlich schlimmer werdender Kurzatmigkeit, eventuell mit Husten oder Fieber. Wenden Sie sich außerdem umgehend an Ihren Arzt bei plötzlich auftretenden oder sich verschlimmernden Augenbeschwerden wie Schmerzen, Rötung oder Trockenheit. Auch starke Schmerzen im Bauch, Fieber, Schüttelfrost, Übelkeit, Erbrechen, Spannungsgefühl oder Blähungen im Bauch müssen sofort abgeklärt werden.

Steckbrief: Giotrif

Wirkstoffgruppe
Anwendungsgebiet
Behandlung von Erwachsenen mit einer bestimmten Form von nicht-kleinzelligem Lungenkrebs: bei Tumoren mit EGFR-Mutation sowie bei einer Form mit Plattenepithel-Histologie, wenn eine vorherige Chemotherapie nicht mehr erfolgreich war.
Darreichungsform
Rezeptpflicht
Unbekannt
Haeufigste Nebenwirkung
Durchfall
PZN
02482440
Dosierungen
20 mg, 30 mg, 40 mg

Häufige Fragen

Wofür wird Giotrif angewendet?

Giotrif wird allein zur Behandlung von Erwachsenen mit einer bestimmten Form von nicht-kleinzelligem Lungenkrebs angewendet. Dazu gehört eine Form, die durch eine Veränderung im EGFR-Gen gekennzeichnet ist. Außerdem wird es bei einer Form mit Plattenepithel-Histologie angewendet, wenn eine vorherige Chemotherapie nicht mehr erfolgreich war.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Kann Giotrif als erste Behandlung eingesetzt werden?

Ja. Bei nicht-kleinzelligem Lungenkrebs mit einer Veränderung im EGFR-Gen kann Giotrif als Erstbehandlung verschrieben werden. Es kann auch eingesetzt werden, wenn eine vorherige Chemotherapie nicht mehr erfolgreich war.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Was sind die häufigsten Nebenwirkungen von Giotrif?

Sehr häufig wurden unter Giotrif unter anderem Durchfall, Hautausschlag, Reizung und Entzündung der Mundschleimhaut, Nagelinfektionen, verminderter Appetit, Übelkeit, Erbrechen, Juckreiz und trockene Haut berichtet.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Wann sollte ich bei Nebenwirkungen schnell ärztlichen Rat suchen?

Sie sollten sich schnell an Ihren Arzt wenden, wenn Durchfall, Hautausschlag, Kurzatmigkeit mit oder ohne Husten oder Fieber oder Augenbeschwerden wie Schmerzen, Rötung oder Trockenheit auftreten. Auch starke Beschwerden im Bauchbereich müssen rasch ärztlich abgeklärt werden.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Kann Giotrif mit anderen Arzneimitteln wechselwirken?

Ja. Einige Arzneimittel können den Blutspiegel von Giotrif erhöhen und damit das Nebenwirkungsrisiko verstärken. Andere können die Wirkung von Giotrif abschwächen. Außerdem kann Giotrif die Konzentration bestimmter anderer Arzneimittel im Blut erhöhen. Deshalb sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker über alle eingenommenen Arzneimittel informieren.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Quellen & Referenzen

Stand der Fachinformation: 18. April 2026

Hinweis: Diese Seite wird redaktionell von nebenwirkungen-info.de gepflegt. Sie steht in keinerlei Verbindung zu Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Co. KG. Der Markenname wird ausschließlich zu Informationszwecken genannt.