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Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel basiert auf der offiziellen Fachinformation und wurde redaktionell geprüft. Er ersetzt nicht die individuelle Beratung durch Arzt oder Apotheker.

Gingium
Nebenwirkungen

Aktualisiert: 17. April 2026

Gingium enthält einen Extrakt aus Ginkgo-Blättern. Es wird zur symptomatischen Behandlung von hirnorganisch bedingten geistigen Leistungseinbußen im Rahmen eines therapeutischen Gesamtkonzeptes angewendet, wenn erworbene geistige Fähigkeiten abnehmen oder verloren gehen. Genannt werden dabei vor allem Gedächtnisstörungen, Konzentrationsstörungen, Niedergeschlagenheit, Schwindel, Ohrensausen und Kopfschmerzen. Außerdem wird Gingium zur Verlängerung der schmerzfreien Gehstrecke bei arterieller Verschlusskrankheit in den Gliedmaßen sowie bei Schwindel und zur unterstützenden Behandlung von Ohrgeräuschen infolge von Durchblutungsstörungen oder altersbedingten Rückbildungsvorgängen angewendet.

Wirkstoff: Ginkgoblätter-Trockenextrakt/extrahiert mit Aceton-Wasser (35-67:1)
Hersteller: HEXAL AG
Form: Filmtabletten
Lesezeit: 2 Min.

Wirkstoff

Gingium enthält den Wirkstoff oben. Für allgemeine Hinweise besuchen Sie die jeweilige Wirkstoff-Seite.

Mögliche Nebenwirkungen

Was bedeuten die Häufigkeiten?
Sehr häufig≥ 1 von 10
Häufig1 bis 10 von 100
Gelegentlich1 bis 10 von 1.000
Selten1 bis 10 von 10.000
Sehr selten< 1 von 10.000
UnbekanntPost-Marketing-Meldungen

Sehr haeufig

  • Kopfschmerzen

Haeufig

  • leichte Magen-Darm-Beschwerden
  • Durchfall
  • Erbrechen
  • Unterbauchschmerzen
  • Übelkeit
  • Schwindel oder eine Verstärkung bereits bestehender Schwindelbeschwerden

Häufigkeit nicht abschätzbar

Nach der Markteinführung gemeldet — die genaue Häufigkeit lässt sich nicht berechnen.

  • Blutungen an einzelnen Organen, zum Beispiel an Augen, Nase, im Gehirn oder im Magen-Darm-Bereich
  • schwere Überempfindlichkeitsreaktionen bis hin zum allergischen Schock
  • allergische Hautreaktionen wie Hautrötung, Hautschwellung, Juckreiz oder Ausschlag

Wichtige Wechselwirkungen

Gingium kann die Wirkung von Arzneimitteln zur Blutverdünnung oder zur Hemmung der Blutplättchen verstärken. Dazu gehören laut Fachinformation zum Beispiel Phenprocoumon, Warfarin, Clopidogrel, Acetylsalicylsäure und andere nicht-steroidale Antirheumatika. Mit Dabigatran oder Nifedipin soll Gingium nur eingenommen werden, wenn Ihr Arzt es verordnet hat. Die gleichzeitige Einnahme mit Efavirenz wird nicht empfohlen. Außerdem kann ein Einfluss auf die Verstoffwechselung anderer Arzneimittel nicht ausgeschlossen werden.

Wann sollten Sie zum Arzt?

Suchen Sie einen Arzt auf, wenn häufig Schwindelgefühle oder Ohrensausen auftreten. Bei plötzlich auftretender Schwerhörigkeit oder einem Hörverlust sollten Sie unverzüglich einen Arzt aufsuchen. Sprechen Sie außerdem mit Ihrem Arzt, wenn sich die Beschwerden während der Einnahme von Gingium verschlechtern. Vor der Einnahme sollten Sie ärztlichen Rat einholen, wenn Sie eine erhöhte Blutungsneigung haben, blutverdünnende Medikamente einnehmen, Epilepsie haben oder in den nächsten 3 bis 4 Tagen operiert werden sollen.

Steckbrief: Gingium

Wirkstoffgruppe
pflanzliches Arzneimittel mit Extrakt aus Ginkgo-Blättern
Anwendungsgebiet
Zur symptomatischen Behandlung von hirnorganisch bedingten geistigen Leistungseinbußen im Rahmen eines therapeutischen Gesamtkonzeptes bei Abnahme bzw. Verlust erworbener geistiger Fähigkeiten (dementiellen Syndromen) mit den Hauptbeschwerden: Gedächtnisstörungen, Konzentrationsstörungen, Niedergeschlagenheit, Schwindel, Ohrensausen, Kopfschmerzen. Zur Verlängerung der schmerzfreien Gehstrecke bei arterieller Verschlusskrankheit in den Gliedmaßen im Rahmen physikalisch-therapeutischer Maßnahmen, insbesondere Gehtraining. Bei Schwindel infolge von Durchblutungsstörungen oder altersbedingten Rückbildungsvorgängen. Zur unterstützenden Behandlung von Ohrgeräuschen infolge von Durchblutungsstörungen oder altersbedingten Rückbildungsvorgängen.
Darreichungsform
Rezeptpflicht
Unbekannt
Haeufigste Nebenwirkung
Kopfschmerzen
PZN
14171165
Dosierungen
120mg, 80mg, 40mg, 240mg

Häufige Fragen

Wofür wird Gingium angewendet?

Gingium wird zur symptomatischen Behandlung von hirnorganisch bedingten geistigen Leistungseinbußen im Rahmen eines therapeutischen Gesamtkonzeptes angewendet. Es wird außerdem zur Verlängerung der schmerzfreien Gehstrecke bei arterieller Verschlusskrankheit in den Gliedmaßen sowie bei Schwindel und zur unterstützenden Behandlung von Ohrgeräuschen infolge von Durchblutungsstörungen oder altersbedingten Rückbildungsvorgängen angewendet.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Welche Nebenwirkungen sind bei Gingium bekannt?

Sehr häufig wurden Kopfschmerzen berichtet. Häufig sind leichte Magen-Darm-Beschwerden, Durchfall, Erbrechen, Unterbauchschmerzen, Übelkeit sowie Schwindel oder eine Verstärkung bereits bestehender Schwindelbeschwerden. Mit nicht bekannter Häufigkeit wurden Blutungen an einzelnen Organen, schwere Überempfindlichkeitsreaktionen und allergische Hautreaktionen beschrieben.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Wann sollte ich vor der Einnahme mit einem Arzt sprechen?

Sprechen Sie vor der Einnahme mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie eine krankhaft erhöhte Blutungsneigung haben, blutverdünnende Medikamente einnehmen, Epilepsie haben oder wenn in den nächsten 3 bis 4 Tagen eine Operation geplant ist. Auch wenn Sie Efavirenz einnehmen, sollten Sie vorher Rücksprache halten.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Kann Gingium mit anderen Arzneimitteln wechselwirken?

Ja. Gingium kann die Wirkung von blutgerinnungshemmenden Arzneimitteln oder Thrombozytenaggregationshemmern verstärken. Mit Dabigatran oder Nifedipin soll es nur nach ärztlicher Verordnung eingenommen werden. Die gleichzeitige Einnahme mit Efavirenz wird nicht empfohlen.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Dürfen Kinder und Jugendliche Gingium einnehmen?

Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren liegen keine ausreichenden Untersuchungen vor beziehungsweise es gibt keine relevante Indikation für diese Altersgruppe. Deshalb soll Gingium bei ihnen nicht angewendet werden.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Quellen & Referenzen

  • Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte: bfarm.de

Stand der Fachinformation: 17. April 2026

Hinweis: Diese Seite wird redaktionell von nebenwirkungen-info.de gepflegt. Sie steht in keinerlei Verbindung zu HEXAL AG. Der Markenname wird ausschließlich zu Informationszwecken genannt.