Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel basiert auf der offiziellen Fachinformation und wurde redaktionell geprüft. Er ersetzt nicht die individuelle Beratung durch Arzt oder Apotheker.
Everolimus Mylan
Nebenwirkungen
Everolimus Mylan ist ein Arzneimittel gegen Krebs mit dem Wirkstoff Everolimus. Es kann die Blutversorgung von Tumoren verringern und so das Wachstum und die Ausbreitung von Krebszellen verlangsamen. Es wird bei Erwachsenen angewendet bei hormonrezeptor-positivem fortgeschrittenem Brustkrebs nach den Wechseljahren, wenn andere Behandlungen nicht mehr ausreichend wirken, bei bestimmten fortgeschrittenen neuroendokrinen Tumoren aus Magen, Darm, Lunge oder Bauchspeicheldrüse, wenn diese nicht operiert werden können und nicht zu viele Hormone bilden, sowie bei fortgeschrittenem Nierenkrebs, wenn andere Behandlungsmöglichkeiten die Erkrankung nicht aufhalten konnten.
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Wirkstoff: Everolimus
Wirkstoff
Everolimus Mylan enthält die Wirkstoffe oben. Für allgemeine Hinweise besuchen Sie die jeweilige Wirkstoff-Seite.
Mögliche Nebenwirkungen
Was bedeuten die Häufigkeiten?
Sehr haeufig
- Anzeichen einer Infektion mit erhöhter Temperatur oder Frösteln
- Fieber, Husten, Atemprobleme oder Keuchen als mögliche Anzeichen einer Lungenentzündung
- Müdigkeit, Atemnot, Schwindel oder blasse Haut durch Blutarmut
- Erhöhter Blutzucker
- Appetitverlust
- Erhöhte Blutfettwerte
- Veränderter Geschmack
- Kopfschmerzen
- Nasenbluten
- Husten
- Geschwüre im Mund
- Übelkeit oder Durchfall
- Hautausschlag
- Juckreiz
- Schwäche oder Müdigkeit
- Schwellungen an Armen, Händen, Füßen, Knöcheln oder anderen Körperstellen
- Gewichtsverlust
Haeufig
- Starker Durst, viel Urin, mehr Appetit mit Gewichtsverlust und Müdigkeit als mögliche Anzeichen von Diabetes
- Blutungen, zum Beispiel im Darm
- Stark verringerte Urinmenge als mögliches Zeichen eines Nierenversagens
- Spontane Blutungen oder blaue Flecken durch zu wenige Blutplättchen
- Fieber, Halsschmerzen oder Mundgeschwüre durch Infektionen bei zu wenigen weißen Blutkörperchen
- Lymphstau mit Schwellungen, meist an Armen oder Beinen
- Kurzatmigkeit
- Durst, wenig Urin, dunkler Urin, trockene gerötete Haut oder Reizbarkeit als Anzeichen einer Austrocknung
- Schlafstörungen
- Kopfschmerzen und Schwindel als mögliche Anzeichen von hohem Blutdruck
- Fieber
- Entzündung der Schleimhaut in Mund, Magen oder Darm
- Trockener Mund
- Sodbrennen
- Erbrechen
- Schluckbeschwerden
- Bauchschmerzen
- Akne
- Ausschlag und Schmerzen an Handflächen oder Fußsohlen
- Hautrötung
- Gelenkschmerzen
- Schmerzen im Mund
- Menstruationsstörungen wie eine unregelmäßige Periode
- Erhöhte Blutfettwerte
- Niedrige Kaliumwerte im Blut
- Niedrige Phosphatwerte im Blut
- Niedrige Kalziumwerte im Blut
- Trockene oder schuppige Haut, Hautwunden
- Nagelveränderungen oder brüchige Nägel
- Leichter Haarausfall
- Auffällige Leberwerte
- Auffällige Nierenwerte
- Geschwollenes Augenlid
- Eiweiß im Urin
Gelegentlich
- Fieber, Hautausschlag, Gelenkschmerzen, Müdigkeit, Appetitverlust, Übelkeit, Gelbfärbung der Haut, Schmerzen im rechten Oberbauch, heller Stuhl oder dunkler Urin als mögliche Anzeichen einer Hepatitis-B-Reaktivierung
- Atemnot, Atemprobleme im Liegen oder geschwollene Füße und Beine als mögliche Anzeichen einer Herzschwäche
- Schwellung oder Schmerzen in einem Bein, meist in der Wade, mit Rötung oder Wärme als mögliche Anzeichen eines Blutgerinnsels
- Plötzliche Atemnot, Brustschmerzen oder Bluthusten als mögliche Anzeichen einer Lungenembolie
- Stark verringerte Urinmenge, Beinschwellungen, Verwirrtheit oder Rückenschmerzen als mögliche Anzeichen eines plötzlichen Nierenversagens
- Hautausschlag, Juckreiz, Nesselsucht, Atem- oder Schluckbeschwerden oder Schwindel als Anzeichen einer schweren allergischen Reaktion
- Schwäche, spontane Blutungen, blaue Flecken und häufige Infektionen durch zu wenige Blutzellen
- Verlust des Geschmackssinns
- Bluthusten
- Ausbleiben der Periode
- Häufigeres Wasserlassen tagsüber
- Brustschmerzen
- Wundheilungsstörungen
- Hitzewallungen
- Juckende, gerötete oder entzündete Augen
Selten
- Kurzatmigkeit oder schnelle Atmung als Anzeichen eines akuten Atemnot-Syndroms
- Müdigkeit, Atemnot, Schwindel oder blasse Haut durch eine besondere Form der Blutarmut
- Schwellungen im Gesicht, um die Augen, am Mund, im Rachen oder an der Zunge mit Atem- oder Schluckbeschwerden als Anzeichen einer allergischen Reaktion
Häufigkeit nicht abschätzbar
Nach der Markteinführung gemeldet — die genaue Häufigkeit lässt sich nicht berechnen.
- Reaktionen an früher bestrahlten Körperstellen, zum Beispiel Hautrötung oder Lungenentzündung
- Verschlimmerung von Nebenwirkungen einer Strahlentherapie
Wichtige Wechselwirkungen
Everolimus Mylan kann die Wirkung anderer Arzneimittel beeinflussen, und andere Arzneimittel können auch die Wirkung von Everolimus Mylan verändern. Dadurch kann das Risiko für Nebenwirkungen steigen oder die Wirkung von Everolimus Mylan schwächer werden. Bestimmte Mittel gegen Pilzinfektionen, bakterielle Infektionen, HIV, Herzkrankheiten, nach Organtransplantationen, Depressionen oder Krampfanfälle können problematisch sein. Auch Johanniskraut sollte während der Behandlung vermieden werden. Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker deshalb über alle Arzneimittel, die Sie einnehmen oder einnehmen möchten.
Wann sollten Sie zum Arzt?
Suchen Sie sofort ärztliche Hilfe, wenn Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion bemerken, zum Beispiel Atem- oder Schluckbeschwerden, Schwellungen im Gesicht, an Lippen, Zunge oder Hals oder starken Juckreiz mit Hautausschlag oder Blasen. Informieren Sie Ihren Arzt unverzüglich bei Fieber, Frösteln, Husten, Atemproblemen oder Keuchen, da dies auf eine schwere Infektion oder Lungenentzündung hinweisen kann. Ebenfalls wichtig sind starker Durst, sehr wenig Urin, Blutungen, Bluthusten, Brustschmerzen, starke Schwellungen an Beinen oder plötzliche Atemnot. Auch Gelbfärbung der Haut, dunkler Urin oder Schmerzen im rechten Oberbauch sollten sofort ärztlich abgeklärt werden.
Steckbrief: Everolimus Mylan
- Wirkstoffgruppe
- Arzneimittel gegen Krebs
- Anwendungsgebiet
- Behandlung von Erwachsenen mit hormonrezeptor-positivem fortgeschrittenem Brustkrebs nach den Wechseljahren, wenn andere Behandlungen nicht mehr ausreichen, mit fortgeschrittenen neuroendokrinen Tumoren aus Magen, Darm, Lunge oder Bauchspeicheldrüse, wenn diese nicht operiert werden können und nicht übermäßig Hormone oder ähnliche Stoffe herstellen, sowie mit fortgeschrittenen Nierentumoren, wenn andere Behandlungsmöglichkeiten die Erkrankung nicht zum Stillstand gebracht haben.
- Darreichungsform
- Rezeptpflicht
- Unbekannt
- Haeufigste Nebenwirkung
- Müdigkeit
- PZN
- 17421183
- Dosierungen
- 10 mg, 2,5 mg, 5 mg
Häufige Fragen
Wofür wird Everolimus Mylan angewendet?
Everolimus Mylan wird bei Erwachsenen zur Behandlung bestimmter Krebsarten eingesetzt. Dazu gehören hormonrezeptor-positiver fortgeschrittener Brustkrebs bei Frauen nach den Wechseljahren, wenn andere Behandlungen nicht mehr ausreichen, bestimmte fortgeschrittene neuroendokrine Tumoren aus Magen, Darm, Lunge oder Bauchspeicheldrüse, wenn sie nicht operiert werden können und nicht übermäßig Hormone bilden, sowie fortgeschrittene Nierentumoren, wenn andere Behandlungsmöglichkeiten die Erkrankung nicht aufhalten konnten.
Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)
Wie wirkt Everolimus Mylan?
Everolimus Mylan enthält den Wirkstoff Everolimus. Laut Gebrauchsinformation vermindert Everolimus die Blutversorgung des Tumors und verlangsamt das Wachstum und die Ausbreitung von Krebszellen.
Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)
Worauf sollte ich bei anderen Arzneimitteln achten?
Andere Arzneimittel können das Risiko von Nebenwirkungen erhöhen oder die Wirkung von Everolimus Mylan abschwächen. Deshalb sollten Sie Ihrem Arzt oder Apotheker mitteilen, welche Arzneimittel Sie einnehmen, kürzlich eingenommen haben oder einnehmen möchten. Bestimmte Arzneimittel sollten während der Behandlung vermieden werden, weil Ihr Arzt sonst die Behandlung anpassen muss.
Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)
Welche Nebenwirkungen kommen unter Everolimus Mylan sehr häufig vor?
Sehr häufig genannt werden unter anderem Infektionen mit Fieber oder Frösteln, Anzeichen einer Lungenentzündung, Müdigkeit, erhöhter Blutzucker, Appetitverlust, erhöhte Blutfettwerte, Kopfschmerzen, Nasenbluten, Husten, Geschwüre im Mund, Übelkeit oder Durchfall, Hautausschlag, Juckreiz, Schwellungen und Gewichtsverlust.
Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)
Wann muss ich mit Everolimus Mylan sofort ärztliche Hilfe suchen?
Sofortige Hilfe ist wichtig bei Anzeichen einer allergischen Reaktion wie Atem- oder Schluckbeschwerden, Schwellungen im Gesicht oder starken Hautreaktionen. Auch Fieber, Frösteln, Husten, Atemprobleme, starke Blutungen, sehr wenig Urin, plötzliche Atemnot, Brustschmerzen oder Gelbfärbung der Haut sollten umgehend ärztlich abgeklärt werden.
Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)
Quellen & Referenzen
- Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte: bfarm.de
Stand der Fachinformation: 18. April 2026
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