Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel basiert auf der offiziellen Fachinformation und wurde redaktionell geprüft. Er ersetzt nicht die individuelle Beratung durch Arzt oder Apotheker.
ERYPO FS I.E
Nebenwirkungen
ERYPO FS I.E wird zur Behandlung von Blutarmut angewendet. Es kann bei einer durch Nierenerkrankung bedingten Blutarmut eingesetzt werden: bei Kindern unter Hämodialyse, bei Erwachsenen unter Hämodialyse oder Peritonealdialyse sowie bei Erwachsenen mit schwerer Blutarmut, die noch keine Dialyse erhalten. Außerdem wird ERYPO FS I.E bei Erwachsenen mit Blutarmut während einer Chemotherapie gegen solide Tumore, maligne Lymphome oder multiples Myelom angewendet. Es kann auch bei Erwachsenen mit mittelschwerer Blutarmut vor einer Operation eingesetzt werden, wenn Eigenblut gespendet werden soll, sowie vor einem großen orthopädischen Eingriff, um den möglichen Bedarf an Fremdbluttransfusionen zu verringern. Zusätzlich wird es bei Erwachsenen mit Blutarmut infolge myelodysplastischer Syndrome angewendet.
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Wirkstoff: Epoetin
Wirkstoff
ERYPO FS I.E enthält den Wirkstoff oben. Für allgemeine Hinweise besuchen Sie die jeweilige Wirkstoff-Seite.
Mögliche Nebenwirkungen
Was bedeuten die Häufigkeiten?
Sehr haeufig
- Durchfall
- Magenverstimmung
- Erbrechen
- Fieber
- Atemwegsbeschwerden wie verstopfte Nase und Halsschmerzen
Haeufig
- Erhöhter Blutdruck
- Kopfschmerzen; plötzliche starke Kopfschmerzen, Verwirrtheit oder Anfälle können Zeichen eines plötzlichen Blutdruckanstiegs sein
- Blutgerinnsel, zum Beispiel mit Brustschmerzen, Kurzatmigkeit oder schmerzhafter Schwellung und Rötung meist an den Beinen
- Husten
- Hautausschlag, möglicherweise durch eine allergische Reaktion
- Knochen- oder Muskelschmerzen
- Grippeähnliche Beschwerden wie Kopfschmerzen, Gelenkschmerzen, Schwächegefühl, Schüttelfrost, Müdigkeit und Schwindel
- Rötung, Brennen und Schmerzen an der Injektionsstelle
- Schwellungen an Knöcheln, Füßen oder Fingern
- Schmerzen in Armen oder Beinen
Gelegentlich
- Hoher Kaliumwert im Blut, der Herzrhythmusstörungen auslösen kann
- Anfälle
- Verstopfte Nase oder verengte Atemwege
- Allergische Reaktion
- Nesselsucht
Selten
- Zeichen einer schweren Störung der Bildung roter Blutkörperchen mit plötzlicher schwerer Blutarmut, zum Beispiel ungewöhnliche Müdigkeit, Benommenheit, Schwindel oder Kurzatmigkeit
- Anstieg der Blutplättchenzahl
- Schwere allergische Reaktion mit geschwollenem Gesicht, Lippen, Mund, Zunge oder Hals sowie Schluck- oder Atembeschwerden
- Porphyrie mit zum Beispiel Schmerzen, dunkler Urinfarbe oder erhöhter Lichtempfindlichkeit der Haut
Wann sollten Sie zum Arzt?
Suchen Sie sofort ärztliche Hilfe, wenn Sie Anzeichen einer schweren Hautreaktion bemerken, zum Beispiel rötliche oder kreisrunde Flecken mit Blasen, Ablösen der Haut oder wunde Stellen im Mund, Rachen, an Nase, Genitalien oder Augen. Informieren Sie sofort Ihren Arzt auch bei Anzeichen eines Blutgerinnsels, etwa Brustschmerzen, Kurzatmigkeit oder schmerzhafter Schwellung und Rötung eines Beins. Ebenfalls sofort abklären lassen sollten Sie plötzliche starke Kopfschmerzen, Verwirrtheit oder Anfälle, weil dies auf einen starken Blutdruckanstieg hinweisen kann. Suchen Sie außerdem umgehend Hilfe bei Zeichen einer schweren allergischen Reaktion wie Schwellungen im Gesicht oder Atemnot.
Steckbrief: ERYPO FS I.E
- Wirkstoffgruppe
- Arzneimittel, das die Bildung roter Blutkörperchen anregt
- Anwendungsgebiet
- Behandlung von Blutarmut bei durch Nierenerkrankung bedingter Blutarmut, bei Erwachsenen während einer Chemotherapie gegen solide Tumore, maligne Lymphome oder multiples Myelom, bei Erwachsenen mit mittelschwerer Blutarmut vor einer Operation mit Eigenblutspende, bei Erwachsenen vor einem großen orthopädischen Eingriff zur Verringerung des möglichen Bedarfs an Fremdbluttransfusionen sowie bei Erwachsenen mit Blutarmut infolge myelodysplastischer Syndrome.
- Darreichungsform
- Rezeptpflicht
- Unbekannt
- Haeufigste Nebenwirkung
- Durchfall
- PZN
- 06301286
- Dosierungen
- 0,4 ml, 0,5 ml, 0,3 ml
Häufige Fragen
Wofür wird ERYPO FS I.E angewendet?
ERYPO FS I.E wird zur Behandlung von Blutarmut angewendet. Dazu gehört eine durch Nierenerkrankung bedingte Blutarmut bei Kindern unter Hämodialyse, bei Erwachsenen unter Hämodialyse oder Peritonealdialyse sowie bei Erwachsenen mit schwerer Blutarmut ohne Dialyse. Außerdem wird es bei Erwachsenen mit Blutarmut während einer Chemotherapie gegen solide Tumore, maligne Lymphome oder multiples Myelom angewendet. Weitere Anwendungsgebiete sind Erwachsene mit mittelschwerer Blutarmut vor einer Operation mit Eigenblutspende, Erwachsene vor einem großen orthopädischen Eingriff sowie Erwachsene mit Blutarmut infolge myelodysplastischer Syndrome.
Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)
Kann ERYPO FS I.E den Bedarf an Bluttransfusionen verringern?
Laut Fachinformation kann ERYPO FS I.E bei Erwachsenen mit Blutarmut während einer Chemotherapie die Notwendigkeit einer Fremdbluttransfusion verringern. Auch bei Erwachsenen vor einem großen orthopädischen Eingriff soll ein möglicher Bedarf an Fremdbluttransfusionen vermindert werden. Bei Erwachsenen mit myelodysplastischen Syndromen kann ebenfalls die Notwendigkeit einer Fremdbluttransfusion verringert werden.
Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)
Wird ERYPO FS I.E auch vor Operationen eingesetzt?
Ja. ERYPO FS I.E wird bei Erwachsenen mit mittelschwerer Blutarmut angewendet, die vor einer Operation einen Teil ihres eigenen Blutes spenden. Es wird außerdem bei Erwachsenen mit mittelschwerer Blutarmut eingesetzt, denen ein großer orthopädischer Eingriff bevorsteht, um einen möglichen Bedarf an Fremdbluttransfusionen zu vermindern.
Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)
Welche Nebenwirkungen treten besonders häufig auf?
Sehr häufig wurden Durchfall, Magenverstimmung, Erbrechen und Fieber berichtet. Außerdem wurden Atemwegsbeschwerden wie verstopfte Nase und Halsschmerzen beschrieben.
Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)
Quellen & Referenzen
- Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte: bfarm.de
Stand der Fachinformation: 18. April 2026
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