Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel basiert auf der offiziellen Fachinformation und wurde redaktionell geprüft. Er ersetzt nicht die individuelle Beratung durch Arzt oder Apotheker.
CONCERTA
Nebenwirkungen
CONCERTA enthält den Wirkstoff Methylphenidathydrochlorid. Es wird zur Behandlung der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) angewendet. Das Arzneimittel ist für Kinder ab 6 Jahren und für Erwachsene vorgesehen. Es wird nur angewendet, wenn zuvor Behandlungen ohne Arzneimittel, zum Beispiel psychologische Beratung und Verhaltenstherapie, versucht wurden. CONCERTA ist nicht zur Behandlung von ADHS bei Kindern unter 6 Jahren vorgesehen.
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Wirkstoff: Methylphenidat
Wirkstoff
CONCERTA enthält den Wirkstoff oben. Für allgemeine Hinweise besuchen Sie die jeweilige Wirkstoff-Seite.
Mögliche Nebenwirkungen
Was bedeuten die Häufigkeiten?
Sehr haeufig
- Kopfschmerzen
- Nervosität
- Schlaflosigkeit
Haeufig
- unregelmäßiger Herzschlag
- Stimmungsveränderungen, Stimmungsschwankungen oder Veränderungen der Persönlichkeit
- Gelenkschmerzen
- verschwommenes Sehen
- Spannungskopfschmerzen
- trockener Mund oder Durst
- Probleme beim Einschlafen
- Fieber
- verminderter sexueller Antrieb
- Haarausfall oder dünner werdendes Haar
- Muskelanspannung oder Muskelkrämpfe
- Appetitverlust oder verminderter Appetit
- Probleme, eine Erektion zu bekommen oder aufrechtzuerhalten
- Juckreiz, Ausschlag oder Nesselsucht
- ungewöhnliche Schläfrigkeit, Benommenheit oder Müdigkeit
- starkes Zähneknirschen
- Panikgefühl
- Kribbeln oder Taubheitsgefühl der Haut
- erhöhter Leberwert im Blut
- Husten, Entzündung im Hals- oder Nasenbereich, Rachenreizung, Infektion der oberen Atemwege oder der Nasennebenhöhlen
- hoher Blutdruck oder schneller Herzschlag
- Schwindel, Schwächegefühl, unkontrollierbare Bewegungen oder Überaktivität
- Aggressivität, Erregtheit, Ängstlichkeit, depressive Stimmung, Reizbarkeit, Angespanntheit, Nervosität oder auffälliges Verhalten
- Magenverstimmung, Verdauungsstörung, Bauchschmerzen, Durchfall, Übelkeit oder Magenbeschwerden
- übermäßiges Schwitzen
- Gewichtsabnahme
Gelegentlich
- Suizidgedanken oder Suizidabsichten
- Dinge sehen, fühlen oder hören, die nicht da sind
- unkontrollierte Sprache und Körperbewegungen
- allergische Reaktionen mit Ausschlag, Juckreiz, Nesselsucht, Schwellungen im Gesicht oder Atembeschwerden
- trockenes Auge
- Verstopfung
- Beschwerden im Brustkorb
- Blut im Urin
- Lustlosigkeit
- Zittern
- häufiges Wasserlassen
- Muskelschmerzen oder Muskelzucken
- Kurzatmigkeit oder Schmerzen im Brustkorb
- Hitzegefühl
- erhöhte Leberwerte
- Zorn, Ruhelosigkeit oder Traurigkeit, übermäßiger Rededrang, übermäßige Wahrnehmung der Umgebung oder Schlafstörungen
Selten
- Gefühl von besonderer Erregtheit, Überaktivität und Hemmungslosigkeit
- Probleme mit dem sexuellen Antrieb
- Orientierungslosigkeit oder Verwirrtheit
- Sehstörungen oder Doppeltsehen
- Brustschwellung bei Männern
- Hautrötung oder rötlich-erhabener Hautausschlag
- Zwangsstörungen, zum Beispiel wiederkehrende unerwünschte Gedanken oder zwanghafte Handlungen
Sehr selten
- Herzinfarkt
- plötzlicher Herztod
- Suizidversuch
- Krampfanfälle
- Hautabschälung oder rötlich-violette Hautflecken
- Entzündung oder Verschluss von Arterien im Gehirn
- vorübergehende Lähmung, Probleme beim Bewegen oder Sehen oder Schwierigkeiten beim Sprechen
- unkontrollierbare Muskelkrämpfe in Augen, Kopf, Hals, Körper oder Nervensystem
- Verminderung der Blutzellen mit erhöhter Anfälligkeit für Infektionen, Blutungen oder Blutergüsse
- plötzlicher Anstieg der Körpertemperatur, sehr hoher Blutdruck und schwere Krampfanfälle
- Muskelkrämpfe
- kleine gerötete Hautflecken
- schwere Leberstörung bis hin zu plötzlichem Leberversagen und Koma
- Veränderungen bei Blutbild oder Leberwerten
- auffällige Gedanken oder Mangel an Gefühlen oder Emotionen
- Kältegefühl in Armen und Beinen
- Taubheitsgefühl, Kribbeln oder Farbveränderung der Finger und Zehen bei Kälte
Häufigkeit nicht abschätzbar
Nach der Markteinführung gemeldet — die genaue Häufigkeit lässt sich nicht berechnen.
- immer wiederkehrende unerwünschte Gedanken
- unerklärbare Ohnmacht, Schmerzen im Brustkorb oder Kurzatmigkeit
- Dauererektionen, die manchmal schmerzhaft sind, oder häufigere Erektionen
- Migräne
- erweiterte Pupillen
- sehr hohes Fieber
- langsamer oder schneller Herzschlag oder zusätzliche Herzschläge
- starker Krampfanfall
- Wahnvorstellungen
- starke Bauchschmerzen, oft mit Übelkeit und Erbrechen
- Probleme mit den Blutgefäßen im Gehirn
- Unfähigkeit, den Urin zu halten
- Krampf der Kiefermuskulatur mit erschwertem Öffnen des Mundes
- Stottern
- Nasenbluten
Wichtige Wechselwirkungen
CONCERTA darf nicht zusammen mit bestimmten Arzneimitteln gegen Depressionen eingenommen werden, den sogenannten MAO-Hemmern, und auch nicht innerhalb von 14 Tagen nach deren Einnahme. Bei gleichzeitiger Einnahme mit bestimmten Arzneimitteln gegen Depressionen oder Angstzustände, zum Beispiel trizyklischen Antidepressiva, SSRI oder SNRI, kann es zu einem gefährlichen Anstieg von Serotonin im Gehirn kommen. Anzeichen dafür können Verwirrtheit oder Ruhelosigkeit, Schwitzen, Schüttelfrost, Muskelzucken oder schneller Herzschlag sein. Sprechen Sie vor der Einnahme auch mit Ihrem Arzt, wenn Sie Arzneimittel gegen schwere psychische Erkrankungen, Parkinson, Epilepsie, hohen oder niedrigen Blutdruck, bestimmte Husten- und Erkältungsmittel oder blutverdünnende Mittel anwenden. Wenn eine Operation geplant ist, sollte der Arzt ebenfalls informiert werden.
Wann sollten Sie zum Arzt?
Suchen Sie sofort einen Arzt auf, wenn unregelmäßiger Herzschlag, Suizidgedanken, Halluzinationen, unkontrollierte Sprache oder Körperbewegungen oder Zeichen einer schweren Allergie auftreten. Ebenfalls sofort ärztliche Hilfe ist nötig bei Brustschmerzen, Kurzatmigkeit, Ohnmacht, Krampfanfällen, starken Stimmungsschwankungen oder auffälligen Veränderungen der Persönlichkeit. Bei Dauererektionen, besonders wenn sie schmerzhaft sind oder länger anhalten, müssen Sie unverzüglich einen Arzt aufsuchen. Auch bei Anzeichen schwerer Probleme mit Gehirn, Herz oder Blutgefäßen ist sofort ärztliche Hilfe erforderlich.
Steckbrief: CONCERTA
- Wirkstoffgruppe
- Anwendungsgebiet
- Behandlung der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) bei Kindern ab 6 Jahren und bei Erwachsenen, wenn zuvor Behandlungen ohne Arzneimittel versucht wurden.
- Darreichungsform
- Rezeptpflicht
- Unbekannt
- Haeufigste Nebenwirkung
- Kopfschmerzen
- PZN
- 02842068
- Dosierungen
- 54 mg, 18 mg, 27 mg, 36 mg
Häufige Fragen
Wofür wird CONCERTA angewendet?
CONCERTA wird zur Behandlung der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) angewendet. Es ist für Kinder ab 6 Jahren und für Erwachsene vorgesehen. Das Arzneimittel wird nur eingesetzt, wenn zuvor Behandlungen ohne Arzneimittel, zum Beispiel psychologische Beratung und Verhaltenstherapie, versucht wurden.
Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)
Ist CONCERTA für Kinder unter 6 Jahren geeignet?
Nein. CONCERTA ist nicht zur Behandlung von ADHS bei Kindern unter 6 Jahren vorgesehen.
Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)
Kann CONCERTA ADHS heilen?
In der Quelle steht, dass es keine Heilung für ADHS gibt. Die Erkrankung kann aber mit entsprechenden Behandlungsprogrammen unter Kontrolle gehalten werden.
Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)
Ist CONCERTA Teil einer umfassenderen Behandlung?
Ja. CONCERTA wird als Teil eines Behandlungsprogramms angewendet. Dazu gehören üblicherweise psychologische, erzieherische und soziale Therapiemaßnahmen.
Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)
Quellen & Referenzen
- Offizielle Fachinformation zu CONCERTA: patienteninfo-service.de
- Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte: bfarm.de
Stand der Fachinformation: 18. April 2026
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