Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel basiert auf der offiziellen Fachinformation und wurde redaktionell geprüft. Er ersetzt nicht die individuelle Beratung durch Arzt oder Apotheker.
Clozapin HEXAL
Nebenwirkungen
Clozapin HEXAL gehört zur Wirkstoffgruppe der Antipsychotika. Es wird zur Behandlung von Schizophrenie eingesetzt, wenn mindestens zwei andere Antipsychotika nicht ausreichend geholfen haben oder nicht behandelbare Nebenwirkungen verursacht haben. Eines der zuvor eingesetzten Arzneimittel muss zu den neueren atypischen Antipsychotika gehört haben. Außerdem wird Clozapin HEXAL zur Behandlung schwerer Störungen des Denkens, Fühlens und Verhaltens bei Patienten mit Parkinson-Krankheit angewendet, wenn andere Arzneimittel nicht gewirkt haben.
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Wirkstoff: Clozapin
Wirkstoff
Clozapin HEXAL enthält den Wirkstoff oben. Für allgemeine Hinweise besuchen Sie die jeweilige Wirkstoff-Seite.
Mögliche Nebenwirkungen
Was bedeuten die Häufigkeiten?
Sehr haeufig
- Schläfrigkeit
- Benommenheit
- vermehrter Speichelfluss
- schwere Verstopfung
- schneller Herzschlag
Haeufig
- Anzeichen einer Erkältung, Fieber, grippeähnliche Beschwerden, Halsschmerzen oder andere Infektionen
- Krampfanfälle
- plötzliche Ohnmacht oder kurzer Bewusstseinsverlust mit Muskelschwäche
- erhöhte Zahl weißer Blutkörperchen
- Gewichtszunahme
- verschwommenes Sehen
- Kopfschmerzen
- Zittern
- Steifigkeit
- Ruhelosigkeit
- Krämpfe oder Zuckungen
- ungewöhnliche Bewegungen
- Unfähigkeit, sich zu bewegen
- Unfähigkeit, still zu sitzen
- Veränderungen im EKG
- Bluthochdruck
- Schwäche oder Schwindel beim Aufstehen
- Übelkeit
- Erbrechen
- Appetitlosigkeit
- Mundtrockenheit
- leichte Veränderungen der Leberwerte
- Verlust der Blasenkontrolle
- Probleme beim Wasserlassen
- Müdigkeit
- Fieber
- starkes Schwitzen
- erhöhte Körpertemperatur
- Sprachstörungen, zum Beispiel undeutliche Aussprache
Gelegentlich
- plötzlicher starker Temperaturanstieg mit Muskelsteifigkeit
- Schwindel, Benommenheit oder Beinahe-Ohnmacht beim Aufstehen
- Fehlen weißer Blutkörperchen
- Sprachstörungen, zum Beispiel Stottern
Selten
- Anzeichen einer Atemwegsinfektion oder Lungenentzündung, zum Beispiel Fieber, Husten, Atemnot oder Keuchen
- starke brennende Schmerzen im Oberbauch mit Ausstrahlung in den Rücken, zusammen mit Übelkeit und Erbrechen
- Ohnmacht und Muskelschwäche durch starken Blutdruckabfall
- Schluckstörungen
- Übelkeit, Erbrechen und/oder Appetitlosigkeit
- Anzeichen von beginnendem oder zunehmendem Übergewicht
- Atemaussetzer im Schlaf, mit oder ohne Schnarchen
- Blutarmut
- Erregtheit
- Verwirrtheit
- Delir
- unregelmäßiger Herzschlag
- Entzündung des Herzmuskels
- Entzündung der Herzumhüllung
- Flüssigkeitsansammlung am Herzen
- hoher Blutzucker
- Diabetes mellitus
- Blutgerinnsel in der Lunge
- Leberentzündung
- Lebererkrankung mit Gelbfärbung der Haut, dunklem Urin oder Juckreiz
- erhöhter Kreatinphosphokinase-Wert im Blut
Sehr selten
- schmerzhafte Dauererektion
- spontane Blutungen oder blaue Flecken
- Beschwerden durch stark erhöhten Blutzucker, zum Beispiel Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, starker Durst, häufiges Wasserlassen, Verwirrtheit
- Anzeichen eines Darmverschlusses, zum Beispiel Bauchschmerzen, Krämpfe, aufgeblähter Bauch, Erbrechen, Verstopfung und fehlender Gasabgang
- Anzeichen einer schweren Lebererkrankung, zum Beispiel Appetitlosigkeit, aufgeblähter Bauch, Bauchschmerzen, Gelbfärbung der Haut, starke Schwäche und Unwohlsein
- Anzeichen einer Nierenentzündung, zum Beispiel Übelkeit, Erbrechen, Müdigkeit und Gewichtsverlust
- erhöhte Zahl von Blutplättchen mit möglicher Gerinnselbildung
- nicht kontrollierbare Bewegungen von Mund, Zunge und Gliedern
- Zwangsgedanken und zwanghaft wiederholtes Verhalten
- Hautreaktionen
- Schwellung vor dem Ohr
- Atemprobleme
- sehr hohe Blutfettwerte
- Erkrankung des Herzmuskels
- Herzstillstand
- plötzlicher unerklärlicher Tod
Häufigkeit nicht abschätzbar
Nach der Markteinführung gemeldet — die genaue Häufigkeit lässt sich nicht berechnen.
- Anzeichen eines Herzinfarkts, zum Beispiel starker Druck oder Schmerzen in der Brust, Kurzatmigkeit, Schwitzen, Schwäche, Übelkeit oder Erbrechen
- Brustenge oder Brennen in der Brust als mögliche Zeichen einer verminderten Durchblutung des Herzmuskels
- Herzrasen oder Flattern in der Brust
- schneller unregelmäßiger Herzschlag
- Anzeichen von niedrigem Blutdruck, zum Beispiel Schwindel, Ohnmacht, verschwommenes Sehen oder ungewöhnliche Müdigkeit
- Anzeichen von Blutgerinnseln in den Venen, zum Beispiel Schwellung, Schmerzen und Rötung am Bein, eventuell mit Atembeschwerden und Brustschmerzen
- schwere Infektion mit Fieber oder niedriger Körpertemperatur, schneller Atmung, schnellem Herzschlag, Bewusstseinsveränderungen und Blutdruckabfall
- starkes Schwitzen, Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall
- stark verminderte Urinmenge
- allergische Reaktionen, vor allem im Gesicht, Mund, Rachen oder an der Zunge
- mögliche schwere Lebererkrankung bis hin zu Leberversagen
- Geschwüre im Magen oder Darm, zum Beispiel mit brennenden Oberbauchschmerzen, schwarzem oder blutigem Stuhl, Sodbrennen, Übelkeit oder Erbrechen
- Anzeichen eines Magen- oder Darmdurchbruchs, zum Beispiel sehr starke Bauchschmerzen, Bauchverhärtung, Fieber oder Schüttelfrost
- Verstopfung, Bauchschmerzen, druckempfindlicher Bauch, Fieber, Blähungen oder blutiger Durchfall als mögliche Zeichen schwerer Darmprobleme
- Verschlimmerung oder Beginn von Muskelschwäche, Muskelkrämpfen oder Muskelschmerzen
- stechende Brust- oder Bauchschmerzen mit Kurzatmigkeit, mit oder ohne Husten oder Fieber
- schwere Hautreaktion mit Ausschlag, eventuell Blasen, Hautreizung, Schwellungen, Fieber und grippeähnlichen Beschwerden
- Veränderungen im EEG
- Durchfall
- Magenbeschwerden
- Sodbrennen
- Magenbeschwerden nach dem Essen
- Muskelschwäche
- Muskelspasmen
- Muskelschmerzen
- verstopfte Nase
- nächtliches Einnässen
- plötzlicher starker Blutdruckanstieg
- unkontrollierte Verkrümmung des Körpers zu einer Seite
- Ejakulationsstörungen
- Hautausschlag
- purpurrote Flecken auf der Haut
- Entzündung der Blutgefäße mit Fieber oder Juckreiz
- Darmentzündung mit Durchfall, Bauchschmerzen und Fieber
- Veränderung der Hautfarbe
- Schmetterlingsförmige Rötung im Gesicht
- Gelenkschmerzen
- Fieber und Müdigkeit
- Restless-Legs-Syndrom mit starkem Bewegungsdrang in Armen oder Beinen
Wichtige Wechselwirkungen
Clozapin HEXAL darf nicht zusammen mit Arzneimitteln eingenommen werden, die das Knochenmark schädigen oder die Bildung von Blutkörperchen verringern können, weil dadurch das Risiko für einen Mangel an weißen Blutkörperchen steigt. Auch viele andere Arzneimittel können die Wirkung von Clozapin HEXAL oder ihre eigene Wirkung verändern. Dazu gehören unter anderem Mittel gegen Depressionen, andere Antipsychotika, Beruhigungs- und Schlafmittel, bestimmte Mittel gegen Epilepsie, Blutdruckmittel, Arzneimittel gegen Allergien oder Erkältungen, Mittel gegen Parkinson, einige Herzmittel, bestimmte Antibiotika sowie einige Mittel gegen Pilz- oder Virusinfektionen. Auch hormonelle Verhütungsmittel werden genannt. Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker deshalb über alle Arzneimittel, die Sie einnehmen oder vor Kurzem eingenommen haben.
Wann sollten Sie zum Arzt?
Suchen Sie sofort ärztliche Hilfe, wenn Sie schwere Verstopfung, Fieber, grippeähnliche Beschwerden, Halsschmerzen oder andere Infektionszeichen bekommen. Ebenfalls sofort zum Arzt sollten Sie bei Krampfanfällen, plötzlicher Ohnmacht, starkem Schwindel beim Aufstehen, schnellem oder unregelmäßigem Herzschlag, Brustschmerzen, Atemproblemen oder unerklärlicher Müdigkeit. Dringend ärztlich abgeklärt werden müssen auch starke Bauchschmerzen, ein aufgeblähter Bauch, Erbrechen, fehlender Stuhl- oder Gasabgang, Gelbfärbung der Haut, spontane Blutungen oder blaue Flecken sowie Anzeichen einer allergischen Reaktion im Gesicht, Mund oder Rachen.
Steckbrief: Clozapin HEXAL
- Wirkstoffgruppe
- Antipsychotika
- Anwendungsgebiet
- Behandlung von Schizophrenie, wenn mindestens zwei andere Antipsychotika nicht gewirkt haben oder nicht behandelbare Nebenwirkungen verursacht haben; außerdem Behandlung schwerer Störungen des Denkens, Fühlens und Verhaltens bei Patienten mit Parkinson-Krankheit, wenn andere Arzneimittel nicht gewirkt haben.
- Darreichungsform
- Rezeptpflicht
- Unbekannt
- Haeufigste Nebenwirkung
- Schläfrigkeit, Benommenheit, vermehrter Speichelfluss, schwere Verstopfung oder schneller Herzschlag
- PZN
- 04973254
- Dosierungen
- 200mg, 100mg, 25mg, 50mg
Häufige Fragen
Wofür wird Clozapin HEXAL angewendet?
Clozapin HEXAL wird zur Behandlung von Schizophrenie angewendet, wenn andere Arzneimittel nicht gewirkt haben. Es darf dafür nur eingenommen werden, wenn bereits mindestens zwei andere Antipsychotika ausprobiert wurden und diese nicht geholfen haben oder nicht behandelbare Nebenwirkungen verursacht haben. Außerdem wird Clozapin HEXAL zur Behandlung schwerer Störungen des Denkens, Fühlens und Verhaltens bei Patienten mit Parkinson-Krankheit verwendet, wenn andere Arzneimittel nicht gewirkt haben.
Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)
Zu welcher Wirkstoffgruppe gehört Clozapin HEXAL?
Der in Clozapin HEXAL enthaltene Wirkstoff ist Clozapin. Er gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die Antipsychotika genannt werden.
Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)
Kann Clozapin HEXAL bei jeder Form von Schizophrenie eingesetzt werden?
Laut Fachinformation ist Clozapin HEXAL für Patienten mit Schizophrenie vorgesehen, bei denen andere Arzneimittel nicht gewirkt haben. Vor der Einnahme müssen bereits Behandlungsversuche mit mindestens zwei anderen Antipsychotika erfolgt sein. Eines dieser zuvor versuchten Arzneimittel muss zu den neueren atypischen Antipsychotika gehört haben.
Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)
Andere Präparate mit Clozapin
Quellen & Referenzen
- Offizielle Fachinformation zu Clozapin HEXAL: patienteninfo-service.de
- Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte: bfarm.de
Stand der Fachinformation: 18. April 2026
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