Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel basiert auf der offiziellen Fachinformation und wurde redaktionell geprüft. Er ersetzt nicht die individuelle Beratung durch Arzt oder Apotheker.
Clarithromycin
Nebenwirkungen
Clarithromycin ist ein Antibiotikum aus der Gruppe der Makrolid-Antibiotika. Es hemmt das Wachstum bestimmter Bakterien. Es wird bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren zur Behandlung bakterieller Infektionen angewendet, zum Beispiel in den Bronchien und der Lunge, in den Nasennebenhöhlen und im Hals, auf der Haut und in den Muskeln sowie bei Magengeschwüren durch Helicobacter pylori.
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Wirkstoff: Clarithromycin
Wirkstoff
Clarithromycin enthält den Wirkstoff oben. Für allgemeine Hinweise besuchen Sie die jeweilige Wirkstoff-Seite.
Mögliche Nebenwirkungen
Was bedeuten die Häufigkeiten?
Haeufig
- Schlaflosigkeit
- Kopfschmerzen
- Veränderter Geschmack
- Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall oder Verdauungsstörungen
- Veränderte Leberwerte
- Hautausschlag
- Schwitzen
Gelegentlich
- Pilzinfektionen, zum Beispiel im Mund
- Infektionen der Scheide
- Verminderte oder erhöhte bestimmte weiße Blutkörperchen
- Allergische Reaktionen
- Appetitlosigkeit
- Ängstlichkeit, Schwindel, Schläfrigkeit oder Zittern
- Drehschwindel
- Beeinträchtigtes Hören oder Ohrgeräusche
- Veränderungen der Herzaktivität im EKG
- Spürbares Herzklopfen
- Entzündung von Magen, Mund oder Zunge
- Blähungen, Verstopfung oder Aufstoßen
- Trockener Mund
- Störung des Gallenflusses
- Leberentzündung
- Erhöhte Leberwerte
- Juckreiz oder Nesselausschlag
- Allgemeines Unwohlsein
- Schwäche
- Brustschmerzen
- Schüttelfrost
- Müdigkeit
Häufigkeit nicht abschätzbar
Nach der Markteinführung gemeldet — die genaue Häufigkeit lässt sich nicht berechnen.
- Darmentzündung
- Bestimmte Infektionen der Haut und des Unterhautgewebes
- Starke Verminderung bestimmter weißer Blutkörperchen
- Verminderte Zahl an Blutplättchen mit blauen Flecken oder Blutungen
- Schwere allergische Reaktion
- Psychische Veränderungen wie Verwirrtheit, Depression, Halluzinationen oder Alpträume
- Krampfanfälle
- Veränderter Geruchssinn oder Verlust von Geruchs- und Geschmackssinn
- Kribbeln, Taubheitsgefühl oder Taubheit
- Herzrhythmusstörungen
- Verlängerte Blutgerinnungszeit
- Akute Entzündung der Bauchspeicheldrüse
- Verfärbung von Zähnen und Zunge
- Schweres Leberversagen
- Gelbfärbung von Haut oder Augen
- Schwere Hautreaktionen
- Akne
- Muskelschmerzen oder Muskelschwäche
- Nierenentzündung oder Nierenversagen
- Ungewöhnliche Urinfarbe
- Verschwommenes Sehen oder andere Sehstörungen
Wichtige Wechselwirkungen
Clarithromycin kann die Wirkung anderer Arzneimittel verändern, und andere Arzneimittel können auch die Wirkung von Clarithromycin beeinflussen. Das betrifft unter anderem Mittel gegen Allergien, Herzmittel, Blutverdünner, Arzneimittel gegen Epilepsie, Diabetesmittel, bestimmte Mittel gegen HIV-Infektionen, Pilzinfektionen und einige Antibiotika. Manche Kombinationen können das Risiko für Herzrhythmusstörungen erhöhen oder dazu führen, dass Ihr Arzt Sie besonders eng überwacht. Bestimmte Arzneimittel können die Wirkung von Clarithromycin abschwächen, zum Beispiel Johanniskraut oder einige Mittel gegen Infektionen und Epilepsie. Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker deshalb immer über alle Arzneimittel, die Sie einnehmen oder anwenden.
Wann sollten Sie zum Arzt?
Suchen Sie sofort ärztliche Hilfe, wenn plötzlich Atem-, Sprech- oder Schluckbeschwerden, starker Schwindel oder Kollaps auftreten. Wenden Sie sich außerdem schnell an einen Arzt bei schwerem oder anhaltendem Durchfall, bei Gelbfärbung der Haut oder Augen, dunklem Urin, hellem Stuhl, Juckreiz oder Bauchschmerzen als mögliche Zeichen von Leberproblemen. Auch bei spürbarem Herzklopfen oder unregelmäßigem Herzschlag, starken Bauch- und Rückenschmerzen oder einem roten, schuppigen Ausschlag mit Blasen sollten Sie rasch ärztlichen Rat einholen.
Steckbrief: Clarithromycin
- Wirkstoffgruppe
- Makrolid-Antibiotikum
- Anwendungsgebiet
- Behandlung bakterieller Infektionen bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren, zum Beispiel in den Bronchien und der Lunge, in den Nasennebenhöhlen und im Hals, auf der Haut und in den Muskeln sowie bei Magengeschwüren durch Helicobacter pylori.
- Darreichungsform
- Rezeptpflicht
- Unbekannt
- Haeufigste Nebenwirkung
- Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, veränderter Geschmack sowie Magen-Darm-Beschwerden wie Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall
- PZN
- 03811294
- Dosierungen
- 250mg, 500mg, 5ml, 125mg
Häufige Fragen
Wofür wird Clarithromycin angewendet?
Clarithromycin wird bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren zur Behandlung von bakteriellen Infektionen angewendet. Dazu gehören Infektionen in den Bronchien und der Lunge, in den Nasennebenhöhlen und im Hals, auf der Haut und in den Muskeln sowie Magengeschwüre durch Helicobacter pylori.
Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)
Ist Clarithromycin ein Antibiotikum?
Ja. Clarithromycin ist ein Antibiotikum aus der Gruppe der Makrolid-Antibiotika und hemmt das Wachstum bestimmter Bakterien.
Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)
Für wen ist Clarithromycin vorgesehen?
Clarithromycin ist laut Gebrauchsinformation für Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren vorgesehen.
Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)
Hilft Clarithromycin bei Magengeschwüren?
Ja, Clarithromycin wird auch bei Magengeschwüren angewendet, die durch das Bakterium Helicobacter pylori verursacht werden.
Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)
Quellen & Referenzen
- Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte: bfarm.de
Stand der Fachinformation: 18. April 2026
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