Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel basiert auf der offiziellen Fachinformation und wurde redaktionell geprüft. Er ersetzt nicht die individuelle Beratung durch Arzt oder Apotheker.
Citalopram
Nebenwirkungen
Citalopram gehört zu den Antidepressiva aus der Gruppe der SSRI. Es wird zur Behandlung von depressiven Erkrankungen eingesetzt. Außerdem wird es bei Panikstörungen mit oder ohne Agoraphobie angewendet, also zum Beispiel bei starker Angst, das Haus zu verlassen, Geschäfte zu betreten oder sich auf öffentlichen Plätzen aufzuhalten.
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Wirkstoff: Citalopram hydrobromid
Wirkstoff
Citalopram enthält den Wirkstoff oben. Für allgemeine Hinweise besuchen Sie die jeweilige Wirkstoff-Seite.
Mögliche Nebenwirkungen
Was bedeuten die Häufigkeiten?
Sehr haeufig
- Herzklopfen, Zittern und vermehrtes Schwitzen
- Schläfrigkeit, starke Müdigkeit oder Schwäche
- Schlafstörungen
- innere Unruhe oder Nervosität
- Schwindel
- verschwommenes Sehen
- Mundtrockenheit
- Übelkeit und Verstopfung
- Kopfschmerzen
Haeufig
- weniger oder mehr Appetit, Gewichtsabnahme, Geschmacksstörungen
- Durchfall, Erbrechen, Verdauungsbeschwerden, Bauchschmerzen, Blähungen oder vermehrter Speichelfluss
- hoher oder niedriger Blutdruck, Schwindel oder mögliche Ohnmacht beim Aufstehen
- Fieber
- Kribbeln, Prickeln oder Taubheitsgefühl der Haut
- Müdigkeit, Schlafstörungen oder ungewöhnliche Träume
- Migräne oder Ohrgeräusche
- Sehstörungen
- laufende Nase, Nasennebenhöhlenentzündung oder Gähnen
- Probleme beim Wasserlassen
- Juckreiz oder Hautausschlag
- Muskel- oder Gelenkschmerzen
- sexuelle Störungen wie Ejakulationsstörungen, Erektionsstörungen, Orgasmusstörungen oder verminderte Lust
- Angstgefühle, Verwirrtheit oder Gleichgültigkeit
- Konzentrations- und Aufmerksamkeitsstörungen, auffällige Träume oder Gedächtnisverlust
- ungewöhnlich starke Urinausscheidung
- schwerwiegende Herzrhythmusstörungen mit schnellem, unregelmäßigem Puls
Gelegentlich
- Halluzinationen
- Ohnmacht
- Krampfanfälle
- Bewegungsstörungen oder unwillkürliche Bewegungen
- erweiterte Pupillen
- Husten
- Probleme beim Wasserlassen bis hin zu Harnverhalt
- Wassereinlagerungen
- Haarausfall
- Nesselausschlag, juckender Ausschlag, Ausschlag oder stärkere Lichtempfindlichkeit der Haut
- ungewöhnlich starke Monatsblutung
- Aggression, Realitätsverlust oder Entfremdungsgefühl
- krankhaft gehobene Stimmung oder Euphorie
- gesteigerte Libido
- Appetitlosigkeit
- Unwohlsein
- Gewichtszunahme
- langsamer Puls
- starkes Jucken der Haut mit Erhebungen
Selten
- niedrige Natriumwerte im Blut mit Übelkeit, Muskelschwäche, Verwirrtheit, Müdigkeit und Muskelzuckungen
- Leberentzündung oder Gelbsucht
- bereits bekannte Krampfanfälle treten häufiger auf
- unwillkürliche Bewegungen
- Blutungen
- Unfähigkeit, still zu sitzen
- unruhige Beine
Sehr selten
- plötzliche schwere allergische Reaktion mit zum Beispiel Hautausschlag, Atemproblemen, Schwindel oder Ohnmacht
- Hautausschlag mit Quaddeln und Schwellungen, auch im Gesicht, an Lippen oder Zunge
- Milchabsonderung aus der Brust
Häufigkeit nicht abschätzbar
Nach der Markteinführung gemeldet — die genaue Häufigkeit lässt sich nicht berechnen.
- suizidale Gedanken oder suizidales Verhalten
- hohes Fieber, Zittern, plötzliche Muskelzuckungen, Verwirrtheit, krankhaft gehobene Stimmung und starke Unruhe
- Abnahme der Blutplättchen mit erhöhter Blutungs- und Blutergussneigung
- ungewöhnliche Blutungen, auch im Magen-Darm-Trakt oder aus der Gebärmutter
- schneller, unregelmäßiger Herzschlag und Ohnmacht als mögliche Zeichen einer schweren Herzrhythmusstörung
- erstmals auftretende Krampfanfälle
- Schwäche, verminderte Muskelkraft, Zittern und Herzrhythmusstörungen durch niedrige Kaliumwerte im Blut
- Nasenbluten
- kleine Blutflecken unter der Haut
- unregelmäßige, starke Monatsblutung
- anhaltende schmerzhafte Erektion
- Panikattacke
- Zähneknirschen
- möglicherweise erhöhtes Risiko für Knochenbrüche
- schwere vaginale Blutungen kurz nach der Geburt
Wichtige Wechselwirkungen
Citalopram darf nicht zusammen mit bestimmten Arzneimitteln eingenommen werden, die den Herzrhythmus beeinflussen können. Auch mit Pimozid darf es nicht gleichzeitig angewendet werden. Manche Arzneimittel können die Wirkung und Nebenwirkungen von Citalopram verstärken, zum Beispiel MAO-Hemmer, Lithium, Triptane, bestimmte starke Schmerzmittel, Johanniskraut oder einige Mittel gegen Magenprobleme, Pilzinfektionen oder Depressionen. Andere Arzneimittel können das Risiko für Krampfanfälle oder gefährliche Herzrhythmusstörungen erhöhen. Außerdem kann Citalopram zusammen mit blutverdünnenden Mitteln und bestimmten Schmerzmitteln das Blutungsrisiko erhöhen. Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker über alle Arzneimittel, die Sie einnehmen oder anwenden.
Wann sollten Sie zum Arzt?
Suchen Sie sofort ärztliche Hilfe, wenn Sie suizidale Gedanken haben oder sich selbst verletzen könnten. Gehen Sie außerdem sofort zum Arzt oder in die Notaufnahme bei schnellem unregelmäßigem Herzschlag, Ohnmacht, schweren allergischen Reaktionen mit Atemproblemen oder Schwellungen im Gesicht, an Lippen oder Zunge, bei Krampfanfällen oder bei hohem Fieber mit Zittern, Muskelzuckungen und Verwirrtheit. Auch bei ungewöhnlichen oder starken Blutungen, Gelbsucht oder einer anhaltenden schmerzhaften Erektion sollten Sie umgehend ärztliche Hilfe suchen.
Steckbrief: Citalopram
- Wirkstoffgruppe
- Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI)
- Anwendungsgebiet
- Behandlung von depressiven Erkrankungen sowie von Panikstörungen mit oder ohne Agoraphobie.
- Darreichungsform
- Rezeptpflicht
- Unbekannt
- Haeufigste Nebenwirkung
- Übelkeit
- PZN
- 03872835
- Dosierungen
- 10mg, 20mg, 30mg, 40mg
Häufige Fragen
Wofür wird Citalopram angewendet?
Citalopram wird zur Behandlung von depressiven Erkrankungen angewendet. Außerdem wird es bei Panikstörungen mit oder ohne Agoraphobie eingesetzt, zum Beispiel bei starker Angst, das Haus zu verlassen, Geschäfte zu betreten oder sich auf öffentlichen Plätzen aufzuhalten.
Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)
Zu welcher Arzneimittelgruppe gehört Citalopram?
Citalopram gehört zu einer Gruppe von Antidepressiva, die als Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer, kurz SSRI, bezeichnet werden.
Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)
Kann Citalopram auch bei Panikstörungen helfen?
Ja. Citalopram wird zur Behandlung von Panikstörungen mit oder ohne Agoraphobie angewendet.
Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)
Quellen & Referenzen
- Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte: bfarm.de
Stand der Fachinformation: 18. April 2026
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