Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel basiert auf der offiziellen Fachinformation und wurde redaktionell geprüft. Er ersetzt nicht die individuelle Beratung durch Arzt oder Apotheker.
Abilify
Nebenwirkungen
Abilify enthält den Wirkstoff Aripiprazol und gehört zur Gruppe der Antipsychotika. Es wird bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 15 Jahren zur Behandlung einer Erkrankung eingesetzt, bei der zum Beispiel Dinge gehört, gesehen oder gefühlt werden, die nicht da sind, sowie Misstrauen, Wahnvorstellungen, unzusammenhängende Sprache, wirres Verhalten und eine abgeflachte Stimmung auftreten können. Außerdem wird Abilify bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 13 Jahren zur Behandlung eines Zustands mit übersteigertem Hochgefühl, sehr viel Energie, wenig Schlafbedarf, sehr schnellem Sprechen und starker Reizbarkeit angewendet. Bei Erwachsenen kann es auch helfen, das Wiederauftreten dieses Zustands zu verhindern, wenn die Behandlung mit Abilify bereits angesprochen hat.
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Wirkstoff: Aripiprazol
Wirkstoff
Abilify enthält den Wirkstoff oben. Für allgemeine Hinweise besuchen Sie die jeweilige Wirkstoff-Seite.
Mögliche Nebenwirkungen
Was bedeuten die Häufigkeiten?
Haeufig
- Diabetes
- Schlafprobleme
- Angstgefuehl
- Unruhe und das Gefuehl, nicht still sitzen zu koennen
- innere Unruhe mit starkem Bewegungsdrang (Akathisie)
- unkontrollierbare Zuckungen oder windende Bewegungen
- Zittern
- Kopfschmerzen
- Muedigkeit
- Schlaefrigkeit
- Benommenheit
- Zittern zusammen mit verschwommenem Sehen
- Verstopfung und Verdauungsstoerungen
- Magenverstimmung
- Uebelkeit
- mehr Speichel im Mund als normal
- Erbrechen
- Erschoepfung
Gelegentlich
- erhoehter oder erniedrigter Prolaktinspiegel im Blut
- zu viel Zucker im Blut
- Depression
- veraendertes oder verstaerktes sexuelles Interesse
- nicht kontrollierbare Bewegungen von Mund, Zunge und Gliedmassen
- Muskelstoerung mit windenden Bewegungen (Dystonie)
- unruhige Beine
- Doppeltsehen
- Lichtempfindlichkeit der Augen
- schneller Herzschlag
- Absinken des Blutdrucks beim Aufstehen mit Schwindel, Benommenheit oder Ohnmacht
- Schluckauf
Häufigkeit nicht abschätzbar
Nach der Markteinführung gemeldet — die genaue Häufigkeit lässt sich nicht berechnen.
- niedrige Zahl weisser Blutkoerperchen
- niedrige Zahl von Blutplaettchen
- allergische Reaktionen, zum Beispiel Schwellungen im Mund- und Rachenraum, Schwellung von Zunge und Gesicht, Juckreiz oder Quaddeln
- Beginn oder Verschlechterung von Diabetes, Ketoazidose oder Koma
- hoher Blutzucker
- erniedrigter Natriumspiegel im Blut
- Appetitlosigkeit
- Gewichtsverlust
- Gewichtszunahme
- Selbsttoetungsgedanken, Selbsttoetungsversuch und Selbsttoetung
- Aggressivitaet
- gesteigerte Unruhe
- Nervositaet
- Kombination aus Fieber, Muskelsteifheit, schnellem Atmen, Schwitzen, vermindertem Bewusstsein und ploetzlichen Veraenderungen von Blutdruck und Puls
- Krampfanfall
- Serotonin-Syndrom
- Sprachstoerungen
- Fixierung der Augaepfel in einer Position
- ploetzlicher unerklbarer Tod
- lebensbedrohlich unregelmaessiger Herzschlag
- Herzanfall
- verlangsamter Herzschlag
- Blutgerinnsel in den Venen
- hoher Blutdruck
- Ohnmacht
- versehentliches Einatmen von Nahrung mit Gefahr einer Lungenentzuendung
- Verkrampfung der Stimmritze
- Entzuendung der Bauchspeicheldruese
- Schwierigkeiten beim Schlucken
- Durchfall
- Beschwerden im Bauch
- Beschwerden im Magen
- Leberversagen
- Leberentzuendung
- Gelbfaerbung der Haut oder Augen
- auffaellige Leberwerte
- Hautausschlag
- Lichtempfindlichkeit der Haut
- Haarausfall
- uebermaessiges Schwitzen
- schwere allergische Reaktion mit Hautausschlag, Fieber, geschwollenen Lymphknoten und Veraenderungen im Blutbild (DRESS)
- ungewoehnlicher Muskelabbau mit moeglichen Nierenproblemen
- Muskelschmerzen
- Steifheit
- ungewollter Harnabgang
- Schwierigkeiten beim Wasserlassen
- laenger andauernde und/oder schmerzhafte Erektion
- Probleme, die Koerpertemperatur zu kontrollieren oder Ueberhitzung
- Brustschmerzen
- Schwellungen an Haenden, Fussknoecheln oder Fuessen
- erhoehte oder schwankende Blutzuckerwerte und erhoehte Werte fuer glykolisiertes Haemoglobin
- Unfaehigkeit, Impulsen zu widerstehen, zum Beispiel Spielsucht, zwanghaftes Einkaufen oder Geldausgeben, Essattacken, zwanghaftes Essen, verstaerkter Sexualtrieb oder zielloses Umherwandern
Wichtige Wechselwirkungen
Abilify kann die Wirkung von blutdrucksenkenden Arzneimitteln verstaerken. Bei gleichzeitiger Einnahme mit bestimmten anderen Arzneimitteln kann es sein, dass Ihr Arzt die Dosis von Abilify oder die des anderen Arzneimittels aendern muss. Genannt werden unter anderem Arzneimittel gegen Herzrhythmusstoerungen, gegen Depressionen und Angstzustaende, gegen Pilzinfektionen, gegen HIV, gegen Epilepsie und bestimmte Antibiotika zur Behandlung der Tuberkulose. Auch Arzneimittel, die den Serotoninspiegel erhoehen, koennen das Risiko fuer Nebenwirkungen steigern. Wenn bei Ihnen ungewoehnliche Beschwerden auftreten, sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen.
Wann sollten Sie zum Arzt?
Suchen Sie sofort aerztliche Hilfe, wenn Sie an sich denken, sich selbst zu verletzen, oder wenn solche Gedanken auftreten. Holen Sie umgehend medizinischen Rat ein bei Muskelsteifheit oder starker Steifheit zusammen mit hohem Fieber, Schwitzen, veraendertem Bewusstseinszustand oder sehr schnellem oder unregelmaessigem Herzschlag. Suchen Sie ebenfalls sofort Hilfe bei Anzeichen einer schweren allergischen Reaktion wie Schwellungen im Mund- und Rachenraum, an Zunge oder Gesicht. Bei Schwellung, Schmerzen und Roetung im Bein oder bei Brustschmerzen und Atembeschwerden sollten Sie ebenfalls sofort zum Arzt, weil dies auf ein Blutgerinnsel hinweisen kann.
Steckbrief: Abilify
- Wirkstoffgruppe
- Antipsychotika
- Anwendungsgebiet
- Behandlung bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 15 Jahren einer Erkrankung mit Symptomen wie dem Hoeren, Sehen oder Fuehlen von Dingen, die nicht vorhanden sind, Misstrauen, Wahnvorstellungen, unzusammenhaengender Sprache, wirrem Verhalten und verflachter Stimmungslage. Ausserdem Behandlung bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 13 Jahren eines Zustands mit uebersteigertem Hochgefuehl, uebermaessiger Energie, wenig Schlafbedarf, sehr schnellem Sprechen und starker Reizbarkeit. Bei Erwachsenen kann Abilify auch das Wiederauftreten dieses Zustands verhindern, wenn die Behandlung angesprochen hat.
- Darreichungsform
- Rezeptpflicht
- Unbekannt
- Haeufigste Nebenwirkung
- PZN
- 02807617
- Dosierungen
- 5 mg, 10 mg, 15 mg, 30 mg, 7,5 mg
Häufige Fragen
Wofuer wird Abilify angewendet?
Abilify wird bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 15 Jahren zur Behandlung einer Erkrankung angewendet, bei der zum Beispiel Dinge gehoert, gesehen oder gefuehlt werden, die nicht vorhanden sind. Weitere moegliche Anzeichen sind Misstrauen, Wahnvorstellungen, unzusammenhaengende Sprache, wirres Verhalten und eine verflachte Stimmungslage. Menschen mit dieser Erkrankung koennen auch deprimiert, aengstlich, angespannt sein oder Schuldgefuehle haben.
Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)
Bei welchem weiteren Zustand kann Abilify eingesetzt werden?
Abilify wird bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 13 Jahren auch zur Behandlung eines Zustands mit uebersteigertem Hochgefuehl eingesetzt. Dazu koennen uebermaessige Energie, deutlich weniger Schlafbedarf, sehr schnelles Sprechen mit schnell wechselnden Ideen und manchmal starke Reizbarkeit gehoeren. Bei Erwachsenen kann Abilify ausserdem helfen, dass dieser Zustand nicht wieder auftritt, wenn die Behandlung zuvor gut gewirkt hat.
Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)
Welche Nebenwirkungen kommen haeufig vor?
Haeufig genannt werden unter anderem Schlafprobleme, Angstgefuehl, Unruhe, innere Unruhe mit Bewegungsdrang, Zittern, Kopfschmerzen, Muedigkeit, Schlaefrigkeit, Benommenheit, Uebelkeit, Erbrechen, Magenbeschwerden sowie Verstopfung und Verdauungsstoerungen.
Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)
Quellen & Referenzen
- Offizielle Fachinformation zu Abilify: patienteninfo-service.de
- Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte: bfarm.de
Stand der Fachinformation: 17. April 2026
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