Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel basiert auf der offiziellen Fachinformation und wurde redaktionell geprüft. Er ersetzt nicht die individuelle Beratung durch Arzt oder Apotheker.
Metformin
Nebenwirkungen
Metformin wird zur Behandlung von Typ-2-Diabetes eingesetzt, wenn sich der Blutzucker durch Ernährung und Bewegung allein nicht ausreichend senken lässt. Es wird besonders bei übergewichtigen Patienten angewendet. Erwachsene können Metformin allein oder zusammen mit anderen blutzuckersenkenden Arzneimitteln anwenden. Kinder ab 10 Jahren und Jugendliche können Metformin allein oder zusammen mit Insulin anwenden.
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Wirkstoff: Metformin
Wirkstoff
Metformin enthält den Wirkstoff oben. Für allgemeine Hinweise besuchen Sie die jeweilige Wirkstoff-Seite.
Mögliche Nebenwirkungen
Was bedeuten die Häufigkeiten?
Sehr haeufig
- Verdauungsbeschwerden wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen und Appetitverlust
Haeufig
- Veränderter Geschmack
- Niedrige Vitamin-B12-Spiegel im Blut, möglich sind zum Beispiel starke Müdigkeit, eine wunde und rote Zunge, Kribbeln oder blasse oder gelbe Haut
Sehr selten
- Laktatazidose, also eine Übersäuerung des Blutes mit Milchsäure
- Veränderte Leberwerte oder Leberentzündung, möglich sind zum Beispiel Müdigkeit, Appetitverlust, Gewichtsabnahme oder eine Gelbfärbung von Haut und Augen
- Hautreaktionen wie Rötung, Juckreiz oder juckender Ausschlag
Wichtige Wechselwirkungen
Wenn Ihnen ein iodhaltiges Kontrastmittel gespritzt werden soll, zum Beispiel bei einer Röntgenuntersuchung oder Computertomografie, müssen Sie die Einnahme von Metformin vor oder zum Zeitpunkt der Untersuchung unterbrechen. Ihr Arzt entscheidet, wann Sie die Behandlung pausieren und wieder beginnen sollen. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, da Blutzucker und Nierenfunktion dann möglicherweise häufiger kontrolliert werden müssen. Das gilt besonders für entwässernde Arzneimittel, Mittel gegen Schmerzen und Entzündungen, bestimmte Blutdruckmittel, bestimmte Asthmamittel, Kortikosteroide, andere Arzneimittel gegen Diabetes und Arzneimittel, die die Menge von Metformin im Blut verändern können.
Wann sollten Sie zum Arzt?
Suchen Sie sofort ärztliche Hilfe oder das nächstgelegene Krankenhaus auf und beenden Sie die Einnahme von Metformin, wenn Anzeichen einer Laktatazidose auftreten. Dazu gehören Erbrechen, Bauchschmerzen, Muskelkrämpfe, starkes Unwohlsein mit starker Müdigkeit, Atembeschwerden, verringerte Körpertemperatur oder Herzklopfen. Sprechen Sie außerdem mit Ihrem Arzt, wenn Verdauungsbeschwerden anhalten oder wenn Beschwerden wie Müdigkeit, Appetitverlust, Gewichtsabnahme oder eine Gelbfärbung von Haut oder Augen auftreten.
Steckbrief: Metformin
- Wirkstoffgruppe
- Biguanide
- Anwendungsgebiet
- Behandlung von Typ-2-Diabetes, wenn der Blutzucker durch Diät und Bewegung allein nicht ausreichend kontrolliert werden konnte.
- Darreichungsform
- Rezeptpflicht
- Unbekannt
- Haeufigste Nebenwirkung
- Verdauungsbeschwerden wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen und Appetitverlust
- PZN
- 00113767
Häufige Fragen
Wofür wird Metformin angewendet?
Metformin wird zur Behandlung von Typ-2-Diabetes eingesetzt, wenn der Blutzucker durch Diät und Bewegung allein nicht ausreichend kontrolliert werden konnte.
Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)
Für wen ist Metformin geeignet?
Das Arzneimittel wird insbesondere bei übergewichtigen Patienten eingesetzt. Erwachsene können Metformin allein oder zusammen mit anderen blutzuckersenkenden Arzneimitteln anwenden. Kinder ab 10 Jahren und Jugendliche können Metformin allein oder zusammen mit Insulin anwenden.
Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)
Kann Metformin zusammen mit anderen Diabetes-Medikamenten angewendet werden?
Ja. Erwachsene können Metformin allein oder zusammen mit anderen blutzuckersenkenden Arzneimitteln anwenden. Kinder ab 10 Jahren und Jugendliche können Metformin allein oder zusammen mit Insulin anwenden.
Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)
Welche Nebenwirkung tritt bei Metformin besonders häufig auf?
Sehr häufig sind Verdauungsprobleme wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen und Appetitverlust. Diese Beschwerden treten laut Fachinformation meistens zu Beginn der Behandlung auf.
Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)
Wann sollte man mit Metformin sofort zum Arzt?
Sofort ärztliche Hilfe ist nötig, wenn Anzeichen einer Laktatazidose auftreten. Dazu gehören Erbrechen, Bauchschmerzen, Muskelkrämpfe, starkes Unwohlsein mit starker Müdigkeit, Schwierigkeiten beim Atmen, verringerte Körpertemperatur oder Herzklopfen.
Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)
Andere Präparate mit Metformin
Quellen & Referenzen
- Offizielle Fachinformation zu Metformin: patienteninfo-service.de
- Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte: bfarm.de
Stand der Fachinformation: 18. April 2026
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