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Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel basiert auf der offiziellen Fachinformation und wurde redaktionell geprüft. Er ersetzt nicht die individuelle Beratung durch Arzt oder Apotheker.

Lenalidomid Mylan
Nebenwirkungen

Aktualisiert: 18. April 2026

Lenalidomid Mylan enthält den Wirkstoff Lenalidomid und beeinflusst die Funktionsweise des Immunsystems. Es wird bei Erwachsenen mit multiplem Myelom, myelodysplastischen Syndromen, Mantelzell-Lymphom und follikulärem Lymphom angewendet. Je nach Erkrankung wird Lenalidomid Mylan allein oder zusammen mit anderen Arzneimitteln eingesetzt.

Wirkstoff: Lenalidomid
Hersteller: Viatris Healthcare GmbH
Lesezeit: 3 Min.

Wirkstoff

Lenalidomid Mylan enthält den Wirkstoff oben. Für allgemeine Hinweise besuchen Sie die jeweilige Wirkstoff-Seite.

Mögliche Nebenwirkungen

Was bedeuten die Häufigkeiten?
Sehr häufig≥ 1 von 10
Häufig1 bis 10 von 100
Gelegentlich1 bis 10 von 1.000
Selten1 bis 10 von 10.000
Sehr selten< 1 von 10.000
UnbekanntPost-Marketing-Meldungen

Sehr haeufig

  • Blutarmut mit Müdigkeit und Schwäche
  • Hautausschlag und Juckreiz
  • Muskelkrämpfe, Muskelschwäche, Muskel-, Knochen-, Gelenk-, Rücken- oder Gliederschmerzen
  • Schwellungen, auch an Armen und Beinen
  • Schwäche und Müdigkeit
  • Fieber und grippeähnliche Beschwerden
  • Ohrenschmerzen, Husten und Schüttelfrost
  • Taubheitsgefühl, Kribbeln oder Brennen der Haut
  • Schmerzen an Händen oder Füßen, Schwindel und Zittern
  • Weniger Appetit und veränderter Geschmack
  • Zunahme von Schmerzen, Tumorgröße oder Rötung um den Tumor
  • Gewichtsabnahme
  • Verstopfung, Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen und Sodbrennen
  • Zu niedrige Kalium-, Kalzium- oder Natriumwerte im Blut
  • Herabgesetzte Schilddrüsenfunktion
  • Beinschmerzen, Brustschmerzen oder Kurzatmigkeit als mögliche Anzeichen von Blutgerinnseln
  • Infektionen, zum Beispiel der Nasennebenhöhlen, der Lunge oder der oberen Atemwege
  • Kurzatmigkeit
  • Verschwommenes Sehen
  • Trübung der Augenlinse
  • Nierenprobleme
  • Veränderte oder erhöhte Leberwerte
  • Veränderungen eines Eiweißstoffs im Blut mit möglicher Gefäßentzündung
  • Erhöhter oder erniedrigter Blutzucker
  • Kopfschmerzen
  • Nasenbluten
  • Trockene Haut
  • Depression, Stimmungsschwankungen und Schlafstörungen
  • Husten
  • Niedriger Blutdruck
  • Unwohlsein
  • Entzündung der Mundschleimhaut und Mundtrockenheit
  • Austrocknung

Haeufig

  • Zerstörung roter Blutkörperchen
  • Bestimmte Hauttumoren
  • Zahnfleischbluten sowie Blutungen im Magen oder Darm
  • Erhöhter Blutdruck oder Veränderungen des Herzschlags
  • Anstieg bestimmter Blutwerte, zum Beispiel von Entzündungswerten, Harnsäure oder Abbauprodukten roter Blutkörperchen
  • Dunklere oder verfärbte Haut, Blutergüsse oder Schwellungen mit Blut unter der Haut
  • Hautausschlag, Hautrötung, rissige, schuppige oder sich abschälende Haut, Nesselsucht
  • Vermehrtes Schwitzen und Nachtschweiß
  • Schluckbeschwerden, Halsschmerzen oder Stimmveränderungen
  • Laufende Nase
  • Sehr viel mehr oder sehr viel weniger Urin als normal oder Probleme, den Urin zu halten
  • Blut im Urin
  • Kurzatmigkeit im Liegen als mögliches Anzeichen einer Herzschwäche
  • Erektionsprobleme
  • Schlaganfall, Ohnmacht, Drehschwindel oder kurze Bewusstlosigkeit
  • Beschwerden, die auf einen Herzinfarkt hinweisen können, zum Beispiel Brustschmerzen mit Ausstrahlung, Schwitzen, Kurzatmigkeit, Übelkeit oder Erbrechen
  • Muskelschwäche und Energiemangel
  • Nacken- oder Brustschmerzen
  • Schüttelfrost
  • Gelenkschwellung
  • Verlangsamter oder blockierter Gallenfluss aus der Leber
  • Zu niedrige Phosphat- oder Magnesiumwerte im Blut
  • Sprachstörungen
  • Leberschädigung
  • Gleichgewichts- oder Bewegungsstörungen
  • Taubheit oder Ohrgeräusche
  • Nervenschmerzen oder unangenehme Berührungsempfindlichkeit
  • Eisenüberladung
  • Durst
  • Verwirrtheit
  • Zahnschmerzen
  • Stürze mit möglicher Verletzung

Gelegentlich

  • Blutungen im Schädel
  • Kreislaufstörungen
  • Verlust der Sehkraft
  • Verlust des sexuellen Verlangens
  • Vermehrtes Wasserlassen mit Knochenschmerzen und Schwäche als mögliches Zeichen einer Nierenerkrankung
  • Anzeichen eines schweren Leberschadens, zum Beispiel Gelbfärbung von Haut oder Augen, dunkler Urin, heller Stuhl, Juckreiz, Ausschlag oder Bauchbeschwerden
  • Bauchschmerzen, Blähbauch oder Durchfall als mögliche Zeichen einer Dickdarmentzündung
  • Schädigung von Nierenzellen
  • Veränderungen der Hautfarbe oder erhöhte Sonnenempfindlichkeit
  • Tumorlysesyndrom mit Veränderungen der Blutwerte, Nierenfunktion, des Herzschlags oder Krampfanfällen
  • Erhöhter Blutdruck in den Blutgefäßen der Lunge

Häufigkeit nicht abschätzbar

Nach der Markteinführung gemeldet — die genaue Häufigkeit lässt sich nicht berechnen.

  • Entzündung der Bauchspeicheldrüse mit Schmerzen im Oberbauch oder Rücken, eventuell mit Übelkeit, Erbrechen, Fieber oder schnellem Puls
  • Entzündung des Lungengewebes mit Keuchatmung, Kurzatmigkeit oder trockenem Husten
  • Muskelabbau mit Muskelschmerzen, Muskelschwäche oder Schwellungen, möglicherweise mit Nierenproblemen
  • Entzündung kleiner Blutgefäße der Haut mit Gelenkschmerzen und Fieber
  • Beschädigung der Magen- oder Darmwand, was zu schweren Infektionen führen kann
  • Virusinfektionen, einschließlich Gürtelrose, sowie Wiederauftreten einer Hepatitis-B-Infektion
  • Abstoßung eines transplantierten festen Organs

Wichtige Wechselwirkungen

Lenalidomid Mylan kann die Wirkung anderer Arzneimittel beeinflussen. Umgekehrt können auch andere Arzneimittel die Wirkung von Lenalidomid Mylan beeinflussen. Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal deshalb, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, kürzlich eingenommen haben oder einnehmen möchten. Besonders wichtig ist dieser Hinweis bei bestimmten Arzneimitteln zur Verhütung einer Schwangerschaft.

Wann sollten Sie zum Arzt?

Suchen Sie sofort ärztliche Hilfe, wenn Sie Anzeichen einer schweren allergischen Reaktion bemerken, zum Beispiel Nesselsucht, Hautausschlag, Schwellungen im Gesicht, an Augen oder Mund, Atemnot oder starken Juckreiz. Informieren Sie sofort Ihren Arzt bei Fieber, Schüttelfrost, Halsschmerzen, Husten, Geschwüren im Mund oder anderen Anzeichen einer Infektion. Ebenfalls sofort ärztlich abklären lassen sollten Sie Blutungen oder Blutergüsse ohne erkennbare Ursache, Schmerzen in der Brust oder in den Beinen, Kurzatmigkeit sowie Knochenschmerzen, Muskelschwäche, Verwirrtheit oder starke Müdigkeit.

Steckbrief: Lenalidomid Mylan

Wirkstoffgruppe
Arzneimittel, die die Funktionsweise des Immunsystems beeinflussen
Anwendungsgebiet
Anwendung bei Erwachsenen mit multiplem Myelom, myelodysplastischen Syndromen, Mantelzell-Lymphom und follikulärem Lymphom.
Darreichungsform
Rezeptpflicht
Unbekannt
Haeufigste Nebenwirkung
Blutarmut mit Müdigkeit und Schwäche
PZN
17252639
Dosierungen
10 mg, 15 mg, 2,5 mg, 20 mg, 25 mg, 5 mg

Häufige Fragen

Wofür wird Lenalidomid Mylan angewendet?

Lenalidomid Mylan wird bei Erwachsenen mit multiplem Myelom, myelodysplastischen Syndromen, Mantelzell-Lymphom und follikulärem Lymphom angewendet.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Wird Lenalidomid Mylan immer allein angewendet?

Nein. Je nach Erkrankung wird Lenalidomid Mylan allein oder zusammen mit anderen Arzneimitteln angewendet.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Wie wirkt Lenalidomid Mylan?

Laut Gebrauchsinformation beeinflusst Lenalidomid Mylan das Immunsystem und greift die Krebserkrankung direkt an. Es kann die Entwicklung von Krebszellen und das Wachstum von Blutgefäßen im Krebs unterbinden und einen Teil des Immunsystems dazu anregen, Krebszellen anzugreifen.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Kann Lenalidomid Mylan beim multiplen Myelom die Erkrankung bremsen?

Ja. Laut Gebrauchsinformation kann Lenalidomid Mylan die Verschlimmerung der Anzeichen und Symptome des multiplen Myeloms aufhalten. Außerdem wurde gezeigt, dass es das Wiederauftreten nach erfolgter Behandlung verzögern kann.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Was ist das Ziel der Behandlung bei myelodysplastischen Syndromen?

Bei bestimmten erwachsenen Patienten mit diagnostizierten myelodysplastischen Syndromen kann Lenalidomid Mylan die Zahl gesunder roter Blutzellen erhöhen, indem es die Zahl abnormaler Zellen verringert. Dadurch kann die Zahl der benötigten Bluttransfusionen sinken, möglicherweise werden auch keine Transfusionen mehr benötigt.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Quellen & Referenzen

  • Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte: bfarm.de

Stand der Fachinformation: 18. April 2026

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