Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel basiert auf der offiziellen Fachinformation und wurde redaktionell geprüft. Er ersetzt nicht die individuelle Beratung durch Arzt oder Apotheker.
Lacosamid Mylan
Nebenwirkungen
Lacosamid Mylan ist ein Arzneimittel gegen Epilepsie. Es wird eingesetzt, um die Häufigkeit von Anfällen zu senken. Lacosamid Mylan wird bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern ab 2 Jahren bei fokalen Anfällen mit oder ohne Ausbreitung auf beide Gehirnhälften angewendet. Außerdem wird es zusammen mit anderen Arzneimitteln gegen Epilepsie bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern ab 4 Jahren bei primär generalisierten tonisch-klonischen Anfällen im Rahmen einer idiopathischen generalisierten Epilepsie angewendet.
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Wirkstoff: Lacosamid
Wirkstoff
Lacosamid Mylan enthält den Wirkstoff oben. Für allgemeine Hinweise besuchen Sie die jeweilige Wirkstoff-Seite.
Mögliche Nebenwirkungen
Was bedeuten die Häufigkeiten?
Sehr haeufig
- Kopfschmerzen
- Schwindel oder Übelkeit
- Doppeltsehen
Haeufig
- Kurze Muskelzuckungen
- Probleme bei der Koordination oder beim Gehen
- Gleichgewichtsstörungen, Zittern, Kribbeln oder Muskelkrämpfe, Sturzneigung und Blutergüsse
- Vergesslichkeit, Denkstörungen, Wortfindungsstörungen oder Verwirrtheit
- Schnelle unkontrollierte Augenbewegungen oder verschwommenes Sehen
- Drehschwindel oder Gefühl wie betrunken zu sein
- Erbrechen, trockener Mund, Verstopfung, Verdauungsstörungen, Blähungen oder Durchfall
- Vermindertes Empfinden, Schwierigkeiten beim Sprechen oder Aufmerksamkeitsstörungen
- Ohrgeräusche wie Summen, Klingeln oder Pfeifen
- Reizbarkeit, Schlafstörungen oder Depression
- Schläfrigkeit, Müdigkeit oder Schwächegefühl
- Juckreiz oder Hautausschlag
Gelegentlich
- Langsamer Herzschlag, spürbarer Herzschlag, unregelmäßiger Puls oder andere Störungen der Herzleitung
- Übertrieben gute Stimmung oder Wahrnehmungen von Dingen, die nicht da sind
- Überempfindlichkeitsreaktionen oder Nesselausschlag
- Auffällige Leberwerte oder Leberschaden
- Gedanken an Selbstverletzung oder Suizid, Suizidversuch
- Zorn oder starke Erregtheit
- Abnorme Gedanken oder Verlust des Realitätsbezugs
- Schwere allergische Reaktion mit Schwellungen im Gesicht, Hals, an Händen, Füßen, Knöcheln oder Unterschenkeln
- Bewusstlosigkeit
- Unwillkürliche ungewöhnliche Bewegungen
Häufigkeit nicht abschätzbar
Nach der Markteinführung gemeldet — die genaue Häufigkeit lässt sich nicht berechnen.
- Ungewöhnlich schneller Herzschlag
- Halsschmerzen, Fieber und erhöhte Infektanfälligkeit
- Schwere Hautreaktion mit Fieber, grippeähnlichen Beschwerden, Ausschlag im Gesicht oder geschwollenen Lymphknoten
- Ausgedehnter Ausschlag mit Blasen und sich ablösender Haut, auch im Bereich von Mund, Nase, Augen oder Genitalien
- Schüttelkrämpfe
Wichtige Wechselwirkungen
Lacosamid Mylan kann mit anderen Arzneimitteln wechselwirken. Besonders wichtig sind Mittel, die das Herz beeinflussen, zum Beispiel Arzneimittel gegen Herzkrankheiten, gegen bestimmte Herzrhythmusstörungen oder gegen Herzschwäche. Auch manche Arzneimittel gegen Epilepsie oder Schmerzen können die Herzkurve im EKG beeinflussen. Außerdem können einige Mittel die Wirkung von Lacosamid Mylan im Körper verstärken oder abschwächen, zum Beispiel Arzneimittel gegen Pilzinfektionen, Medikamente gegen HIV, bestimmte Antibiotika und Johanniskraut. Wenn Sie solche Arzneimittel einnehmen oder unsicher sind, sprechen Sie vor der Einnahme von Lacosamid Mylan mit Ihrem Arzt oder Apotheker.
Wann sollten Sie zum Arzt?
Suchen Sie sofort ärztliche Hilfe, wenn Sie Gedanken an Selbstverletzung oder Suizid haben. Holen Sie außerdem unverzüglich medizinischen Rat ein, wenn Anzeichen eines ungewöhnlichen Herzschlags auftreten, zum Beispiel langsamer, schneller oder unregelmäßiger Herzschlag, Herzklopfen, Kurzatmigkeit, Schwindel oder Ohnmacht. Sprechen Sie auch mit Ihrem Arzt, wenn eine neue Art von Anfällen auftritt oder sich bestehende Anfälle verschlimmern. Bei schweren allergischen Reaktionen mit Schwellungen oder bei schweren Hautreaktionen sollten Sie ebenfalls sofort ärztliche Hilfe suchen.
Steckbrief: Lacosamid Mylan
- Wirkstoffgruppe
- Antiepileptika
- Anwendungsgebiet
- Zur Behandlung von Epilepsie, um die Häufigkeit von Anfällen zu senken: allein oder zusammen mit anderen Antiepileptika bei fokalen Anfällen mit oder ohne sekundäre Generalisierung sowie zusammen mit anderen Antiepileptika bei primär generalisierten tonisch-klonischen Anfällen bei idiopathischer generalisierter Epilepsie.
- Darreichungsform
- Rezeptpflicht
- Unbekannt
- Haeufigste Nebenwirkung
- Kopfschmerzen, Schwindel oder Übelkeit sowie Doppeltsehen
- PZN
- 17592217
- Dosierungen
- 100 mg, 50 mg, 200 mg, 150 mg
Häufige Fragen
Wofür wird Lacosamid Mylan angewendet?
Lacosamid Mylan wird zur Behandlung von Epilepsie eingesetzt, um die Häufigkeit von Anfällen zu senken. Es wird allein oder zusammen mit anderen Antiepileptika bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern ab 2 Jahren mit fokalen Anfällen mit oder ohne sekundäre Generalisierung angewendet. Außerdem wird es zusammen mit anderen Antiepileptika bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern ab 4 Jahren mit primär generalisierten tonisch-klonischen Anfällen bei idiopathischer generalisierter Epilepsie angewendet.
Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)
Was bedeutet fokale Anfälle bei Lacosamid Mylan?
Bei dieser Form der Epilepsie beginnt der Anfall in nur einer Gehirnhälfte. Er kann sich unter Umständen auf größere Bereiche in beiden Gehirnhälften ausbreiten.
Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)
Wird Lacosamid Mylan allein oder nur zusammen mit anderen Arzneimitteln angewendet?
Lacosamid Mylan kann bei fokalen Anfällen allein oder zusammen mit anderen Antiepileptika angewendet werden. Bei primär generalisierten tonisch-klonischen Anfällen wird es zusammen mit anderen Antiepileptika angewendet.
Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)
Andere Präparate mit Lacosamid
Quellen & Referenzen
- Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte: bfarm.de
Stand der Fachinformation: 18. April 2026
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