Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel basiert auf der offiziellen Fachinformation und wurde redaktionell geprüft. Er ersetzt nicht die individuelle Beratung durch Arzt oder Apotheker.
Tollwut-Impfstoff/inaktiviert
Nebenwirkungen
Tollwut-Impfstoff/inaktiviert schützt zuverlässig vor der tödlichen Viruserkrankung Tollwut. Er wird sowohl vorbeugend als auch nach einem Kontakt mit möglicherweise infizierten Tieren eingesetzt. Die Anwendung erfolgt über bekannte Präparate wie VERORAB® von Sanofi-Aventis. Was Sie zu möglichen Nebenwirkungen von Tollwut-Impfstoff/inaktiviert wissen sollten, erfahren Sie hier.
-
Wirkstoffgruppe: Kombinationspräparate
Mögliche Nebenwirkungen
Was bedeuten die Häufigkeiten?
Sehr häufig
- Unwohlsein
- Kopfschmerzen
- Muskelschmerzen
- Schmerzen, Rötung oder Schwellung an der Einstichstelle
- Bei Säuglingen: Reizbarkeit, vermehrtes Weinen, Schläfrigkeit
Häufig
- Fieber
- Geschwollene Lymphknoten
- Allergische Reaktionen wie Hautausschlag oder Juckreiz
- Erkältungsähnliche Beschwerden
- Juckreiz oder Verhärtung an der Einstichstelle
- Bei Säuglingen: Schlafstörungen
Gelegentlich
- Weniger Appetit
- Übelkeit
- Bauchschmerzen
- Durchfall
- Erbrechen
- Schüttelfrost
- Müdigkeit oder ungewöhnliche Schwäche
- Schwindel
- Gelenkschmerzen
- Blauer Fleck an der Einstichstelle
Selten
- Atemprobleme
Häufigkeit nicht abschätzbar
Nach der Markteinführung gemeldet — die genaue Häufigkeit lässt sich nicht berechnen.
- Schwellung von Gesicht, Lippen, Mund, Zunge oder Rachen mit Schluck- oder Atembeschwerden
- Plötzlicher Hörverlust oder Verschlechterung des Hörvermögens
Was ist Tollwut-Impfstoff/inaktiviert?
Tollwut-Impfstoff/inaktiviert ist ein Impfstoff, der gegen Tollwut schützen soll. Er wird eingesetzt, bevor ein Risiko besteht (zum Beispiel bei Reisen in gefährdete Regionen) oder direkt nach Kontakt mit einem möglicherweise tollwütigen Tier. Die Anwendung erfolgt bei Kindern und Erwachsenen immer gemäß offiziellen Empfehlungen.
Was sollten Sie vor der Einnahme beachten?
Achten Sie darauf, den Impfstoff nicht zu verwenden, falls Sie auf den Wirkstoff oder Bestandteile allergisch reagieren. Bei Fieber oder akuten Erkrankungen sollte die Impfung verschoben werden. Nach Kontakt mit Tollwut gibt es aber keine Gegenanzeigen für die Impfung. Besprechen Sie Vorerkrankungen, Allergien (auch gegen Antibiotika oder Latex) und alle Medikamente, die Sie nehmen, unbedingt vorab mit dem Arzt. Der Impfstoff kann selten schwere allergische Reaktionen verursachen und beeinflusst manchmal die Fahrtüchtigkeit.
Wie ist Tollwut-Impfstoff/inaktiviert einzunehmen?
Tollwut-Impfstoff/inaktiviert wird von medizinischem Personal als Spritze entweder in den Muskel oder direkt unter die Haut verabreicht. Die genaue Anzahl und das Zeitintervall der Impfungen hängen davon ab, ob es um Vorsorge oder Notfallbehandlung nach Kontakt geht. Bei Kontakt mit einem möglicherweise infizierten Tier sollte die Behandlung so schnell wie möglich beginnen. Befolgen Sie genau die Anweisungen Ihres Arztes.
Wie ist Tollwut-Impfstoff/inaktiviert aufzubewahren?
Lagern Sie den Impfstoff im Kühlschrank bei 2 bis 8 °C und niemals im Gefrierfach. Bewahren Sie ihn stets in der Originalverpackung und geschützt vor Licht auf. Entsorgen Sie Arzneimittelreste umweltgerecht und fragen Sie im Zweifel Ihren Apotheker. Halten Sie das Präparat immer außerhalb der Reichweite von Kindern.
Quellen & Referenzen
- Offizielle Fachinformation: patienteninfo-service.de
- Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte: bfarm.de
- Europäische Arzneimittel-Agentur: ema.europa.eu
Stand der Fachinformation: 29. Juli 2025
Über diesen Artikel
Dieser Artikel wurde auf Basis der offiziellen Fachinformation erstellt und redaktionell auf Richtigkeit geprüft. Mehr zu unserem Redaktionsprozess.