Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel basiert auf der offiziellen Fachinformation und wurde redaktionell geprüft. Er ersetzt nicht die individuelle Beratung durch Arzt oder Apotheker.
Spironolacton/Hydrochlorothiazid
Nebenwirkungen
Spironolacton/Hydrochlorothiazid ist ein bewährter Wirkstoff zur Steigerung der Harnausscheidung und Behandlung von Flüssigkeitsansammlungen im Körper. Er wird häufig eingesetzt, wenn andere entwässernde Medikamente nicht ausreichend wirken oder bei speziellen Erkrankungen wie Herzschwäche, Leber- oder Nierenproblemen. Bekannte Präparate sind zum Beispiel Spironothiazid® 100 mg und Spironothiazid® 50 mg der DESMA GmbH. Wie bei jedem Arzneimittel ist es wichtig, die Nebenwirkungen von Spironolacton/Hydrochlorothiazid zu kennen.
-
Wirkstoffgruppe: Kombinationspräparate
Mögliche Nebenwirkungen
Was bedeuten die Häufigkeiten?
Sehr häufig
- Störung im Gleichgewicht von Wasser und Salzen im Körper, besonders bei Menschen mit Nierenerkrankung (z. B. zu wenig Natrium oder Magnesium, zu viel Kalzium oder Chlorid im Blut; regelmäßige Kontrolle nötig)
Häufig
- Störungen beim Kaliumspiegel im Blut (zu wenig oder zu viel Kalium, was zu Muskelproblemen oder Herzrhythmusstörungen führen kann; regelmäßige Überwachung nötig)
- Gichtanfälle durch erhöhten Harnsäurespiegel
- Erhöhter Blutzucker oder Zucker im Urin; mögliche Verschlechterung einer bestehenden Zuckerkrankheit
- Bei Männern: Brustvergrößerung, meist vorübergehend
- Druckempfindliche, gespannte Brüste bei Männern und Frauen
Gelegentlich
- Verminderung der Blutplättchen (wichtig für die Blutgerinnung)
- Störungen im Säure-Basen-Haushalt
- Vorübergehende Erhöhung von Harnstoff oder Kreatinin (Abfallprodukte im Blut)
- Kopfschmerzen, Benommenheit, Verwirrtheit, Koordinationsprobleme, Müdigkeit
- Herzklopfen
- Mundtrockenheit, Magen-Darm-Probleme wie Übelkeit, Bauchschmerzen, Durchfall oder Verstopfung
- Hautausschlag, Juckreiz, Lichtempfindlichkeit, Nesselsucht
- Muskelverspannungen und Krämpfe, besonders in den Waden
- Potenzprobleme
Selten
- Verminderung bestimmter weißer Blutkörperchen und Blutbildveränderungen (kann Infektanfälligkeit erhöhen)
- Fieber, Entzündungen der Blutgefäße oder Nieren
- Starke allergische Reaktionen (z. B. Kreislaufschock)
- Magnesiummangel mit Krampfanfällen oder Herzproblemen
- Sehstörungen wie verschwommenes Sehen oder Gelbsehen
- Veränderungen der Stimme bei Männern und Frauen (teilweise bleibend; Risikoabwägung vor allem bei Berufen mit hoher stimmlicher Belastung)
- Leber- oder Bauchspeicheldrüsenentzündung, Gallenblasenerkrankung
- Menstruationsstörungen bei Frauen, Brustschmerzen, Zwischenblutungen
Sehr selten
- Plötzlich auftretende Flüssigkeit in der Lunge mit Atemnot und Schock
- Schwere Atemnot mit Fieber und Verwirrtheit
- Schwere Schädigung der Leber
- Hauterkrankungen mit Blasenbildung, Haarausfall
- Weiche Knochen durch Mineralverlust (Knochenerweichung)
Häufigkeit nicht abschätzbar
Nach der Markteinführung gemeldet — die genaue Häufigkeit lässt sich nicht berechnen.
- Starke Flüssigkeitsverluste (Dehydratation) mit Kreislaufbeschwerden, Muskelkrämpfen, Appetitlosigkeit und Schwäche
- Kaliummangel durch verstärkte Ausscheidung (kann zu Herzproblemen, Muskelschwäche, Lähmungen führen)
- Störung im Säure-Basen-Haushalt mit Übersäuerung
- Erhöhte Blutfettwerte und Blutzuckerwerte
- Vermehrte Behaarung bei Frauen
- Schwere Hautreaktionen, Hautkrebs
- Starke Sehstörungen, Schmerzen im Auge
- Bei älteren Menschen: erhöhtes Risiko für Störungen im Salzhaushalt, niedrigen Blutdruck, Thrombosen
Was ist Spironolacton/Hydrochlorothiazid?
Spironolacton/Hydrochlorothiazid sorgt dafür, dass Ihr Körper überschüssiges Wasser ausscheidet. Es wird verordnet bei Flüssigkeitsansammlungen (Ödemen) aufgrund von Herzschwäche, Leber- oder Nierenerkrankungen oder hohem Blutdruck, wenn andere Mittel nicht ausreichen. Das Arzneimittel hilft auch, das Gleichgewicht bestimmter Salze im Körper zu regulieren.
Was sollten Sie vor der Einnahme beachten?
Achten Sie darauf, Spironolacton/Hydrochlorothiazid nicht einzunehmen, wenn Sie allergisch auf die Wirkstoffe oder Inhaltsstoffe reagieren oder unter schweren Nierenproblemen oder bestimmten Blutwertveränderungen leiden. Schwangere und Stillende dürfen das Mittel nicht einnehmen. Informieren Sie Ihren Arzt über alle anderen Medikamente, die Sie nehmen. Kontrollieren Sie während der Behandlung regelmäßig Ihre Blutwerte und trinken Sie ausreichend, aber vermeiden Sie einen übermäßigen Salz- oder Alkoholkonsum.
Wie ist Spironolacton/Hydrochlorothiazid einzunehmen?
Nehmen Sie Spironolacton/Hydrochlorothiazid immer nach ärztlicher Anweisung ein und halten Sie sich an die Dosierung. Die Tabletten sollten zu einer Mahlzeit und mit ausreichend Flüssigkeit geschluckt werden. Oft reicht es, die Tablette einmal täglich zu nehmen, Details legt Ihr Arzt fest. Nehmen Sie keine doppelte Menge, falls Sie eine Einnahme vergessen haben, und beenden Sie die Behandlung nicht eigenmächtig.
Wie ist Spironolacton/Hydrochlorothiazid aufzubewahren?
Bewahren Sie das Arzneimittel stets außerhalb der Reichweite von Kindern auf. Lagern Sie es in der Originalverpackung, um es vor Licht zu schützen. Nach Ablauf des Verfalldatums oder wenn Sie es nicht mehr benötigen, entsorgen Sie das Medikament fachgerecht – zum Beispiel über die Apotheke und niemals über das Abwasser.
Quellen & Referenzen
- Offizielle Fachinformation: patienteninfo-service.de
- Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte: bfarm.de
- Europäische Arzneimittel-Agentur: ema.europa.eu
Stand der Fachinformation: 29. Juli 2025
Über diesen Artikel
Dieser Artikel wurde auf Basis der offiziellen Fachinformation erstellt und redaktionell auf Richtigkeit geprüft. Mehr zu unserem Redaktionsprozess.