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Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel basiert auf der offiziellen Fachinformation und wurde redaktionell geprüft. Er ersetzt nicht die individuelle Beratung durch Arzt oder Apotheker.

Lercanidipinhydrochlorid/Enalapril
Nebenwirkungen

Aktualisiert: 29. Juli 2025

Lercanidipinhydrochlorid/Enalapril ist ein Wirkstoff-Duo, das bei Bluthochdruck eingesetzt wird, wenn eine Einzeltherapie nicht ausreichend wirkt. Es kombiniert einen ACE-Hemmer mit einem Calciumkanalblocker und wird unter anderem in Präparaten wie Carmen® ACE 10 mg / 10 mg und Carmen® ACE 20 mg / 10 mg von Berlin-Chemie angeboten. Die Behandlung zählt zu den bewährten Methoden, den Blutdruck wirksam zu senken und Herz-Kreislauf-Risiken zu reduzieren. Informieren Sie sich hier über die wichtigsten Aspekte sowie mögliche Nebenwirkungen von Lercanidipinhydrochlorid/Enalapril.

Wirkstoffgruppe: Kombinationspräparate
Lesezeit: 3 Min.

Mögliche Nebenwirkungen

Was bedeuten die Häufigkeiten?
Sehr häufig≥ 1 von 10
Häufig1 bis 10 von 100
Gelegentlich1 bis 10 von 1.000
Selten1 bis 10 von 10.000
Sehr selten< 1 von 10.000
UnbekanntPost-Marketing-Meldungen

Sehr häufig

  • Verschwommenes Sehen
  • Schwindel oder Schwächegefühl
  • Übelkeit
  • Husten

Häufig

  • Husten
  • Schwindelgefühl
  • Kopfschmerzen
  • Müdigkeit
  • Brustschmerzen
  • Niedriger Blutdruck
  • Herzrasen oder Herzklopfen
  • Kurzatmigkeit
  • Geschmacksveränderungen
  • Bauchschmerzen
  • Durchfall
  • Hautausschlag
  • Schwellung der Knöchel
  • Allergische Reaktion mit Schwellung von Gesicht, Lippen, Zunge oder Rachen

Gelegentlich

  • Blutarmut (zu wenig rote Blutkörperchen)
  • Plötzlicher Blutdruckabfall
  • Verwirrtheit
  • Nervosität oder Schlafstörungen
  • Kribbeln oder Taubheit auf der Haut
  • Schlaganfall oder Herzinfarkt (bei Risiko)
  • Halsschmerzen und Heiserkeit
  • Atemnot (z. B. bei Asthma)
  • Langsame Verdauung oder Darmverschluss
  • Bauchspeicheldrüsenentzündung
  • Übelkeit mit Erbrechen
  • Verstopfung
  • Magenbeschwerden
  • Appetitlosigkeit
  • Juckreiz, Nesselsucht
  • Haarausfall
  • Nierenprobleme
  • Muskelkrämpfe
  • Fieber
  • Wenig Zucker oder Natrium im Blut
  • Schwäche oder Ermüdung
  • Blutbildveränderungen

Selten

  • Bestimmte Blutbildveränderungen (wenige weiße Blutkörperchen)
  • Autoimmunkrankheiten
  • Schlafprobleme oder seltsame Träume
  • Sehr kalte oder weiße Hände und Füße (Raynaud-Syndrom)
  • Lungenentzündung
  • Leberprobleme, Gelbsucht
  • Schwere Hautausschläge und Hautveränderungen
  • Mundschleimhautentzündungen
  • Weniger Urinabgabe
  • Brustwachstum bei Männern
  • Schmerzhafte Schwellung der Drüsen
  • Wassereinlagerungen in der Lunge
  • Herzbeschwerden (Angina pectoris)
  • Allergische Reaktionen wie Ausschlag und Juckreiz
  • Ohnmacht
  • Durchfall
  • Häufigerer Harndrang
  • Schmerzen im Brustkorb

Sehr selten

  • Schwellung des Darms (Bauchschmerzen, seltene Angioödem-Form)

Häufigkeit nicht abschätzbar

Nach der Markteinführung gemeldet — die genaue Häufigkeit lässt sich nicht berechnen.

  • Flüssigkeitsansammlungen durch vermehrtes Hormon (Schwäche, Verwirrtheit)
  • Komplexe Krankheitszeichen mit Fieber, Muskelschmerzen und Hautausschlag
  • Zahnfleischschwellungen
  • Leberfunktionsstörungen
  • Schwellung von Gesicht, Lippen, Zunge oder Rachen (Atem- oder Schluckbeschwerden)

Was ist Lercanidipinhydrochlorid/Enalapril?

Lercanidipinhydrochlorid/Enalapril ist eine Kombination aus zwei Wirkstoffen, die zur Behandlung von Bluthochdruck eingesetzt wird. Es wird angewendet, wenn die Behandlung mit nur einem dieser Arzneimittel nicht ausreicht. Sie sollten dieses Medikament nicht zur Erstbehandlung von Bluthochdruck verwenden. Es hilft, den Blutdruck zu senken und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu mindern.

Was sollten Sie vor der Einnahme beachten?

Nehmen Sie das Arzneimittel nicht ein, wenn Sie allergisch gegen einen der Wirkstoffe sind, schwere Nieren- oder Leberprobleme haben, schwanger sind oder Grapefruitprodukte konsumieren. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie andere Medikamente nehmen, besonders gegen Bluthochdruck, Infektionen oder nach Organtransplantationen, da Wechselwirkungen auftreten können. Achten Sie auf regelmäßige Blutdruck- und Blutkontrollen und melden Sie ungewöhnliche Beschwerden sofort Ihrem Arzt.

Wie ist Lercanidipinhydrochlorid/Enalapril einzunehmen?

Nehmen Sie das Medikament immer wie vom Arzt verordnet, meistens einmal täglich morgens mindestens 15 Minuten vor dem Frühstück. Die Tablette wird im Ganzen mit etwas Wasser eingenommen. Haben Sie eine Einnahme vergessen, setzen Sie mit der nächsten regulären Dosis fort und nehmen Sie keinesfalls eine doppelte Menge. Beenden Sie die Behandlung nicht eigenmächtig.

Wie ist Lercanidipinhydrochlorid/Enalapril aufzubewahren?

Bewahren Sie das Arzneimittel immer in der Originalverpackung auf und schützen Sie es vor Licht und Feuchtigkeit. Lagern Sie es nicht über 25 °C und halten Sie es außerhalb der Reichweite von Kindern. Entsorgen Sie das Medikament nicht über den Abfluss oder Hausmüll, sondern fragen Sie in Ihrer Apotheke nach umweltgerechter Entsorgung.

Quellen & Referenzen

Stand der Fachinformation: 29. Juli 2025

Über diesen Artikel

Verfasst von

Redaktionsteam

Medizinredaktion nebenwirkungen-info.de

Dieser Artikel wurde auf Basis der offiziellen Fachinformation erstellt und redaktionell auf Richtigkeit geprüft. Mehr zu unserem Redaktionsprozess.