Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel basiert auf der offiziellen Fachinformation und wurde redaktionell geprüft. Er ersetzt nicht die individuelle Beratung durch Arzt oder Apotheker.
Herpes-Zoster-Impfstoff (rekombinant/adjuvantiert)
Nebenwirkungen
Der Herpes-Zoster-Impfstoff (rekombinant/adjuvantiert) schützt effektiv vor Gürtelrose und deren Komplikationen wie langanhaltenden Nervenschmerzen. Er wird besonders für Erwachsene ab 50 Jahren und für jüngere Menschen mit erhöhtem Risiko empfohlen. Dieser Impfstoff ist unter bekannten Präparaten wie Shingrix Pulver und Suspension zur Herstellung einer Injektionssuspension von GlaxoSmithKline erhältlich. Im Folgenden erfahren Sie alles Wichtige zu Dosierung, Anwendung und den möglichen Nebenwirkungen von Herpes-Zoster-Impfstoff (rekombinant/adjuvantiert).
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Wirkstoffgruppe: Kombinationspräparate
Mögliche Nebenwirkungen
Was bedeuten die Häufigkeiten?
Sehr häufig
- Kopfschmerzen
- Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall oder Bauchschmerzen
- Muskelschmerzen
- Schmerzen, Rötung und Schwellung an der Einstichstelle
- Müdigkeit
- Schüttelfrost
- Fieber
Häufig
- Juckreiz an der Einstichstelle
- Unwohlsein
Gelegentlich
- Geschwollene Lymphknoten am Hals, in der Achsel oder Leiste
- Gelenkschmerzen
Selten
- Allergische Reaktionen wie Hautausschlag, Nesselsucht, Schwellung von Gesicht, Zunge oder Rachen, die zu Problemen beim Schlucken oder Atmen führen können
Was ist Herpes-Zoster-Impfstoff (rekombinant/adjuvantiert)?
Der Herpes-Zoster-Impfstoff (rekombinant/adjuvantiert) schützt Erwachsene vor Gürtelrose und schmerzhafte Komplikationen wie langanhaltenden Nervenschmerz (postzosterische Neuralgie). Er wird für Menschen ab 50 Jahren sowie für Jüngere mit erhöhtem Risiko empfohlen. Der Impfstoff stärkt das Abwehrsystem gezielt gegen das Gürtelrose-Virus, kann aber keine Windpocken verhindern oder behandeln.
Was sollten Sie vor der Einnahme beachten?
Lassen Sie sich nicht impfen, wenn Sie allergisch auf Bestandteile des Impfstoffs reagieren. Informieren Sie Ihren Arzt über akute Infektionen, Blutungsneigung oder vergangene allergische Reaktionen. Sprechen Sie ebenso mit Ihrem Arzt, wenn Sie gerade andere Impfstoffe oder Medikamente erhalten. Fieber oder allgemeines Unwohlsein können nach der Impfung kurzzeitig auftreten. Bei Schwangerschaft oder Stillzeit ist Rücksprache mit dem Arzt wichtig.
Wie ist Herpes-Zoster-Impfstoff (rekombinant/adjuvantiert) einzunehmen?
Sie bekommen den Impfstoff als Spritze, meist in den Oberarmmuskel. Die Impfung besteht aus zwei Dosen, die im Abstand von etwa zwei Monaten gegeben werden. Es ist wichtig, beide Dosen zu erhalten, um den vollständigen Schutz zu erzielen. Wenn Sie bereits mit einem anderen Gürtelrose-Impfstoff geimpft wurden, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt.
Wie ist Herpes-Zoster-Impfstoff (rekombinant/adjuvantiert) aufzubewahren?
Lagern Sie den Impfstoff im Kühlschrank bei 2°C bis 8°C. Er darf nicht eingefroren werden und sollte in der Originalverpackung vor Licht geschützt bleiben. Bewahren Sie das Medikament für Kinder unzugänglich auf und benutzen Sie es nicht nach Ablauf des Verfallsdatums. Nicht verwendete Reste bitte umweltgerecht über die Apotheke entsorgen.
Quellen & Referenzen
- Offizielle Fachinformation: patienteninfo-service.de
- Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte: bfarm.de
- Europäische Arzneimittel-Agentur: ema.europa.eu
Stand der Fachinformation: 29. Juli 2025
Über diesen Artikel
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