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Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel basiert auf der offiziellen Fachinformation und wurde redaktionell geprüft. Er ersetzt nicht die individuelle Beratung durch Arzt oder Apotheker.

Citalopram
Nebenwirkungen

Aktualisiert: 17. April 2026

Citalopram ist ein häufig verordnetes Antidepressivum, das zur Behandlung von Depressionen eingesetzt wird. Der Wirkstoff gehört zur Gruppe der selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) und hilft, das seelische Gleichgewicht zu stabilisieren. Citalopram kommt in bekannten Präparaten wie Cipramil 20 mg Filmtabletten oder Cipramil 40 mg Filmtabletten von Lundbeck GmbH zum Einsatz. Zu den wichtigen Themen gehören auch die möglichen Nebenwirkungen von Citalopram, über die Sie gut informiert sein sollten.

Wirkstoffgruppe: SSRI (Antidepressiva)
Anwendung: Behandlung von depressiven Erkrankungen und Panikstörungen mit und ohne Agoraphobie
Darreichung: Filmtabletten
Rezept: Ja
Lesezeit: 4 Min.

Mögliche Nebenwirkungen

Was bedeuten die Häufigkeiten?
Sehr häufig≥ 1 von 10
Häufig1 bis 10 von 100
Gelegentlich1 bis 10 von 1.000
Selten1 bis 10 von 10.000
Sehr selten< 1 von 10.000
UnbekanntPost-Marketing-Meldungen

Sehr häufig

  • Schläfrigkeit
  • Schlafprobleme
  • Zittern
  • Übelkeit, Verstopfung
  • Starkes Schwitzen, trockener Mund, Schwächegefühl
  • Kopfschmerzen

Häufig

  • Nervosität, Angst, Unruhe, ungewöhnliche Träume
  • Abnehmender Appetit, Gewichtsverlust
  • Antriebslosigkeit, Konzentrationsprobleme, Verwirrtheit
  • Schwindel, Kribbeln in Händen oder Füßen
  • Koordinationsprobleme
  • Durchfall, Erbrechen, Bauchschmerzen, Blähungen, Verdauungsstörungen
  • Schnupfen
  • Probleme mit der Sexualität wie Erektionsstörungen oder Lustlosigkeit
  • Veränderter Geschmack, Sehstörungen, Ohrgeräusche
  • Hautausschlag, Juckreiz
  • Muskel- oder Gelenkschmerzen
  • Fieber
  • Schwierigkeiten beim Wasserlassen
  • Herzklopfen, schneller Herzschlag, niedriger Blutdruck beim Aufstehen
  • Ständiges Gähnen, Müdigkeit, Unwohlsein

Gelegentlich

  • Allergische Reaktion, z. B. Hautausschlag mit Quaddeln
  • Stärkerer Appetit, Gewichtszunahme
  • Sehr gute Stimmung, Aggression, Halluzinationen, manische Phasen
  • Krampfanfälle
  • Husten, Atemnot
  • Überempfindlichkeit gegen Sonnenlicht
  • Erhöhte Leberwerte
  • Langsamer Herzschlag
  • Ohnmachtsanfälle
  • Haarausfall
  • Erweitere Pupillen
  • Verlängerte Monatsblutungen bei Frauen
  • Kleine Blutergüsse unter der Haut
  • Schwellungen an Armen oder Beinen

Selten

  • Zu wenig Natrium im Blut (mit Muskelschwäche und Verwirrtheit)
  • Häufiges Wasserlassen
  • Serotonin-Syndrom (mit hohem Fieber, Zittern, Unruhe)
  • Schwere Krampfanfälle
  • Leberentzündung
  • Starke innere Unruhe, Bewegungsdrang (Akathisie)
  • Unwillkürliche Bewegungen
  • Blaue Flecken auf der Haut oder Schleimhaut

Häufigkeit nicht abschätzbar

Nach der Markteinführung gemeldet — die genaue Häufigkeit lässt sich nicht berechnen.

  • Gedanken an Selbstverletzung oder Selbsttötung
  • Veränderungen des Herzrhythmus (QT-Verlängerung im EKG, schwerwiegende Rhythmusstörungen)
  • Erhöhter Prolaktinspiegel im Blut
  • Weniger Blutplättchen (erhöhtes Risiko für Blutungen und blaue Flecken)
  • Zu wenig Kalium im Blut (mögliche Muskelschwäche, Zuckungen, Herzprobleme)
  • Bauchspeicheldrüsenentzündung
  • Angst- und Panikattacken
  • Nächtliches Zähneknirschen
  • Ruhelosigkeit
  • Milchabsonderung bei Männern und nicht-stillenden Frauen
  • Unregelmäßige oder starke Monatsblutungen bei Frauen, nach der Geburt starke Blutungen
  • Schmerzhafte Erektionen bei Männern
  • Plötzliche Schwellungen an Haut oder Schleimhäuten
  • Nasenbluten, Magen-Darm-Blutungen
  • Starke allergische Reaktion mit Atemnot und Schwindel
  • Bewegungsstörungen

Was ist Citalopram?

Citalopram ist ein Wirkstoff zur Behandlung von Depressionen. Er gehört zu den sogenannten SSRI, die das Gleichgewicht der Botenstoffe im Gehirn beeinflussen und so die Stimmung verbessern. Ihr Arzt kann Citalopram für Sie verschreiben, wenn Sie an einer depressiven Verstimmung leiden.

Was sollten Sie vor der Einnahme beachten?

Wenden Sie Citalopram nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt an, vor allem, wenn Sie Allergien, Herzprobleme oder andere Medikamente einnehmen. Bestimmte Arzneimittel dürfen nicht zusammen mit Citalopram eingenommen werden. Während der Behandlung sollten Sie auf Veränderungen Ihrer Stimmung achten und Nebenwirkungen oder ungewöhnliche Beschwerden sofort Ihrem Arzt melden. Bei Kindern und Jugendlichen sowie in Schwangerschaft und Stillzeit ist besondere Vorsicht geboten.

Wie ist Citalopram einzunehmen?

Nehmen Sie Citalopram immer genau nach Anweisung Ihres Arztes. Die Dosierung richtet sich nach Ihren persönlichen Bedürfnissen und wird oft langsam angepasst. Normalerweise erhalten Erwachsene zwischen 20 und 40 mg täglich, ältere Menschen und Patienten mit bestimmten Erkrankungen eine niedrigere Dosis. Brechen Sie die Einnahme nicht plötzlich ab, sondern sprechen Sie immer zuerst mit Ihrem Arzt über das Beenden der Behandlung.

Wie ist Citalopram aufzubewahren?

Bewahren Sie Citalopram immer außerhalb der Reichweite von Kindern auf und verwenden Sie es nicht mehr nach dem auf der Verpackung angegebenen Ablaufdatum. Lichtgeschützt lagern und Arzneimittel niemals im Abwasser entsorgen. Fragen Sie Ihre Apotheke zur richtigen Entsorgung, um die Umwelt zu schützen.

Wichtige Wechselwirkungen

Citalopram darf nicht zusammen mit Monoaminoxidase-Hemmern eingenommen werden, dazu gehören zum Beispiel Selegilin, Moclobemid, Linezolid und Tranylcypromin. Auch mit anderen serotonergen Wirkstoffen wie Tramadol, Sumatriptan, anderen Triptanen, Oxitriptan oder Tryptophan sollte Citalopram nicht kombiniert werden, weil sonst ein Serotonin-Syndrom auftreten kann. Außerdem darf Citalopram nicht zusammen mit Arzneimitteln eingenommen werden, die den Herzrhythmus beeinflussen oder zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen eingesetzt werden. Bei Linezolid ist eine Kombination nur möglich, wenn der Arzt Blutdruck und Zustand engmaschig überwacht.

Wann sollten Sie zum Arzt?

Suchen Sie sofort einen Arzt auf, wenn Sie Zeichen eines Serotonin-Syndroms bemerken, zum Beispiel hohes Fieber, Aufgeregtheit, Verwirrtheit, Zittern oder plötzliche Muskelzuckungen. Ebenfalls sofort ärztlich abklären lassen sollten Sie Schwellungen von Haut, Zunge, Lippen oder Gesicht sowie Atem- oder Schluckbeschwerden. Auch ungewöhnliche Blutungen, schneller oder unregelmäßiger Herzschlag, Ohnmacht oder Krampfanfälle sind Warnzeichen. Gleiches gilt bei gelblicher Verfärbung der Haut oder der Augen, weil das auf eine Leberfunktionsstörung hinweisen kann.

Steckbrief: Citalopram

Wirkstoffgruppe
Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI)
Anwendungsgebiet
Behandlung von depressiven Erkrankungen und Panikstörungen mit und ohne Agoraphobie
Darreichungsform
Filmtabletten
Rezeptpflicht
Ja
Häufigste Nebenwirkung
Schläfrigkeit

Häufige Fragen

Wofür wird Citalopram angewendet?

Citalopram wird zur Behandlung von depressiven Erkrankungen und Panikstörungen mit und ohne Agoraphobie angewendet.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Zu welcher Wirkstoffgruppe gehört Citalopram?

Citalopram gehört zu den Antidepressiva aus der Gruppe der selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer, kurz SSRI.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Welche Arzneimittel darf ich nicht zusammen mit Citalopram einnehmen?

Citalopram darf nicht mit Monoaminoxidase-Hemmern eingenommen werden. Dazu zählen unter anderem Selegilin, Moclobemid, Linezolid und Tranylcypromin. Auch mit Arzneimitteln, die serotonerge Wirkstoffe enthalten, soll Citalopram nicht kombiniert werden, zum Beispiel mit Tramadol, Sumatriptan, anderen Triptanen, Oxitriptan oder Tryptophan.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Welche Warnzeichen sprechen für ein Serotonin-Syndrom?

Mögliche Anzeichen sind hohes Fieber, Aufgeregtheit, Verwirrtheit, Zittern und plötzliche Muskelzuckungen. Wenn solche Beschwerden auftreten, sollen Sie sofort einen Arzt aufsuchen.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Welche Nebenwirkungen kommen sehr häufig vor?

Sehr häufig sind Schläfrigkeit, Schlaflosigkeit, Zittern, Übelkeit, Verstopfung, vermehrtes Schwitzen, Mundtrockenheit, Schwächegefühl und Kopfschmerzen beschrieben.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Kann Citalopram den Herzrhythmus beeinflussen?

Ja. In der Fachinformation werden Herzrhythmusstörungen, schneller oder unregelmäßiger Herzschlag und Ohnmacht als Warnzeichen genannt. Citalopram darf nicht eingenommen werden, wenn bereits angeborene Herzrhythmusstörungen vorliegen oder wenn Arzneimittel zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen beziehungsweise andere den Herzrhythmus beeinflussende Arzneimittel eingenommen werden.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Welche Beschwerden deuten auf eine zu niedrige Natriumkonzentration im Blut hin?

Anzeichen können Unwohlsein mit Muskelschwäche und Verwirrtheit oder Schwierigkeiten beim Wasserlassen sein. In der Fachinformation wird diese Nebenwirkung als selten beschrieben.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Was soll ich tun, wenn Krampfanfälle auftreten?

Bei Krampfanfällen soll die Behandlung beendet und ärztlicher Rat eingeholt werden. In der Fachinformation wird außerdem genannt, dass bei Patienten mit Epilepsie die Behandlung beendet werden soll, wenn Krampfanfälle auftreten oder die Anfallshäufigkeit zunimmt.

Quelle: Offizielle Fachinformation (Gebrauchsinformation)

Quellen & Referenzen

Stand der Fachinformation: 17. April 2026

Über diesen Artikel

Verfasst von

Redaktionsteam

Medizinredaktion nebenwirkungen-info.de

Dieser Artikel wurde auf Basis der offiziellen Fachinformation erstellt und redaktionell auf Richtigkeit geprüft. Mehr zu unserem Redaktionsprozess.