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Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel basiert auf der offiziellen Fachinformation und wurde redaktionell geprüft. Er ersetzt nicht die individuelle Beratung durch Arzt oder Apotheker.

Argininhydrochlorid/ Lysin
Nebenwirkungen

Aktualisiert: 29. Juli 2025

Argininhydrochlorid/ Lysin ist eine Kombination aus zwei Aminosäuren, die bei bestimmten Krebsbehandlungen eingesetzt wird. Sie helfen dabei, die Nieren vor Schäden durch radioaktive Arzneimittel zu schützen. Der Wirkstoff ist in Präparaten wie LysaKare® 25 g/25 g Infusionslösung bekannt. Erfahren Sie im Folgenden, welche Nebenwirkungen von Argininhydrochlorid/ Lysin auftreten können und was Sie bei der Anwendung beachten sollten.

Wirkstoffgruppe: Kombinationspräparate
Lesezeit: 2 Min.

Mögliche Nebenwirkungen

Was bedeuten die Häufigkeiten?
Sehr häufig≥ 1 von 10
Häufig1 bis 10 von 100
Gelegentlich1 bis 10 von 1.000
Selten1 bis 10 von 10.000
Sehr selten< 1 von 10.000
UnbekanntPost-Marketing-Meldungen

Sehr häufig

  • Übelkeit
  • Erbrechen

Häufigkeit nicht abschätzbar

Nach der Markteinführung gemeldet — die genaue Häufigkeit lässt sich nicht berechnen.

  • Erhöhter Kaliumspiegel im Blut
  • Bauchschmerzen
  • Schwindel
  • Kopfschmerzen
  • Rötung der Haut, besonders im Gesicht und Hals, oft mit Hitzegefühl

Was ist Argininhydrochlorid/ Lysin?

Argininhydrochlorid/ Lysin enthält zwei spezielle Aminosäuren und wird genutzt, um die Nieren während einer bestimmten Krebsbehandlung zu schützen. Es hilft, Nebenwirkungen des Krebsmedikaments Lutathera zu verringern. Der Wirkstoff wird bei Erwachsenen angewendet, um eine unnötige Strahlenbelastung der Nieren zu vermeiden.

Was sollten Sie vor der Einnahme beachten?

Achten Sie darauf, Ihrem Arzt alle Erkrankungen oder Allergien mitzuteilen. Teilen Sie ihm mit, wenn Sie Nieren-, Leber- oder Herzprobleme haben. Während der Behandlung finden regelmäßige Bluttests statt, um Ihre Sicherheit zu gewährleisten. Dieses Medikament ist nicht für Kinder oder Jugendliche geeignet und sollte in der Schwangerschaft und Stillzeit nur nach Rücksprache mit dem Arzt verwendet werden.

Wie ist Argininhydrochlorid/ Lysin einzunehmen?

Argininhydrochlorid/ Lysin wird als Infusion direkt in die Vene verabreicht, meist in einer Klinik unter ärztlicher Überwachung. Die Behandlung beginnt etwa 30 Minuten vor Ihrem Krebsmedikament und dauert mehrere Stunden. Üblicherweise erhalten Sie vorbeugend Mittel gegen Übelkeit und Erbrechen, da diese Beschwerden häufig auftreten. Bei Fragen wenden Sie sich immer an Ihr behandelndes Fachpersonal.

Wie ist Argininhydrochlorid/ Lysin aufzubewahren?

Sie müssen das Medikament nicht zu Hause aufbewahren, da es Ihnen direkt in der Klinik verabreicht wird. Es wird dort fachgerecht und sicher gelagert. Das Arzneimittel darf nach Ablauf des Verfallsdatums nicht mehr verwendet werden und muss unzugänglich für Kinder aufbewahrt werden. Benutzen Sie es nicht, falls die Lösung trüb ist oder die Verpackung beschädigt wurde.

Quellen & Referenzen

Stand der Fachinformation: 29. Juli 2025

Über diesen Artikel

Verfasst von

Redaktionsteam

Medizinredaktion nebenwirkungen-info.de

Dieser Artikel wurde auf Basis der offiziellen Fachinformation erstellt und redaktionell auf Richtigkeit geprüft. Mehr zu unserem Redaktionsprozess.