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Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel basiert auf der offiziellen Fachinformation und wurde redaktionell geprüft. Er ersetzt nicht die individuelle Beratung durch Arzt oder Apotheker.

(223Ra) Radiumchlorid
Nebenwirkungen

Aktualisiert: 29. Juli 2025

(223Ra) Radiumchlorid ist ein radioaktiver Wirkstoff, der gezielt zur Behandlung von Knochenmetastasen bei fortgeschrittenem Prostatakrebs eingesetzt wird. Er ist zum Beispiel im Medikament Xofigo 1100 kBq/ml Injektionslösung von Bayer Vital GmbH enthalten. Die Substanz ahmt Kalzium nach und lagert sich in den Knochen an, wo sie Tumorzellen bestrahlt und zerstört. Worauf Sie bei der Einnahme achten sollten und welche Nebenwirkungen von (223Ra) Radiumchlorid möglich sind, erfahren Sie im Folgenden.

Lesezeit: 2 Min.

Mögliche Nebenwirkungen

Was bedeuten die Häufigkeiten?
Sehr häufig≥ 1 von 10
Häufig1 bis 10 von 100
Gelegentlich1 bis 10 von 1.000
Selten1 bis 10 von 10.000
Sehr selten< 1 von 10.000
UnbekanntPost-Marketing-Meldungen

Sehr häufig

  • Durchfall
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Verringerte Zahl der Blutplättchen (erhöhtes Blutungsrisiko)
  • Knochenschmerzen
  • Trockenheit des Körpers (Dehydrierung – z.B. Schwindel, starker Durst, wenig Wasserlassen, trockene Haut)

Häufig

  • Abnahme der roten oder weißen Blutzellen (kann zu Infektanfälligkeit oder fehlender Energie führen)
  • Abnahme einer bestimmten Sorte weißer Blutkörperchen (Neutropenie – erhöht das Infektionsrisiko)
  • Abnahme aller Blutzellen (Panzytopenie)
  • Reaktionen an der Einstichstelle (z. B. Rötung, Schmerzen, Schwellung)

Gelegentlich

  • Weniger Lymphozyten (eine Sorte weißer Blutkörperchen; Lymphopenie – erhöhtes Infektionsrisiko)
  • Knochenschwund (Osteoporose)

Was ist (223Ra) Radiumchlorid?

Der Wirkstoff (223Ra) Radiumchlorid wird zur Behandlung des fortschreitenden Prostatakrebses eingesetzt, wenn die Erkrankung Knochenmetastasen verursacht. Es wirkt gezielt in den Knochen, indem es dort radioaktive Strahlung abgibt und Krebszellen zerstört. Sie erhalten diesen Wirkstoff als Injektion durch spezialisiertes medizinisches Personal.

Was sollten Sie vor der Einnahme beachten?

Achten Sie darauf, Ihren Arzt über alle anderen Medikamente und Vorerkrankungen zu informieren. Die Behandlung sollte nicht zusammen mit bestimmten anderen Krebsmedikamenten erfolgen. Vor und während der Therapie kontrolliert Ihr Arzt regelmäßig Ihr Blutbild und Ihre Knochengesundheit. Frauen und Kinder dürfen (223Ra) Radiumchlorid nicht anwenden.

Wie ist (223Ra) Radiumchlorid einzunehmen?

Sie bekommen (223Ra) Radiumchlorid als langsame Injektion in die Vene, meist alle vier Wochen, insgesamt sechs Mal. Die genaue Menge richtet sich nach Ihrem Körpergewicht und Ihr Arzt berechnet die richtige Dosis. Nach jeder Injektion werden Blutwerte kontrolliert, um Nebenwirkungen wie Blutbildveränderungen rechtzeitig zu erkennen.

Wie ist (223Ra) Radiumchlorid aufzubewahren?

Sie selbst müssen das Arzneimittel nicht aufbewahren, da es nur von Fachpersonal angewendet wird. Es wird unter speziellen Sicherheitsbedingungen im Krankenhaus oder in der Praxis gelagert und entsorgt.

Quellen & Referenzen

Stand der Fachinformation: 29. Juli 2025

Über diesen Artikel

Verfasst von

Redaktionsteam

Medizinredaktion nebenwirkungen-info.de

Dieser Artikel wurde auf Basis der offiziellen Fachinformation erstellt und redaktionell auf Richtigkeit geprüft. Mehr zu unserem Redaktionsprozess.