Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel basiert auf der offiziellen Fachinformation und wurde redaktionell geprüft. Er ersetzt nicht die individuelle Beratung durch Arzt oder Apotheker.
Hydrocortison
Nebenwirkungen
Hydrocortison ist ein wichtiges Mittel zur Linderung von Entzündungen und findet breite Anwendung in der Medizin. Es hilft, verschiedene Beschwerden wie Hautausschläge oder chronisch-entzündliche Darmerkrankungen zu behandeln. Der Wirkstoff steckt in bekannten Präparaten, etwa Colifoam® Rektalschaum oder Ebenol 0,25 % Creme. Beachten Sie jedoch auch mögliche Nebenwirkungen von Hydrocortison, um die Behandlung sicher zu gestalten.
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Wirkstoffgruppe: Kortikosteroide
Mögliche Nebenwirkungen
Was bedeuten die Häufigkeiten?
Sehr selten
- Blutdruck kann steigen
- Erhöhte Blutzuckerwerte oder Diabetes
- Beschwerden im Enddarm
- Hautausschlag
- Verwirrtheit
Häufigkeit nicht abschätzbar
Nach der Markteinführung gemeldet — die genaue Häufigkeit lässt sich nicht berechnen.
- Verschwommenes Sehen
- Schwellungen am Körper (Wassereinlagerungen)
- Gewichtszunahme
- Kleine rote Flecken auf der Haut
- Allergische Hautreaktionen, Hautausschlag und Juckreiz
- Blasenbildung der Haut
- Rötung, Reizung oder Trockenheit an der Auftragungsstelle
- Starke allergische Reaktionen (Schwellungen im Gesicht oder Hals, plötzliche Atemnot)
- Muskelschwäche oder Muskelabbau
- Schwächung des Immunsystems
- Schlafstörungen
- Störung des Hormonhaushalts
- Magengeschwüre, Blutungen oder Entzündungen im Magen-Darm-Bereich
- Bauchspeicheldrüsenentzündung
- Schmerzen im Bereich des Afters
- Veränderungen im Blutbild ( wie Abfall bestimmter Blutzellen )
- Bei schnellem Absetzen: Muskel- oder Gelenkschmerzen
- Bei Langzeitbehandlung: Haut wird dünner, Dehnungsstreifen, verzögerte Heilung, Knochenabbau, Mondgesicht, verstärkte Körperbehaarung, Gewichtszunahme
- Stimmungsschwankungen, Depressionen, vermehrter Appetit
- Erhöhte Infektanfälligkeit
- Bei Kindern: mögliches verlangsamtes Wachstum
- Langfristig: erhöhtes Risiko für grauen oder grünen Star (Augenerkrankungen)
Was ist Hydrocortison?
Hydrocortison ist ein entzündungshemmender Wirkstoff aus der Gruppe der Glukokortikoide. Es hilft bei verschiedenen entzündlichen Erkrankungen, zum Beispiel im Darm oder auf der Haut. Ihr Arzt verschreibt Ihnen Hydrocortison meist, um Entzündungen zu lindern und Beschwerden zu bessern.
Was sollten Sie vor der Einnahme beachten?
Wenden Sie Hydrocortison nicht an, wenn Sie allergisch gegenüber einem der Inhaltsstoffe sind oder bestimmte andere Erkrankungen haben (z.B. akute Infektionen, schwere Herz- oder Nierenerkrankungen). Informieren Sie Ihren Arzt über andere Medikamente, die Sie einnehmen. Schwangere, Stillende oder Kinder sollten Hydrocortison nur nach ärztlicher Rücksprache nutzen. Achten Sie auf mögliche Wechselwirkungen und melden Sie neue Beschwerden oder Nebenwirkungen umgehend Ihrem Arzt.
Wie ist Hydrocortison einzunehmen?
Wenden Sie Hydrocortison-Präparate immer genau wie vom Arzt beschrieben an. Die Dosierung und Dauer richtet sich nach Ihrer Erkrankung. Medikamente wie Cremes werden auf die Haut aufgetragen, Schaum oder andere Formen können in den Darm eingebracht werden. Setzen Sie das Präparat niemals abrupt ab, sondern sprechen Sie zuvor mit Ihrem Arzt. Zu viel oder zu lang angewendet, kann das Risiko für Nebenwirkungen steigen.
Wie ist Hydrocortison aufzubewahren?
Lagern Sie Hydrocortison außerhalb der Reichweite von Kindern. Bewahren Sie das Produkt nicht über 50°C auf und schützen Sie es vor direkter Sonneneinstrahlung. Entsorgen Sie angebrochene oder abgelaufene Packungen umweltgerecht - fragen Sie dazu in der Apotheke nach. Arzneimittel dürfen nie über den Hausmüll oder das Abwasser entsorgt werden.
Quellen & Referenzen
- Offizielle Fachinformation: patienteninfo-service.de
- Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte: bfarm.de
- Europäische Arzneimittel-Agentur: ema.europa.eu
Stand der Fachinformation: 29. Juli 2025
Über diesen Artikel
Dieser Artikel wurde auf Basis der offiziellen Fachinformation erstellt und redaktionell auf Richtigkeit geprüft. Mehr zu unserem Redaktionsprozess.