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Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel basiert auf der offiziellen Fachinformation und wurde redaktionell geprüft. Er ersetzt nicht die individuelle Beratung durch Arzt oder Apotheker.

Sorafenib
Nebenwirkungen

Aktualisiert: 29. Juli 2025

Sorafenib ist ein Wirkstoff zur Behandlung bestimmter Krebsarten, darunter Leberkrebs, Nierenkrebs und Schilddrüsenkrebs. Es hemmt gezielt das Wachstum von Tumorzellen und deren Versorgung über die Blutgefäße. Bekannt ist Sorafenib in Präparaten wie Sorafenib Mylan 200 mg Filmtabletten der Viatris Healthcare GmbH. Vor der Anwendung ist es wichtig, sich über die möglichen Nebenwirkungen von Sorafenib zu informieren.

Wirkstoffgruppe: Zytostatika (Krebstherapie)
Lesezeit: 3 Min.

Mögliche Nebenwirkungen

Was bedeuten die Häufigkeiten?
Sehr häufig≥ 1 von 10
Häufig1 bis 10 von 100
Gelegentlich1 bis 10 von 1.000
Selten1 bis 10 von 10.000
Sehr selten< 1 von 10.000
UnbekanntPost-Marketing-Meldungen

Sehr häufig

  • Durchfall
  • Übelkeit
  • Müdigkeit oder Schwächegefühl
  • Schmerzen, zum Beispiel im Mund, Bauch, Kopf, Knochen oder an Tumorstellen
  • Haarausfall
  • Rötungen oder Schmerzen an Händen und Füßen
  • Juckreiz oder Hautausschlag
  • Erbrechen
  • Blutungen (z.B. im Gehirn, Magen, Darm oder den Atemwegen)
  • Bluthochdruck
  • Infektionen
  • Appetitlosigkeit
  • Verstopfung
  • Gelenkschmerzen
  • Fieber
  • Gewichtsverlust
  • Trockene Haut

Häufig

  • Grippeähnliche Beschwerden
  • Verdauungsprobleme
  • Schluckbeschwerden
  • Entzündeter oder trockener Mund, Schmerzen an der Zunge
  • Niedriger Kalziumspiegel im Blut
  • Niedriger Kaliumspiegel im Blut
  • Niedriger Blutzuckerspiegel
  • Muskelschmerzen
  • Kribbeln oder Taubheitsgefühl in Händen und Füßen
  • Depressive Verstimmung
  • Erektionsprobleme
  • Heiserkeit
  • Akne
  • Entzündete, trockene oder schuppende Haut
  • Herzschwäche
  • Herzinfarkt oder Brustschmerzen
  • Ohrgeräusche (Klingeln im Ohr)
  • Nierenversagen
  • Viel Eiweiß im Urin
  • Schwächegefühl
  • Weniger weiße oder rote Blutkörperchen
  • Verminderte Blutplättchenzahl
  • Entzündete Haarfollikel
  • Schilddrüsenunterfunktion
  • Niedriger Natriumspiegel im Blut
  • Geschmacksstörung
  • Gesichtsrötung und Hitzeempfinden
  • Laufende Nase
  • Sodbrennen
  • Gut- oder bösartige Hautveränderungen
  • Verdickte Hautschichten
  • Muskelkrämpfe

Gelegentlich

  • Magenschleimhautentzündung
  • Bauchschmerzen durch Entzündungen der Bauchspeicheldrüse, Gallenblase oder Gallengänge
  • Gelbe Haut oder Augen durch hohe Gallengifte
  • Allergische Reaktionen, auch Hautreaktionen oder Nesselsucht
  • Austrocknung
  • Vergrößerte Brustdrüse bei Männern
  • Atemprobleme durch Lungenentzündung
  • Ekzem
  • Schilddrüsenüberfunktion
  • Rote, teilweise blasige Hautveränderungen
  • Sehr hoher Blutdruck
  • Durchbruch der Magen- oder Darmwand
  • Rückbildungsfähige Schwellung des Gehirns mit Kopfschmerzen, Krampfanfällen und Sehstörungen
  • Schwere allergische Reaktion mit Kreislaufproblemen

Selten

  • Allergische Schwellung, zum Beispiel von Gesicht oder Zunge, mit Atemnot
  • Herzrhythmusstörungen
  • Leberentzündung mit Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen und Gelbsucht
  • Starker Hautausschlag nach Bestrahlung
  • Schwerwiegende Hautreaktionen mit Blasenbildung und möglicherweise Hautablösung
  • Muskelauflösung mit Nierenproblemen
  • Schädigung der Nieren mit großem Eiweißverlust im Urin
  • Entzündung der Blutgefäße in der Haut mit Ausschlag

Häufigkeit nicht abschätzbar

Nach der Markteinführung gemeldet — die genaue Häufigkeit lässt sich nicht berechnen.

  • Beeinträchtigte Gehirnfunktion mit Verwirrtheit oder ungewöhnlichem Verhalten
  • Erweiterung oder Einriss großer Blutgefäße
  • Stoffwechselstörung durch Zerfall von Tumorzellen mit Symptomen wie Übelkeit, Herzproblemen oder Muskelkrämpfen

Was ist Sorafenib?

Sorafenib ist ein Medikament zur Behandlung von Leber-, Nieren- und Schilddrüsenkrebs. Es bremst das Wachstum von Tumorzellen und verhindert ihre Blutversorgung. Ihr Arzt entscheidet, ob Sorafenib für Sie geeignet ist. Achten Sie auf regelmäßige Kontrolluntersuchungen während der Behandlung.

Was sollten Sie vor der Einnahme beachten?

Sie dürfen Sorafenib nicht einnehmen, wenn Sie allergisch darauf reagieren. Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie Hautprobleme, hohen Blutdruck, Diabetes, Herzprobleme oder eine Operation geplant haben. Während der Einnahme sollten Sie und Ihr Arzt auf mögliche Nebenwirkungen und Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten achten. Sorafenib ist nicht für Kinder und Jugendliche geeignet.

Wie ist Sorafenib einzunehmen?

Nehmen Sie Sorafenib exakt nach Anweisung Ihres Arztes – meist zweimal täglich je 2 Tabletten. Sie können die Tabletten mit einem Glas Wasser einnehmen, unabhängig von einer Mahlzeit, jedoch nicht zusammen mit sehr fettreichen Speisen. Versuchen Sie, das Medikament immer zur gleichen Tageszeit einzunehmen. Sollten Sie eine Dosis vergessen, holen Sie sie nach, es sei denn, es ist fast Zeit für die nächste Dosis.

Wie ist Sorafenib aufzubewahren?

Bewahren Sie Sorafenib außerhalb der Reichweite von Kindern auf. Lagern Sie das Medikament nicht über 30°C und verwenden Sie es nicht mehr nach dem angegebenen Verfallsdatum. Reste sollten Sie umweltschonend entsorgen – Ihre Apotheke hilft Ihnen dabei.

Quellen & Referenzen

Stand der Fachinformation: 29. Juli 2025

Über diesen Artikel

Verfasst von

Redaktionsteam

Medizinredaktion nebenwirkungen-info.de

Dieser Artikel wurde auf Basis der offiziellen Fachinformation erstellt und redaktionell auf Richtigkeit geprüft. Mehr zu unserem Redaktionsprozess.