Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel basiert auf der offiziellen Fachinformation und wurde redaktionell geprüft. Er ersetzt nicht die individuelle Beratung durch Arzt oder Apotheker.
Eisen
Nebenwirkungen
Eisen ist ein lebenswichtiger Mineralstoff, der vor allem für die Blutbildung eine zentrale Rolle spielt. Es wird häufig eingesetzt, um Eisenmangel und die damit verbundenen Symptome zu behandeln, wenn Tabletten nicht ausreichen oder nicht vertragen werden. Der Wirkstoff ist beispielsweise im Medikament FerMed 20 mg/ml Injektions-/Infusionslösung enthalten. Welche Nebenwirkungen von Eisen auftreten können, erfahren Sie hier kompakt und verständlich.
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Wirkstoffgruppe: Vitamine & Mineralstoffe
Mögliche Nebenwirkungen
Was bedeuten die Häufigkeiten?
Sehr häufig
- Allergische Reaktionen wie Hautausschlag, Atemnot oder Gesichtsschwellung
- Blutdruckabfall, Schwindelgefühle oder Bewusstseinsstörungen
Häufig
- Veränderter Geschmack (meist metallisch, hält meist kurz an)
- Bluthochdruck oder niedriger Blutdruck
- Übelkeit
- Reaktionen an der Injektionsstelle wie Schmerzen, Rötung oder Hautverfärbung
- Fieber
- Hautausschlag
Gelegentlich
- Kopfschmerzen oder Schwindel
- Magenbeschwerden oder Durchfall
- Erbrechen
- Pfeifende Atmung
- Muskelkrämpfe oder Muskelschmerzen
- Kribbeln (Ameisenlaufen)
- Schwächegefühl oder Müdigkeit
- Schwellungen an Händen oder Füßen
- Verstopfung
- Gelenk- oder Gliederschmerzen
Selten
- Ohnmacht
- Müdigkeit oder Benommenheit
- Herzklopfen
- Verfärbung des Urins
- Brustschmerzen
- Übermäßiges Schwitzen
Häufigkeit nicht abschätzbar
Nach der Markteinführung gemeldet — die genaue Häufigkeit lässt sich nicht berechnen.
- Vermindertes Reaktionsvermögen
- Verwirrung oder Bewusstlosigkeit
- Angstzustände oder Zittern
- Anschwellen von Gesicht, Mund, Zunge oder Rachen mit möglicher Atemnot
- Kreislausprobleme wie verlangsamter oder schneller Puls
- Plötzliche schwere allergische Reaktionen (anaphylaktischer Schock)
- Grippeähnliche Symptome mit Fieber, Muskel- und Gelenkschmerzen
Was ist Eisen?
Eisen ist ein lebensnotwendiges Spurenelement, das vor allem für die Blutbildung und den Sauerstofftransport wichtig ist. Es wird zur Behandlung von Eisenmangel angewendet, besonders wenn Tabletten nicht ausreichen oder nicht vertragen werden. Eisenpräparate wie Injektionen kommen meist dann zum Einsatz, wenn eine Aufnahme über den Darm nicht möglich ist.
Was sollten Sie vor der Einnahme beachten?
Achten Sie darauf, Eisen nicht einzunehmen, wenn Sie allergisch darauf sind oder an Krankheiten leiden, bei denen zu viel Eisen im Körper vorhanden ist. Informieren Sie Ihren Arzt über andere Erkrankungen und Allergien. Teilen Sie ihm außerdem mit, welche weiteren Medikamente Sie einnehmen. Bei Schwangerschaft oder Stillzeit sollten Sie vor der Anwendung mit Ihrem Arzt sprechen.
Wie ist Eisen einzunehmen?
Eisen wird bei Injektionen oder Infusionen immer von medizinischem Personal verabreicht. Die nötige Dosis bestimmt Ihr Arzt individuell anhand von Blutwerten. Die Anwendung findet meist in einer Praxis oder einem Krankenhaus statt, damit Nebenwirkungen oder allergische Reaktionen schnell behandelt werden können.
Wie ist Eisen aufzubewahren?
Bewahren Sie Eisenpräparate für Kinder unzugänglich auf. Verwenden Sie das Arzneimittel nicht mehr nach Ablauf des Verfallsdatums. Lagern Sie es in der Originalverpackung und nicht über 25 °C. Nicht verbrauchte Reste sollten Sie sachgerecht entsorgen – fragen Sie dazu Ihre Apotheke.
Quellen & Referenzen
- Offizielle Fachinformation: patienteninfo-service.de
- Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte: bfarm.de
- Europäische Arzneimittel-Agentur: ema.europa.eu
Stand der Fachinformation: 29. Juli 2025
Über diesen Artikel
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