Zum Inhalt springen

Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel basiert auf der offiziellen Fachinformation und wurde redaktionell geprüft. Er ersetzt nicht die individuelle Beratung durch Arzt oder Apotheker.

Ulipristal
Nebenwirkungen

Aktualisiert: 29. Juli 2025

Ulipristal ist ein speziell entwickelter Wirkstoff zur Behandlung von mäßigen bis starken Beschwerden durch Gebärmuttermyome. Der Arzneistoff kommt unter anderem in bekannten Präparaten wie Esmya 5 mg Tabletten zum Einsatz. Ulipristal wirkt hormonell und kann helfen, starke Monatsblutungen zu lindern oder Myome zu verkleinern. Informieren Sie sich hier zu Einsatzgebieten und den wichtigsten Nebenwirkungen von Ulipristal.

Lesezeit: 2 Min.

Mögliche Nebenwirkungen

Was bedeuten die Häufigkeiten?
Sehr häufig≥ 1 von 10
Häufig1 bis 10 von 100
Gelegentlich1 bis 10 von 1.000
Selten1 bis 10 von 10.000
Sehr selten< 1 von 10.000
UnbekanntPost-Marketing-Meldungen

Sehr häufig

  • Ausbleiben oder starke Verringerung der Monatsblutung
  • Verdickung der Gebärmutterschleimhaut

Häufig

  • Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • Bauchschmerzen, Übelkeit
  • Pickel (Akne)
  • Schmerzen in Muskeln oder Knochen
  • Flüssigkeitsansammlung in den Eierstöcken
  • Empfindliche oder schmerzende Brüste
  • Unterbauchschmerzen
  • Hitzewallungen
  • Müdigkeit, Erschöpfung
  • Gewichtszunahme

Gelegentlich

  • Allergische Reaktion auf das Medikament
  • Angstgefühle
  • Stimmungsschwankungen
  • Unsicheres Gefühl, Drehschwindel
  • Trockener Mund, Verstopfung
  • Haarverlust, trockene Haut, vermehrtes Schwitzen
  • Rückenschmerzen
  • Unwillkürlicher Urinverlust
  • Ungewöhnliche oder starke Blutungen aus der Gebärmutter, Ausfluss aus der Scheide
  • Sehr empfindliche Brüste
  • Schwellungen an Händen, Füßen oder im Gesicht durch Wassereinlagerungen
  • Starke Erschöpfung
  • Erhöhte Blutfett- oder Cholesterinwerte

Selten

  • Nasenbluten
  • Verdauungsbeschwerden, Blähungen
  • Riss einer Flüssigkeitsansammlung im Eierstock
  • Starke Brustschwellung

Häufigkeit nicht abschätzbar

Nach der Markteinführung gemeldet — die genaue Häufigkeit lässt sich nicht berechnen.

  • Schwellung im Gesicht, der Zunge oder des Rachens, Atemnot, Hautausschlag (schwere allergische Reaktion)
  • Anzeichen einer schweren Lebererkrankung wie starke Müdigkeit, Gelbsucht (gelbe Haut oder Augen), sehr dunkler Urin, Juckreiz oder starke Bauchschmerzen

Was ist Ulipristal?

Ulipristal wird zur Behandlung von Beschwerden durch gutartige Gebärmuttertumoren (Myome) bei erwachsenen Frauen vor den Wechseljahren eingesetzt. Es hilft, starke Monatsblutungen und Schmerzen zu lindern. Das Medikament beeinflusst bestimmte Hormone und trägt dazu bei, die Größe der Myome zu verringern. So kann die Belastung im Alltag deutlich reduziert werden.

Was sollten Sie vor der Einnahme beachten?

Nehmen Sie Ulipristal nicht ein, wenn Sie schwanger sind, stillen, schwere Leberprobleme haben oder allergisch reagieren könnten. Teilen Sie Ihrem Arzt mit, welche anderen Medikamente Sie einnehmen – einige können die Wirkung von Ulipristal beeinflussen. Während der Behandlung könnten Ihre Monatsblutungen ausbleiben, das ist meist harmlos. Bei Anzeichen einer Lebererkrankung wie ungewöhnlicher Müdigkeit, Gelbsucht oder dunklem Urin unterbrechen Sie die Einnahme und wenden Sie sich sofort an Ihren Arzt.

Wie ist Ulipristal einzunehmen?

Nehmen Sie einmal täglich eine Tablette Ulipristal nach Anweisung Ihres Arztes ein, am besten mit etwas Wasser. Beginnen Sie die Therapie zu Beginn Ihrer Monatsblutung und nehmen Sie das Medikament für einen Zeitraum von bis zu drei Monaten. Haben Sie eine Einnahme vergessen, holen Sie diese möglichst rasch nach – außer es sind mehr als 12 Stunden vergangen, dann lassen Sie die vergessene Dosis aus. Setzen Sie Ulipristal nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ab.

Wie ist Ulipristal aufzubewahren?

Bewahren Sie Ulipristal außerhalb der Reichweite von Kindern auf und schützen Sie die Tabletten vor Licht. Nutzen Sie das Medikament nicht mehr nach dem auf der Verpackung genannten Verfallsdatum. Werfen Sie es keinesfalls in den Hausmüll oder ins Abwasser – fragen Sie in der Apotheke nach einer umweltfreundlichen Entsorgung.

Quellen & Referenzen

Stand der Fachinformation: 29. Juli 2025

Über diesen Artikel

Verfasst von

Redaktionsteam

Medizinredaktion nebenwirkungen-info.de

Dieser Artikel wurde auf Basis der offiziellen Fachinformation erstellt und redaktionell auf Richtigkeit geprüft. Mehr zu unserem Redaktionsprozess.