Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel basiert auf der offiziellen Fachinformation und wurde redaktionell geprüft. Er ersetzt nicht die individuelle Beratung durch Arzt oder Apotheker.
Sultamicillin
Nebenwirkungen
Sultamicillin ist ein modernes Antibiotikum zur Behandlung verschiedener bakterieller Infektionen, wie etwa Atemwegs-, Harnwegs- oder Hautinfektionen. Es wirkt, indem es die Vermehrung von Bakterien stoppt und wird häufig dann eingesetzt, wenn andere Antibiotika nicht ausreichen. Sultamicillin findet sich in bekannten Präparaten wie Unacid® PD oral Filmtabletten von PFIZER PHARMA GmbH. Beachten Sie, dass Nebenwirkungen von Sultamicillin möglich sind – informieren Sie sich daher gut vor der Anwendung.
Mögliche Nebenwirkungen
Was bedeuten die Häufigkeiten?
Sehr häufig
- Durchfall und weiche Stühle
Häufig
- Pilzinfektionen (zum Beispiel im Mund oder Genitalbereich)
- Kopfschmerzen
- Erbrechen, Bauchschmerzen, Übelkeit
- Hautausschlag, Juckreiz
Gelegentlich
- Verminderung der Blutplättchen (erhöhtes Risiko für Blutungen und blaue Flecken)
- Erhöhter Gehalt von Gallenfarbstoff im Blut (Gelbsucht-Anzeichen)
- Schwindel
- Dunkler Stuhl (Teerstuhl), Entzündung der Zunge
- Hautentzündungen, Quaddeln und Ausschläge
- Gelenkschmerzen
- Müdigkeit und Schwäche
Selten
- Hauterscheinungen mit roten Flecken oder geschwollenen Bereichen (Erythema multiforme)
- Schwere Hautreaktionen mit Blasen und Abschälung (Stevens-Johnson-Syndrom, toxische Hautreaktion)
- Akute Leber- und Nierenschäden
- Krampfanfälle
- Starker, anhaltender Durchfall mit Blut und Schleim
- Entzündung von Dünn- und Dickdarm
Sehr selten
- Schädigung des Knochenmarks mit Folgen für das Blutbild
Häufigkeit nicht abschätzbar
Nach der Markteinführung gemeldet — die genaue Häufigkeit lässt sich nicht berechnen.
- Schwere allergische Reaktionen (Atemnot, Schwellungen, Kreislaufprobleme)
- Anzeichen einer Überempfindlichkeit (Fieber, Ausschlag, geschwollene Lymphknoten)
- Infektionen durch unempfindliche Erreger
- Blutbildveränderungen (z.B. Verminderung roter oder weißer Blutkörperchen)
- Appetitlosigkeit, Blähungen, verfärbte Zunge, Mundschleimhautentzündung
- Störungen der Leberwerte oder Gelbsucht
- Verlängerte Blutungszeit, Veränderungen bei der Blutgerinnung
- Verschiedene Hautreaktionen – Blasen, nesselartige oder masernähnliche Ausschläge
- Neurologische Symptome wie Verwirrtheit, Kopfschmerzen oder Zittern
Was ist Sultamicillin?
Sultamicillin ist ein Antibiotikum, das zur Behandlung von bakteriellen Infektionen wie Atemwegs-, Harnwegs-, Haut- und Weichteilinfektionen eingesetzt wird. Es stoppt das Wachstum von Bakterien und hilft, die Infektion zu bekämpfen. Das Arzneimittel kann auch nach einer Behandlung mit bestimmten Antibiotika über die Vene weiter oral eingenommen werden. Sultamicillin verhindert, dass sich Keime weiter vermehren.
Was sollten Sie vor der Einnahme beachten?
Achten Sie darauf, Sultamicillin nicht einzunehmen, wenn Sie allergisch gegen Penicilline oder Sultamicillin sind. Bei schweren Magen-Darm-Problemen, Pfeifferschem Drüsenfieber oder bestimmten Blutkrankheiten sollte das Mittel nicht angewendet werden. Sprechen Sie vor der Einnahme mit Ihrem Arzt, wenn Sie Allergien haben oder schon einmal allergische Reaktionen auf Antibiotika hatten. Informieren Sie Ihren Arzt auch über alle anderen Medikamente, die Sie einnehmen, und achten Sie auf mögliche Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen.
Wie ist Sultamicillin einzunehmen?
Nehmen Sie Sultamicillin genau nach Anweisung Ihres Arztes ein, meist unabhängig von den Mahlzeiten mit ausreichend Flüssigkeit. Erwachsene und größere Kinder nehmen es normalerweise zweimal täglich, bei kleineren Kindern richtet sich die Dosis nach dem Körpergewicht. Halten Sie die angegebene Behandlungsdauer ein, meist 5 bis 14 Tage, und setzen Sie das Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Bei einer vergessenen Einnahme holen Sie die Dosis nicht doppelt nach.
Wie ist Sultamicillin aufzubewahren?
Bewahren Sie Sultamicillin außerhalb der Reichweite von Kindern auf und lagern Sie es nicht über 25°C. Benutzen Sie das Medikament nicht nach dem Ablaufdatum. Entsorgen Sie es umweltgerecht, zum Beispiel über die Apotheke, und nie über das Abwasser oder den Hausmüll.
Quellen & Referenzen
- Offizielle Fachinformation: patienteninfo-service.de
- Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte: bfarm.de
- Europäische Arzneimittel-Agentur: ema.europa.eu
Stand der Fachinformation: 29. Juli 2025
Über diesen Artikel
Dieser Artikel wurde auf Basis der offiziellen Fachinformation erstellt und redaktionell auf Richtigkeit geprüft. Mehr zu unserem Redaktionsprozess.