Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel basiert auf der offiziellen Fachinformation und wurde redaktionell geprüft. Er ersetzt nicht die individuelle Beratung durch Arzt oder Apotheker.
Sevelamercarbonat
Nebenwirkungen
Sevelamercarbonat ist ein bewährtes Medikament zur Senkung erhöhter Phosphatwerte im Blut, vor allem bei Menschen mit chronischer Nierenerkrankung. Es bindet Phosphat aus der Nahrung und hilft so, Folgeerkrankungen wie Gefäßverkalkungen zu vermeiden. Bekannte Präparate sind Renvela 0,8 g bzw. 2,4 g Pulver zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen von Sanofi-Aventis Deutschland GmbH. Wie bei allen Medikamenten können auch Nebenwirkungen von Sevelamercarbonat auftreten, über die Sie sich informieren sollten.
Mögliche Nebenwirkungen
Was bedeuten die Häufigkeiten?
Sehr häufig
- Verstopfung
- Erbrechen
- Schmerzen im oberen Bauch
- Übelkeit
Häufig
- Durchfall
- Bauchschmerzen
- Verdauungsprobleme
- Blähungen
Sehr selten
- Allergische Reaktionen wie Hautausschlag, Nesselsucht, Schwellungen oder Atemnot
Häufigkeit nicht abschätzbar
Nach der Markteinführung gemeldet — die genaue Häufigkeit lässt sich nicht berechnen.
- Darmverschluss (zeigt sich durch starke Blähungen, Bauchschmerzen, Schwellungen oder Krämpfe, starke Verstopfung)
- Risse in der Darmwand (starke Bauchschmerzen, Fieber, Übelkeit, Erbrechen, druckempfindlicher Bauch)
- Schwerwiegende Entzündung des Dickdarms mit Blut im Stuhl
- Juckreiz
- Langsamer Transport der Nahrung im Darm
- Hautausschlag
Was ist Sevelamercarbonat?
Sevelamercarbonat hilft, den Phosphatspiegel im Blut bei Menschen mit Nierenerkrankungen zu kontrollieren. Es wird meist eingesetzt, wenn die Nieren das überschüssige Phosphat nicht mehr richtig ausscheiden können. Der Wirkstoff bindet das Phosphat aus der Nahrung im Darm, damit es nicht ins Blut gelangt. So wird das Risiko von Knochenproblemen und Gefäßverkalkungen gesenkt.
Was sollten Sie vor der Einnahme beachten?
Achten Sie darauf, Sevelamercarbonat nicht einzunehmen, wenn Sie allergisch darauf reagieren oder zu wenig Phosphat im Blut haben. Informieren Sie Ihren Arzt, falls Sie Probleme mit dem Magen-Darm-Trakt, Schwierigkeiten beim Schlucken, Erbrechen oder eine akute Darmentzündung haben. Mögliche Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten müssen beachtet werden, nehmen Sie daher Sevelamercarbonat zeitlich getrennt zu bestimmten Arzneien ein. Schwangere und Stillende sollten vor der Einnahme unbedingt mit ihrem Arzt sprechen.
Wie ist Sevelamercarbonat einzunehmen?
Nehmen Sie Sevelamercarbonat immer wie mit Ihrem Arzt besprochen ein – üblicherweise zu den Mahlzeiten. Die Tabletten sollen unzerkaut und unzerdrückt geschluckt werden. Ihr Arzt wird die Dosis individuell anpassen und regelmäßig Ihre Blutwerte kontrollieren. Setzen Sie das Medikament nicht eigenmächtig ab und halten Sie sich an den empfohlenen Ernährungsplan.
Wie ist Sevelamercarbonat aufzubewahren?
Bewahren Sie Sevelamercarbonat außerhalb der Reichweite von Kindern auf. Lagern Sie die Verpackung gut verschlossen, um Feuchtigkeit fernzuhalten. Entsorgen Sie das Medikament nicht über den Hausmüll oder das Abwasser – erfragen Sie bei Ihrer Apotheke die richtige Entsorgung. Ein besonderer Kühlplatz ist für die Lagerung nicht erforderlich.
Quellen & Referenzen
- Offizielle Fachinformation: patienteninfo-service.de
- Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte: bfarm.de
- Europäische Arzneimittel-Agentur: ema.europa.eu
Stand der Fachinformation: 29. Juli 2025
Über diesen Artikel
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