Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel basiert auf der offiziellen Fachinformation und wurde redaktionell geprüft. Er ersetzt nicht die individuelle Beratung durch Arzt oder Apotheker.
Rifabutin
Nebenwirkungen
Rifabutin ist ein wichtiger Arzneistoff zur Behandlung und Vorbeugung bakterieller Infektionen, insbesondere bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem, etwa HIV-Patienten. Es kommt häufig in Kombination mit anderen Antibiotika zum Einsatz, zum Beispiel bei Mycobutin® Kapseln. Bei Rifabutin sind Nebenwirkungen möglich, über die Sie vor der Einnahme Bescheid wissen sollten. Wir geben Ihnen hier einen leicht verständlichen Überblick zu Anwendung, Dosierung und Risiken.
Mögliche Nebenwirkungen
Was bedeuten die Häufigkeiten?
Sehr häufig
- Verringerte Anzahl der weißen Blutkörperchen (Leukozytenmangel)
Häufig
- Weniger rote Blutkörperchen (Blutarmut)
- Hautausschlag
- Kopfschmerzen
- Muskelschmerzen
- Fieber
Gelegentlich
- Veränderungen des Blutbildes, etwa starke Verminderung aller Blutzellen (kann zu Schwäche, leichter Infektanfälligkeit und mehr Blutergüssen führen)
- Gelbsucht oder Anstieg der Leberwerte
- Entzündung der Augenhaut (rote oder schmerzende Augen)
- Gelenkschmerzen
- Appetitlosigkeit
- Veränderungen im Geschmack
Selten
- Starke Verringerung bestimmter weißer Blutkörperchen (Granulozyten oder Neutrophile)
- Stark verminderte Blutplättchenzahl (erhöhte Blutungsneigung)
- Allergische Reaktionen wie Atemnot oder Gesichtsschwellung
- Schwere Hautreaktionen (Blasen, Geschwüre an Mund und Augen, großflächiges Schälen der Haut)
Sehr selten
- Nierenfunktionsstörung
- Leberentzündung (Hepatitis)
- Entzündungen der Netzhaut oder des Glaskörpers im Auge
- Grippeähnliche Beschwerden
- Verfärbungen der Haut
Häufigkeit nicht abschätzbar
Nach der Markteinführung gemeldet — die genaue Häufigkeit lässt sich nicht berechnen.
- Nierenschädigung
- Erkrankungen des Immunsystems
- Verlust des Appetits
- Entzündungen der Gelenke (Arthritis)
Was ist Rifabutin?
Rifabutin ist ein Antibiotikum, das hilft, bestimmte bakterielle Infektionen zu behandeln und zu verhindern, zum Beispiel solche durch Mykobakterien. Es wird oft bei Menschen mit schwacher Abwehr, wie HIV-Patienten, eingesetzt – meist in Kombination mit anderen Medikamenten. Wichtig für Sie ist: Der Wirkstoff wirkt gezielt gegen spezielle Bakterienarten.
Was sollten Sie vor der Einnahme beachten?
Nehmen Sie Rifabutin nicht ein, wenn Sie allergisch auf den Wirkstoff oder andere verwandte Substanzen reagieren. Informieren Sie immer Ihren Arzt über alle Medikamente, die Sie einnehmen. Schwangere und Stillende sollten Rifabutin nur nach Rücksprache mit dem Arzt nutzen. Achten Sie auf Symptome wie Hautausschlag, Fieber oder geschwollene Lymphknoten und suchen Sie sofort medizinische Hilfe, falls diese auftreten.
Wie ist Rifabutin einzunehmen?
Nehmen Sie Rifabutin immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Die Kapseln können unabhängig von den Mahlzeiten mit Wasser geschluckt werden. Versuchen Sie, die Einnahme möglichst zur gleichen Tageszeit durchzuführen. Wenn Sie eine Einnahme vergessen haben, holen Sie sie so bald wie möglich nach und halten Sie die weiteren Zeiten wie gewohnt ein.
Wie ist Rifabutin aufzubewahren?
Bewahren Sie Rifabutin außerhalb der Reichweite von Kindern auf. Lagern Sie das Medikament nicht über 25 °C und nutzen Sie es nicht mehr nach Ablauf des Verfallsdatums. Entsorgen Sie es nicht im Abwasser oder Haushaltsmüll – Ihre Apotheke hilft bei der richtigen Entsorgung.
Quellen & Referenzen
- Offizielle Fachinformation: patienteninfo-service.de
- Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte: bfarm.de
- Europäische Arzneimittel-Agentur: ema.europa.eu
Stand der Fachinformation: 29. Juli 2025
Über diesen Artikel
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